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Start am August-Hermann-Francke-Haus
Der Grundstein für das neue Gebäude ist gelegt

Ein Foto mit Symbolcharakter für diese Zeit: Der Geschäftsbereichsleiter „Soziale Dienste“, Achim Krugmann, und Einrichtungsleiterin Margit Haars ließen eine Zeitkapsel mit Devotionalien der Gegenwart in das noch provisorische Mauerwerk ein. Alle Beteiligten hielten gebührenden Abstand – und trugen eine Schutzmaske.
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  • Ein Foto mit Symbolcharakter für diese Zeit: Der Geschäftsbereichsleiter „Soziale Dienste“, Achim Krugmann, und Einrichtungsleiterin Margit Haars ließen eine Zeitkapsel mit Devotionalien der Gegenwart in das noch provisorische Mauerwerk ein. Alle Beteiligten hielten gebührenden Abstand – und trugen eine Schutzmaske.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Bad Laasphe. Von der Idee bis zur Umsetzung sollte es zehn Jahre dauern. Eine Zeit, in der vieles im Fluss war. Eine Zeit, in der der Baustart gleich zwei Mal angesetzt war. Eine Zeit, in der die Verantwortlichen frühzeitig ihre Pläne vorstellten – und dann eben nicht umsetzten. Nun allerdings entsteht der avisierte Ersatzneubau des August-Hermann-Francke-Hauses in Bad Laasphe. „Die Bewohner hatten den größten Anteil der Wartezeit. Wir müssen ihnen dafür danken, dass sie es solange ausgehalten haben“, erklärte Achim Krugmann am Montag im Rahmen der Grundsteinlegung für den Ersatzneubau in Bad Laasphe. Der Geschäftsbereichsleiter „Soziale Dienste“ der Diakonie in Südwestfalen fasste damit die lange Wartezeit mit Blick auf das 3,5 Mill. Euro teure Projekt in wenigen Worten zusammen.

tika Bad Laasphe. Von der Idee bis zur Umsetzung sollte es zehn Jahre dauern. Eine Zeit, in der vieles im Fluss war. Eine Zeit, in der der Baustart gleich zwei Mal angesetzt war. Eine Zeit, in der die Verantwortlichen frühzeitig ihre Pläne vorstellten – und dann eben nicht umsetzten. Nun allerdings entsteht der avisierte Ersatzneubau des August-Hermann-Francke-Hauses in Bad Laasphe. „Die Bewohner hatten den größten Anteil der Wartezeit. Wir müssen ihnen dafür danken, dass sie es solange ausgehalten haben“, erklärte Achim Krugmann am Montag im Rahmen der Grundsteinlegung für den Ersatzneubau in Bad Laasphe. Der Geschäftsbereichsleiter „Soziale Dienste“ der Diakonie in Südwestfalen fasste damit die lange Wartezeit mit Blick auf das 3,5 Mill. Euro teure Projekt in wenigen Worten zusammen.

Der Ersatzneubau entsteht direkt unterhalb der bisherigen Immobilie, in der Sebastian-Kneipp-Straße. Ende Juni 2021 soll das bisherige August-Hermann-Francke-Haus ausgedient haben und Bewohner und Personal in den Ersatzneubau umziehen. „Bad Laasphe ist ein sehr guter Standort für diese Wohnform. Die nötige Infrastruktur ist vorhanden, zugleich befinden wir uns damit im ländlichen Raum, wo die nötige Ruhe und Gelassenheit herrschen. Der Neubau ist ein Zeichen, dass wir der Stadt die Treue halten“, betonte Achim Krugmann vor – angesichts der Pandemie – doch einigen Gästen, die sich allerdings allesamt an die strengen Auflagen der Coronaschutzverordnung hielten. Seit 1996 besteht die Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen – und ist damit die älteste Einrichtung der Eingliederungshilfe der Sozialen Dienste der Diakonie in Südwestfalen. Entsprechend hat sich in dieser Zeit auch der gesetzliche Rahmen gewandelt, etwa hinsichtlich der Sanitärbereiche, der Barrierefreiheit oder der Ausstattung mit digitalen Kommunikationsmitteln. Diese Vorgaben sind in der neuen Einrichtung berücksichtigt. Insgesamt entstehen 24 Einzel- sowie zwei Krisenzimmer. „Die Erleichterung ist groß, dass nach umfangreicher Vorbereitung nun die Umsetzung erfolgt“, konstatierte Achim Krugmann.

Damit sprach er den Bewohnern aus der Seele. „Wir haben lange auf diesen Moment gewartet, bis es nun endlich losging. Wir alle hoffen, dass der Neubau eine Verbesserung wird“, erklärte Sigrid Käuser als Vorsitzende des Heimbeirates. Die Erleichterung war allerdings nicht nur den Bewohnern anzumerken, sondern auch den Mitarbeitern. „Seit zehn Jahren begleitet uns das Thema Ersatzneubau. Die Räume im alten August-Hermann-Francke-Haus sind zum Zuhause für viele Bewohner geworden. Aber eine solche Einrichtung muss die Voraussetzungen erfüllen, um Menschen mit Hilfebedarf die entsprechenden Möglichkeiten zur Entfaltung zu geben. Wir wollen eine umfassende Teilhabe ermöglichen und eine angemessene Versorgung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung bieten – ein Beitrag dazu ist der Neubau“, erklärte Margit Haars. Die Einrichtungsleiterin des August-Hermann-Francke-Hauses in der Lahnstadt rekapitulierte in der Baugrube an der Sebastian-Kneipp-Straße den Werdegang der Planungen bis hin zu ihrer Umsetzung. Als durch neue Bedarfe die Idee geboren und die ersten Planungen begonnen waren, stieg 2013 auch die Universität Siegen mit dem Fachbereich Architektur als Kooperationspartner ein – dennoch sollte es noch weitere sieben Jahre dauern, ehe die Grundsteinlegung erfolgte. Neue gesetzliche Vorgaben waren es, die den Prozess einst anstießen und die nun letztlich auch entscheidend für die Realisierung waren.

Diese Vorgaben sind nun in den Plänen – nach vielen Abstimmungsgesprächen – berücksichtigt. Zugleich soll der Ersatzneubau einen hohen Komfort für die Bewohner bieten. Ein Beispiel: „Jedes der Zimmer ist nach Süden gerichtet, dadurch entsteht für jeden Bewohner absolute Wohnqualität“, betonte der ausführende Architekt Oliver Schmidt aus Betzdorf. Von der Idee bis zur Umsetzung sollte es zehn Jahre dauern. Ein weiteres Jahr müssen die Beteiligten nach jetzigem Stand der Planungen noch auf den Umzug warten – auch bis dahin ist noch vieles im Fluss. Und dennoch haben sie mit der Grundsteinlegung nun endlich Gewissheit. Der letzte Stein ist quasi ins Rollen gekommen – es ist zugleich der erste für das Gebäude.

Ein Foto mit Symbolcharakter für diese Zeit: Der Geschäftsbereichsleiter „Soziale Dienste“, Achim Krugmann, und Einrichtungsleiterin Margit Haars ließen eine Zeitkapsel mit Devotionalien der Gegenwart in das noch provisorische Mauerwerk ein. Alle Beteiligten hielten gebührenden Abstand – und trugen eine Schutzmaske.
An der Sebastian-Kneipp-Straße in Bad Laasphe entsteht der Ersatzneubau des August-Hermann-Francke-Hauses – die Grafik zeigt die Südansicht des geplanten Gebäudes. Grafik: Architekturbüro Oliver Schmidt
Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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