Die Kräfte konzentrieren und die Kompetenzen klären

Laaspher Stadtmanagerin zieht durchwachsene Jahresbilanz

Bad Laasphe. Weih- nachten – das ist das Fest der Liebe, das ist ein Fest der Einheit. Jedenfalls normalerweise. Bad Laasphe nutzt jedoch auch diese Gelegenheit, um unter Beweis zu stellen, wie sehr sich die Streit-Unkultur der Lahnstadt – sehr gut bekannt aus dem politischen Leben – einvernehmlichen Lösungen in den Weg stellt. So wird es in der Lahnstadt dieses Jahr zwei Weihnachts-Aktionen geben: eine vom Arbeitskreis Handel, Handwerk und Gewerbe, die andere vom Stadtmarketing. Nur ein Beispiel, doch symptomatisch für die Situation, wie sie sich in der Lahnstadt darstellt. Am 1. Dezember jährt sich der Amtsantritt von StadtmanagerinEvelynBen- ner, und nach zwölf Monaten in Bad Laasphe zieht sie eine eher durchwachsene Bilanz: Da sind zum einen viele interessante Einzelgespräche mit Gewerbetreibenden und Vertretern der größeren Industrie vor Ort, zum anderen schlecht besuchte Informations-Veranstaltungen; da sind zum einen Erfolge wie die Teilnahme am Landeswettbewerb „Ab in die Mitte” mit dem geförderten Projekt „Neue Kunst in alten Gassen”, zum anderen heftigste Anwürfe gegen die engagierte Hessin.

Altbewährtes als eine falsche Fährte

Ohne eine allzu grobe Vereinfachung kann man das Problem, das hier zugrunde liegt, doch auf eine relativ simple Formel bringen: Es ist der Widerstreit zwischen neuen Ideen und Altbewährtem. Wobei „altbewährt” allerdings eine falsche Fährte legt, denn die vom Stadtmarketing in Auftrag gegebene Markt- und Standortanalyse zeigte sehr deutlich, dass in Bad Laasphe einiges im Argen liegt. Das böse Wort dabei lautet: Kaufkraft-Abfluss.

Sachinteressen über persönliche stellen

Diesen zu stoppen – das ist das erste Ziel von Evelyn Benner. Um das zu erreichen, sei es allerhöchste Zeit, verkrustete Strukturen aufzubrechen. Damit das nun klappt, bedarf es nach ihrer Meinung dreierlei: Man muss neue Wege suchen, die Kräfte zu bündeln und die Zuständigkeiten deutlich abklären. Man solle endlich beginnen, Vorschläge nach ihrer Qualität zu beurteilen, und nicht nach der Ecke, aus der sie gemacht würden. Und eines sei dabei ganz wichtig: Persönliche Interessen dürften nicht mehr Bad Laaspher Sachinteressen übergeordnet werden, denn schließlich gehe es um die Stadt. Und nicht allein um die Kernstadt, wie Evelyn Benner mit ihren Aktionen deutlich macht. Sie hat den Kontakt zu den Leuten im Banfetal und auch im Oberen Lahntal gesucht, auf der Internetseite „http://www.bad-laasphe.de” können sich die Dörfer präsentieren, außerdem hat jeder Verein die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen – mit genauer Anleitung – auf diesen Seiten ins Internet zu stellen.

Anschubfinanzierung bis November 2001

Bis November 2001 ist das Geld für das Stadtmarketing durch eine nordrhein-westfälische Anschub-Finanzierung gesichert. Rund 60 Mitglieder zählt der Verein inzwischen – gewerbliche, aber auch zahlreiche private. Weshalb es manchmal an der Unterstützung der Laaspher Geschäftswelt hapert, kann Evelyn Benner nicht genau sagen. Sie nimmt an, dass einige befürchten, dass mit dem Ende der Landes-Unterstützung auch mit dem Stadtmarketing-Verein Schluss sei. Doch jedem Laaspher muss klar sein, dass er durch diese Haltung das Stadtmarketing schwächt und beim Asphaltieren der alten, anscheinend falschen Wege hilft.JG

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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