Die letzten Stolpersteine und die nächsten Fahrten

Bilder von der Ukraine-Fahrt 2009 wurden bei der Jahreshauptversammlung des Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit lebendig. Und die nächsten Reisen in die Nähe und in die Ferne sind schon geplant.  Foto: jg
  • Bilder von der Ukraine-Fahrt 2009 wurden bei der Jahreshauptversammlung des Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit lebendig. Und die nächsten Reisen in die Nähe und in die Ferne sind schon geplant. Foto: jg
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

jg Bad Laasphe. Dass sich der Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit die letzte Verlegung von Stolpersteinen in der Lahnstadt für April vorgenommen hat, das kam jetzt natürlich auch bei der Jahreshauptversammlung des Vereins vor. 18 Stück sind es noch, die finanziellen Dinge sind geklärt, nun liegt es nur noch am Künstler Gunter Demnig selbst, ob alles wie vorgesehen klappt. Angepeilt ist Mittwoch, 28. April, denn am 28. April 1942 starteten Juden-Deportationen nach Zamosc - und die größte Gruppe unter den 800 Menschen waren Laaspher, so dass an diesem Tag eine spezielle Gedenkstunde in Bad Laasphe stattfinden soll.

Darüber hinaus erinnerte die Vereins-Vorsitzende Gisela Weissinger an eine Reise des Freundeskreises im vergangenen Jahr in die Ukraine (die Siegener Zeitung berichtete damals ausführlich). Mit diversen Bildern wurde die Reise lebendig vor den Augen der rund 15 Jahreshauptversammlungs-Besucher. Dabei wurde auch gleich Werbung gemacht für die nächsten Fahrten. In 2011, wenn der Verein sein 20-jähriges Bestehen feiern wird, soll es nach Vitebsk und Vilnius gehen. Deutlich konkreter sind die Planungen für eine Tagesfahrt am Samstag, 12. Juni 2010, nach Sayn und Bendorf. Hierfür laufen die Fäden bei Rainer Becker, erreichbar unter Tel. (0 27 52) 93 14, zusammen. Bei diesem Ausflug gibt es eine Führung durch die Jacoby’schen Anstalten, eine frühere israelitische Heil- und Pflegeanstalt für Nerven- und Gemütskranke. Dem schließen sich eine Führung durch Schloss Sayn und eine Besichtigung des bekannten Schmetterling-Gartensdort an. Rainer Becker ging davon aus, dass dieser Ausflug eigentlich für jeden Wittgensteiner interessant sein müsse, schließlich hat es mit eben diesem Sayn zu tun, dass die heimischen Herrscher einstmals den Namen „Sayn-Wittgenstein“ annahmen.

Joachim Menn von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, zu der auch die Laaspher gehören, machte ebenfalls Werbung. In diesem Jahr richte sich der Austausch zwischen Siegen-Wittgenstein und dem isrealischen Partnerkreis Emek Hefer an Lehrer. Er ermutigte auch Wittgensteiner Lehrer, sich bei der Gesellschaft als Gastgeber zu melden, wenn Interesse an dem Austausch bestehe. Die Geschäftsstelle ist unter Tel. (02 71) 2 01 00 erreichbar.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.