Keine neuen Erkenntnisse für Bad Laasphe
Das „Update“ als Fehlschlag

Breitere Bürgersteige? Mehr Parkflächen? Ein Radweg? Oder parkähnliche Flächen mit ausreichend Sitzmöglichkeiten und ansprechender Gestaltung? Für die Gestaltung links und rechts der B62 in Bad Laasphe gibt es viele Fragestellungen.
  • Breitere Bürgersteige? Mehr Parkflächen? Ein Radweg? Oder parkähnliche Flächen mit ausreichend Sitzmöglichkeiten und ansprechender Gestaltung? Für die Gestaltung links und rechts der B62 in Bad Laasphe gibt es viele Fragestellungen.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Bad Laasphe. Wer in die Teilnahme der Stadt Bad Laasphe am Zukunftslabor „Update Deutschland“ die ganz großen Hoffnungen gesetzt hatte, dass die Ideen für eine künftige Gestaltung der Randbereiche der Ortsdurchfahrt der B62 nur so sprudeln würden, der wurde am Wochenende enttäuscht. Beim Match- und Hackathon, einem digitalen 48-Stunden-Sprint, bildete sich kein Team, das Vorschläge hätte erarbeiten können. Ann Kathrin Müsse verriet: „Trotz Vorstellung in diversen Zoom-Meetings und ,Breakout sessions‘ hat sich leider kein Team für eine Lösungsfindung zusammengefunden.“ Damit erhielten die Bad Laaspher zwar Vorschläge, wer ihnen beratend behilflich sein könnte (so etwa Uni-Professoren), aber eben keine konkreten Ideen, wie die Sprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage berichtete.

Format für die Probleme in Bad Laasphe nicht geeignet

Das Format war letztlich für die Herausforderung, die Bad Laasphe eingestellt hatte, nicht geeignet. Ann Kathrin Müsse bilanzierte: „Unsere Hoffnung war, dass es deutschlandweit vielleicht Kommunen mit ähnlicher Fragestellung gibt, die uns ihre Erfahrungen mitteilten und uns sagten, was bei ihnen gut funktioniert oder was nicht. Oder dass sich eben aus anderen Experten ein Team bildet, das sich intensiv nur mit dieser Frage beschäftigt:“ Doch dazu kam es nicht. „Wir sehen das aber nicht als Niederlage“, sagte die Sprecherin der Stadtverwaltung. „Denn daraus haben wir etwas gelernt: dass so ein Format für unsere Frage nicht passt und wir es anders angehen müssen.“ Gleichwohl habe es Impulse gegeben für andere Probleme, die auch Bad Laasphe habe.

Aber eigentlich waren Ideen für die optische und funktionale Gestaltung der beiden Straßenseiten der B 62 das Ziel, denn die Ortsdurchfahrt soll ja mittelfristig umfangreich saniert werden (SZ berichtete). Hierbei müssen viele Interessen auch bei der Gestaltung links und rechts der Fahrbahn unter einen Hut gebracht werden – Anlieger, Grundstückseigentümer, Händler, Nutzer. Hier treffen sicherlich unterschiedliche Wünsche aufeinander: Die einen hoffen auf mehr Parkplätze und andere auf breitere Gehwege oder Radwege.

Martin Achatzi kritisiert "Update Deutschland" deutlich

Kein gutes Haar am Auftritt der Lahnstadt bei „Update Deutschland“ ließ Martin Achatzi, der als Teilnehmer aber auch fast allein auf weiter Flur war. Zunächst vermisste der ehemalige Stadtverordnete eine ausführliche Beschreibung der Thematik inklusive Grafik und Fotos. Achatzi regte an, die Bevölkerung vor Ort mit ins Boot zu holen und die Wege zu betrachten, die Radfahrer in Bad Laasphe für sich wählen: „Wenn diese Wege klar sind, also Start und Zielpunkte, kann man Straßen suchen und Radwege schaffen.“ Sein alter Vorschlag bleibe bestehen: die Radfahrer über Puderbacher Weg und Kurstraße bis zur Wasserstraße führen – auf Radstraßen. „Dann wäre die B62 fast fahrradfrei“, so Martin Achatzi im Chat auf der Internetseite von „Update Deutschland“.

Unterm Strich übte Martin Achatzi viel Kritik, wie die Stadt ihre Herausforderung präsentierte: „Gut gedacht ist nicht gut gemacht.“ Erst nach langem Suchen habe er das Projekt überhaupt gefunden: „Professionalität und wahres Interesse an einer Lösung sehen anders aus.“

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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