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Mehrheit im Bad Laaspher Bauausschuss
Die Buswende in Feudingen soll gebaut werden

Die städtische Fläche, auf der die Feudinger Modellkirche gegenüber vom Landhotel Doerr steht, soll zu einer Buswende umfunktioniert werden. Ein Dutzend Feudinger Bürger beschwerte sich am Mittwochabend im Bauausschuss. Foto: Holger Weber
  • Die städtische Fläche, auf der die Feudinger Modellkirche gegenüber vom Landhotel Doerr steht, soll zu einer Buswende umfunktioniert werden. Ein Dutzend Feudinger Bürger beschwerte sich am Mittwochabend im Bauausschuss. Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Die Buswende auf dem städtischen Wiesengelände in Feudingen, vis à vis zum Landhotel Doerr, soll gebaut werden. Der Bad Laaspher Bauausschuss gab der Verwaltung am Mittwochabend mit eindeutiger Mehrheit grünes Licht für die weiteren Planungen. CDU und SPD stimmten komplett dafür, zwei Ausschussmitglieder von Grüne und FDP sprachen sich dagegen aus, zwei Kommunalpolitiker enthielten sich. Dem Beschluss ging eine intensive Diskussion voraus, an der 15 Minuten lang auch das Dutzend Feudinger Anwohner beteiligt wurde. Den Antrag hierzu stellte Neu-Mitglied Peter Honig (Bündnis 90/Die Grünen), wobei Ausschussvorsitzender Günter Wagner erhebliche Bedenken äußerte. Das sei unüblich.

howe Bad Laasphe. Die Buswende auf dem städtischen Wiesengelände in Feudingen, vis à vis zum Landhotel Doerr, soll gebaut werden. Der Bad Laaspher Bauausschuss gab der Verwaltung am Mittwochabend mit eindeutiger Mehrheit grünes Licht für die weiteren Planungen. CDU und SPD stimmten komplett dafür, zwei Ausschussmitglieder von Grüne und FDP sprachen sich dagegen aus, zwei Kommunalpolitiker enthielten sich. Dem Beschluss ging eine intensive Diskussion voraus, an der 15 Minuten lang auch das Dutzend Feudinger Anwohner beteiligt wurde. Den Antrag hierzu stellte Neu-Mitglied Peter Honig (Bündnis 90/Die Grünen), wobei Ausschussvorsitzender Günter Wagner erhebliche Bedenken äußerte. Das sei unüblich. Eine Mitspracherecht der Bürger könne heute seiner Meinung nach nicht zugelassen werden, wenn es in anderen Ausschüssen ein solches nicht gebe. Außerdem gebe dies die Gemeindeordnung nicht her.

Bei der anschließenden Abstimmung gestand der Ausschuss den Feudingern immerhin 15 Minuten zu, in denen Fragen gestellt werden konnten. Hartwig Halweg war der erste: Ob sich der Ausschuss Gedanken darüber gemacht habe, was passiere, wenn der Bus an der Stelle gar nicht einsehbar sei? Und warum würden die Anwohner erst nach drei Jahren informiert? Marcus Winkeler vom Bauamt verwies auf den Straßenbaulastträger und die durchgeführte Verkehrsschau. Die Buswende sei im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes ins Gespräch gekommen. Es habe öffentliche Ausschüsse dazu gegeben und die Presse habe berichtet. Gleich die zweite Frage kam von Heinrich Meyer. Der wohnt allerdings nicht in der Nähe des „Park-Geländes“, sondern im Heuweg – dort, wo der Bus bei Knoches hält und die Sicht zur Einfahrt in den Heuweg versperrt. „Wir sind elf Personen und werden benachteiligt.“

Es sei gefährlich, an einem haltenden Bus mit dem Auto aus dem Heuweg vorbei auf die Sieg-Lahn-Straße zu kommen. „Das Gefahrenpotenzial muss abgebaut werden. Und deshalb befürworten wir die Buswende“, sorgte Heinrich Meyer bei den anderen Feudingern für Erstaunen. Einen politischen Vorstoß unternahm Klaus Preis (FDP). Der Fraktionsvorsitzende skizzierte die „Historie“ der Angelegenheit und stellte fest, dass es am 13. April 2016 einen einstimmigen Beschluss des Bauausschusses gegeben habe, dass die Verwaltung nach einen Grundstück habe suchen sollen. Am 13. Dezember 2017 sei ebenfalls einstimmig dafür votiert worden, einen möglichen Förderantrag für die Maßnahme zu stellen.

„Es scheint sich in Feudingen eine Mehrheit zu finden, die dagegen ist“, konstatierte Klaus Preis. Es dürften keine 300.000 Euro ausgegeben werden für eine Lösung, die genauso gefährlich sei. „Mir sind die Kinder hier wichtig.“ Klaus Preis stellte den Antrag, die Drucksache zurückzustellen. Stattdessen solle eine Ortsbesichtigung stattfinden, an der auch die Bürger teilnehmen könnten. Neben dem Planer Elmar Baier solle der örtliche Busunternehmer ein Fahrzeug dazustellen, um die Größendimensionen ermessen zu können. Elmar Baier solle den Radius mit Holzpflöcken abstecken. Zwar erntete Klaus Preis von den Zuhörern Applaus, seinen Antrag lehnte der Ausschuss mit deutlicher Mehrheit aber ab. Günter Wagner (CDU) machte seinen Ärger deutlich und formulierte, dass man nicht drei Jahr lang diskutieren und ganz plötzlich in der entscheidenden Sitzung einen Rückzieher machen könne.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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