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Bad Laasphe will Verspargelung verhindern
Die Windkraft konzentriert sich im Banfetal

Wenn es nach den politisch Verantwortlichen in der Stadt Bad Laasphe geht, werden weitere Windkraftanlagen ausschließlich im Banfetal und im Bereich der Kernstadt errichtet. Dass die Kommune ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten muss, steht außer Frage.
  • Wenn es nach den politisch Verantwortlichen in der Stadt Bad Laasphe geht, werden weitere Windkraftanlagen ausschließlich im Banfetal und im Bereich der Kernstadt errichtet. Dass die Kommune ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten muss, steht außer Frage.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö Bad Laasphe. Es bleibt dabei: Die Stadt Bad Laasphe will die Steuerung der Windenergie im Stadtgebiet in den eigenen Händen behalten. Und: Die Kommune konzentriert das Geschehen auf das Banfetal und die Kernstadt. Der Stadtrat bestätigte in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag die Entscheidung des Bauausschusses aus der Vorwoche, der sich in der Aufstellung des Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ auf drei Konzentrationsflächen festgelegt hatte. „600 Hektar, aufgeteilt in drei Zonen“, so fasste es der Vorsitzende des Bauausschusses, Günter Wagner (CDU), treffend zusammen. Bürgermeister Dirk Terlinden erinnerte allerdings daran, dass es sich hier zunächst um den Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss handele.

Bad Laasphe. Es bleibt dabei: Die Stadt Bad Laasphe will die Steuerung der Windenergie im Stadtgebiet in den eigenen Händen behalten. Und: Die Kommune konzentriert das Geschehen auf das Banfetal und die Kernstadt. Der Stadtrat bestätigte in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag die Entscheidung des Bauausschusses aus der Vorwoche, der sich in der Aufstellung des Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ auf drei Konzentrationsflächen festgelegt hatte. „600 Hektar, aufgeteilt in drei Zonen“, so fasste es der Vorsitzende des Bauausschusses, Günter Wagner (CDU), treffend zusammen. Bürgermeister Dirk Terlinden erinnerte allerdings daran, dass es sich hier zunächst um den Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss handele. Unter dem Strich gehe es darum, dass die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen müsse – nämlich der Windkraft substanziell genügend Raum zu lassen.

Konzentrationsflächen für Windenergie bei Bernshausen, Banfe oder Laaspherhütte

Mit Blick auf die Planungen der Stadt Bad Laasphe: Die Bevölkerung habe noch ausreichend Gelegenheit, sich zu den Planungen zu äußern und eigene Stellungnahmen einzubringen. Dass es dazu kommen wird, deutete sich am Donnerstag bereits in der Fragestunde für Einwohner an. Konkret erkundigte sich Alexander Rothenpieler danach, warum Bürgermeister Dirk Terlinden nicht an der Ortsbesichtigung mit den Fraktionen des Rates in Fischelbach-Sohl teilgenommen habe. Der Rathaus-Chef gab eine eindeutige Antwort: „Weil dann möglicherweise Erwartungen an die Verwaltungsspitze geweckt worden wären, die ich nicht erfüllen kann.“

920 Meter Abstand als Kriterium

Stand jetzt liegen die vorgesehenen Konzentrationsflächen für Windenergie südlich der Ortslagen Bernshausen, Banfe, Laaspherhütte und Bad Laasphe sowie nördlich von Hesselbach und westlich von Fischelbach: „Sie sollen im Sinne einer räumlichen Steuerung die gewünschte Ausschlusswirkung an allen anderen Standorten im Stadtgebiet entfalten.“ Zudem sei eine weitere forstwirtschaftliche Nutzung innerhalb der Flächen möglich.

"Niemand will die Windräder vor der eigenen Haustür haben"

FDP-Fraktionssprecher Klaus Preis ließ keinen Zweifel daran, dass die Windkraft notwendig sei, wenn alle Klimaziele erreicht werden sollten: „Klar ist aber auch, dass niemand die Windräder vor der eigenen Haustür haben möchte.“ Die FDP werde nicht einheitlich abstimmen, weil es auch innerhalb der Fraktion unterschiedliche Betroffenheiten gebe. „Aus meiner Überzeugung kommen wir an dem Beschluss für den Teilflächennutzungsplan nicht vorbei, wenn wir Windkraftanlagen im gesamten Stadtgebiet und damit eine Verspargelung verhindern möchten.“

Sein Fraktionskollege Werner Oder dagegen hatte „große Probleme“ mit der Tatsache, dass sich das Geschehen im Banfetal konzentriere – mit der Begründung, dass ja exakt dort bereits der erste Windpark erreichtet worden sei. Ein Nachteil, der nicht mehr zu beheben sei. Dass das Thema Landschaftsschutz hier völlig hinten angestellt werde, sei aus seiner Sicht nicht hinnehmbar, monierte der Banfer.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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