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DRK-Schnelltestzentrum in Bad Laasphe läuft
„Der Test gibt einem Sicherheit“

SZ-Redakteur Holger Weber hat sich Freitagnachmittag als einer der ersten Bürger freiwillig im neu eingerichteten Testzentrum des DRK-Ortsvereins Bad Laasphe testen lassen.
  • SZ-Redakteur Holger Weber hat sich Freitagnachmittag als einer der ersten Bürger freiwillig im neu eingerichteten Testzentrum des DRK-Ortsvereins Bad Laasphe testen lassen.
  • Foto: howe
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Es kitzelt hinten in der Nase. Mehr nicht. Tief schiebt Justin Schneider vom DRK-Ortsverein Bad Laasphe das nur wenige Millimeter dicke, aber durchaus lange Stäbchen mit dem Wattepolster durchs Nasenloch. Nachdem der junge DRK-Mitarbeiter nach erfolgter Schulung bei Dr. Sebastian Nicklaus eine kurze Einweisung vorgenommen hatte, geht es auch schon los. In Erwartung, was nun kommt, muss der SZ-Redakteur lachen. Es dauert nur wenige Sekunden, da ist der Spaß auch schon vorbei. Zugegeben: Angenehm ist anders. Aber so ein Test ist beileibe nichts Dramatisches. Im Gegenteil. „Der Test gibt einem Sicherheit“, sagt Rotkreuzleiter Marco Scheffel. Da kann der Zeitungsmann nur beipflichten.

howe Bad Laasphe. Es kitzelt hinten in der Nase. Mehr nicht. Tief schiebt Justin Schneider vom DRK-Ortsverein Bad Laasphe das nur wenige Millimeter dicke, aber durchaus lange Stäbchen mit dem Wattepolster durchs Nasenloch. Nachdem der junge DRK-Mitarbeiter nach erfolgter Schulung bei Dr. Sebastian Nicklaus eine kurze Einweisung vorgenommen hatte, geht es auch schon los. In Erwartung, was nun kommt, muss der SZ-Redakteur lachen. Es dauert nur wenige Sekunden, da ist der Spaß auch schon vorbei. Zugegeben: Angenehm ist anders. Aber so ein Test ist beileibe nichts Dramatisches. Im Gegenteil. „Der Test gibt einem Sicherheit“, sagt Rotkreuzleiter Marco Scheffel. Da kann der Zeitungsmann nur beipflichten. Denn trotz Pandemie gibt es doch noch den ein oder anderen Präsenztermin für die schreibende Zunft. Da geht man gerne auf Nummer sicher. So ganz uneigennützig hat das DRK das Testzentrum übrigens nicht eingerichtet. Denn der Aufwand, den der Ortsverein im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe mit Zeit, Arbeit und Personal betreibt, wird vergütet.

„Das fließt in unsere Ortsvereins-Kasse“, so der stellv. Rotkreuzleiter Jannik Pritzel. Zumal es in nächster Zeit weiterhin keine Sanitätsdienste geben werde, ebenso seien die Großveranstaltungen allesamt abgesagt. „Wir haben hier die Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen“, erläutert Marco Scheffel im SZ-Gespräch. Der Aufwand ist durchaus groß. Denn im DRK-Heim an der Gartenstraße ist das Testzentrum sozusagen als Freiluft-Variante aufgebaut worden. Die rechtwinklige Gebäude-Anordnung lässt es zu, dass ein Pavillon in Form eines Zelts vor den Eingang gestellt werden kann. Die Bürger werden mittels Wegweiser in eine Einbahnstraße geleitet. Vorne am Stehtisch werden zunächst die Hände desinfiziert. Unter dem Schutz der Zeltplane erfolgt am ersten Fenster die Anmeldung über den bereits eingescannten QR-Code. Wer die Anmeldung über die Homepage ausführt und sich seinen eigenen Termin herausgesucht hat, der bekommt eine Terminbestätigung. Die muss mitsamt Personalausweis mitgenommen werden. Die eigentliche „Prozedur“ des Tests ist ein Klacks. Nicht einmal eine Minute steht man am zweiten Fenster, das man gleich auch wieder verlassen kann.

Nach 15 Minuten hat der DRK-Ortsverein das Ergebnis an die E-Mail-Adresse des Teilnehmers versandt. Zu Hause kann dann nachgeschaut werden, wie der Corona-Test ausgefallen ist.

Das DRK-Team hat vor Ort auf dem Hof ganze Arbeit geleistet. „Wir hatten zunächst überlegt, das Ganze im Haus durchzuführen“, weiß Marco Scheffel. Das sei aber weitaus aufwändiger gewesen. Also kam der Gedanke, die Menschen an der frischen Luft zu lassen. Das ist nicht nur angenehmer, sondern auch noch sicherer – was die Kontaktbeschränkung anbetrifft. Eine Art Trennwand haben die DRK-Mitarbeiter in der Hälfte des Pavillons eingezogen, um ein bisschen Diskretion zu gewährleisten.
Die Abläufe sind einfach, aber effektiv. Und der Test selbst, der unterscheidet sich natürlich von denjenigen, die man in der Apotheke oder im Supermarkt bekommt, wo man ein bisschen Spucke drauflegt oder mit dem Stäbchen nur kurz hinter die Nasenflügel streicht. „Das hier sind medizinische Schnelltests“, erläutert Marco Scheffel. Dennoch ist der Test selbst nur eine Momentaufnahme. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist man nicht so infiziert, dass man andere anstecken könnte“, würde die negative Variante lauten.

Die Mitarbeiter hat der DRK-Ortsverein umfassend schulen lassen. Übernommen hat das der Arzt und zweite Ortsvereins-Vorsitzende Dr. Sebastian Nicklaus. Der Ortsverein ist in der Lage, die selbst durchgeführten Tests auch selbst auszuwerten. Ihnen obliegt die Handhabung mit der Kontrollflüssigkeit, das hygienische Arbeiten oder der Umgang mit der Schutzausrüstung, um nur einige Aspekte zu nennen. 16 Personen sind in Schichtdiensten in den kommenden Tagen und Wochen im Einsatz, auch über Ostern.

Der DRK-Ortsverein testet am Samstag von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Karfreitag und Karsamstag wird ebenfalls getestet. Ansonsten öffnet das Testzentrum in Bad Laasphe montags bis mittwochs von 9 bis 11 Uhr sowie dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr.
Anmeldungen sind möglich im Internet auf www.schnelltestungen-drksiwi.de oder telefonisch unter (02 71) 33 71 60 (Mo. bis Do. 8–16.30 und Fr. 8–15 Uhr).

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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