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Lkw richtete Schaden in Banfe an
Das Fabrik-Schild soll die Navi-Irrfahrt verhindern

Das neue Hinweisschild zum Industriegebiet am Alertsberg soll die Lkw sicher geradeaus weiterleiten. Foto: Holger Weber
  • Das neue Hinweisschild zum Industriegebiet am Alertsberg soll die Lkw sicher geradeaus weiterleiten. Foto: Holger Weber
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howe Banfe. Wer durch das Banfer Friedenfeld spaziert, der empfindet – dem Namen entsprechend – dieses friedliche Feld. Es ist ruhig, die Häuser dieses Banfer Siedlungsbereichs sind zumeist in den 60er Jahren und früher entstanden. Damals, so mag man denken, hat es dort – wie heute immer noch – die Untere Mühle ganz am Ende der Ortschaft gegeben. Bis zum Backhaus, sicher mal gut 300 Meter, stand das friedliche Feld: ebenes Grünland der Bauern, begleitet vom Wasser der Banfe, das sich den Weg hinunter zur Mühle bahnte, um sie anzutreiben. Heute geht es hinter dem Autohaus Stenger asphaltiert rechts rein zur Unteren Mühle. Von da erstrecken sich, terrassenförmig angelegt, drei Parallelstraßen durch das Friedenfeld, die sich etwa auf halber Strecke vereinen.

howe Banfe. Wer durch das Banfer Friedenfeld spaziert, der empfindet – dem Namen entsprechend – dieses friedliche Feld. Es ist ruhig, die Häuser dieses Banfer Siedlungsbereichs sind zumeist in den 60er Jahren und früher entstanden. Damals, so mag man denken, hat es dort – wie heute immer noch – die Untere Mühle ganz am Ende der Ortschaft gegeben. Bis zum Backhaus, sicher mal gut 300 Meter, stand das friedliche Feld: ebenes Grünland der Bauern, begleitet vom Wasser der Banfe, das sich den Weg hinunter zur Mühle bahnte, um sie anzutreiben. Heute geht es hinter dem Autohaus Stenger asphaltiert rechts rein zur Unteren Mühle. Von da erstrecken sich, terrassenförmig angelegt, drei Parallelstraßen durch das Friedenfeld, die sich etwa auf halber Strecke vereinen. Und dann ist es nicht mehr weit, das enge Friedenfeld weitergefahren, bis zur Poststraße. 30 Stundenkilometer ist in diesen Wohnstraßen erlaubt. Vielleicht sind es da gerade mal zwei Meter Breite.

Wie in früheren Zeiten ist also Platz für ein Vieh-Gespann, womöglich noch für den Käfer oder die Ente, nicht aber für die schweren 40-Tonner. Die kommen aus Richtung Bad Laasphe. Und wie die Siegener Zeitung von den Nachbarn dort erfuhr, soll es sich bei jedem Fahrzeug um Männer aus Russland oder Litauen handeln. Zuletzt hatte einer den Jägerzaun vor dem Haus mitgenommen. Abends gab es einen Schlag, da war der Sattelzug auch schon weitergefahren. Mehrfach fahren sich die „Brummis“ fest, müssen an der Ecke Friedenfelder Weg/Poststraße rangieren und zurücksetzen.

Vor wenigen Wochen demolierte ein Lkw-Fahrer den Zaun eines anderen Nachbarn, weil er beim Herumfahren um die 90-Grad-Kurve beim Backhaus mit dem Auflieger an der Straßenlaterne hängen blieb. Die knickte wie ein Streicholz um und drückte den Zaun beiseite. „Der Fahrer ist geflüchtet, ich habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet“, berichtete der Anwohner im SZ-Gespräch. Den Schaden übernehme zum Glück die Versicherung.

Inzwischen haben die Behörden reagiert. Die eigentliche Zufahrt zu dem Industriegebiet führt über die Straße „Zum Alertsberg“. Es gibt aber auch Navigationsgeräte, die ortsunkundige Lkw-Fahrer über die Straßen „In der Hege“, „Friedenfelder Weg“ und „Poststraße“ lotsen. „Das liegt daran, dass Lkw-Fahrer leider oftmals Navigationsgeräte nutzen, die eigentlich für Pkw gedacht sind“, erläutert Stadt-Pressesprecherin Ann Kathrin Müsse auf Anfrage. Die Straßen seien sehr schmal, in der Vergangenheit sei es bereits zu Beschädigungen an Privatgrundstücken, Schildern oder Straßenlaternen gekommen. Um diese Lkw-Fahrer nun darauf hinzuweisen, dass es zum Industriegebiet weiter geradeaus gehe, sei die Anbringung eines Schildes angeregt worden.

Das Schild dürften selbst Fahrer deuten, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Es bildet ganz einfach eine Fabrik mit Schornstein und einen Geradeaus-Pfeil ab. Statt also von Bad Laasphe kommend auf der L718 hinter dem Autohaus Stenger links Richtung Hege abzubiegen, sollen die Sattelzüge nun geradeaus durchs Dorf fahren, um später an breiterer Stelle Richtung Alertsberg einzuschwenken. Der Anregung der Stadt wurde also nach einer entsprechenden Prüfung stattgegeben, der Kreis Siegen-Wittgenstein als zuständige Behörde hat die Aufstellung des Schildes veranlasst.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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