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Bürgermeisterkandidat in Bad Laasphe
Dirk Terlinden malt die erste Jamaika-Farbe

Bad Laasphes CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thorsten Weber (l.) und Fraktionsvorsitzender Günter Wagner (r.) präsentieren am Donnerstagabend ihren Bürgermeisterkandidaten Dirk Terlinden. Foto: Holger Weber
  • Bad Laasphes CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thorsten Weber (l.) und Fraktionsvorsitzender Günter Wagner (r.) präsentieren am Donnerstagabend ihren Bürgermeisterkandidaten Dirk Terlinden. Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Zugegeben: Die Masse war nicht los auf der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Bad Laasphe. Da hätte sich die Spitze der Christdemokraten sicher mehr Resonanz gewünscht. Schließlich ging es am Donnerstagabend um die Marschrichtung für die Zukunft. Denn: Dirk Terlinden stellte sich als Bürgermeisterkandidat vor und machte den Anfang bei der CDU. Der 51-Jährige mit Feudinger Wurzeln ist aktuell noch Büroleiter des Oberbürgermeisters in Leverkusen. Nun will er gerne aus dem Rheinland zurückkehren und in das mütterliche Elternhaus ziehen – dort in Feudingen, wo er zur Grundschule gegangen ist. Voraussetzung allerdings: Die Wahl am 13. September bringt ihn als neuer Bad Laaspher Bürgermeister hervor.

Am Donnerstag machte die CDU einen Anfang.

howe Bad Laasphe. Zugegeben: Die Masse war nicht los auf der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Bad Laasphe. Da hätte sich die Spitze der Christdemokraten sicher mehr Resonanz gewünscht. Schließlich ging es am Donnerstagabend um die Marschrichtung für die Zukunft. Denn: Dirk Terlinden stellte sich als Bürgermeisterkandidat vor und machte den Anfang bei der CDU. Der 51-Jährige mit Feudinger Wurzeln ist aktuell noch Büroleiter des Oberbürgermeisters in Leverkusen. Nun will er gerne aus dem Rheinland zurückkehren und in das mütterliche Elternhaus ziehen – dort in Feudingen, wo er zur Grundschule gegangen ist. Voraussetzung allerdings: Die Wahl am 13. September bringt ihn als neuer Bad Laaspher Bürgermeister hervor.

Am Donnerstag machte die CDU einen Anfang. Die 20 Stimmberechtigten votierten allesamt für den Diplom-Verwaltungsfachwirt, der seine duale Ausbildung zunächst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Wuppertal absolvierte und anschließend bei der Stadt Leverkusen im Personalbereich, zehn Jahre als persönlicher Referent des Beigeordneten und als Leiter des Fachbereichs Umwelt tätig war. Dirk Terlinden überraschte den CDU-Stadtverband am Abend mit Sachkenntnis und Ehrlichkeit. Als gemeinsamer Kandidat von CDU, FDP und Grüne nehme er die Verantwortung gerne an. Zunächst bekannte er sich zur Heimat. Seine Familie, die Eltern und Großeltern seien seit jeher heimatverbunden gewesen und mit der Region verwachsen. „Egal ob Residenzkino, Stünzel oder Weihnachtsmarkt, Wanderungen zur Bettelmannsbuche, zum Weidelbacher Weiher oder an die Quellen von Eder, Lahn und Sieg – alles steht für hohe Lebensqualität und bleibt Ausdruck des Heimatgefühls von Bad Laasphe und Umgebung“, betonte Dirk Terlinden. Auch deshalb könne er sich sehr gut vorstellen, seinen Lebensmittelpunkt hierher zu verlegen. Politisch wolle er das Bad Berleburger Modell aufgreifen und dieses zum Erfolgsmodell für Bad Laasphe werden lassen. Allerdings wolle er keine Kopie Eins zu Eins, sondern einen eigenen Bad Laaspher Weg. Einen Fahrplan habe er sich bereits überlegt, sofern er denn Bürgermeister werde, so der 51-Jährige.

Wichtig sei zunächst die Kommunikation zwischen Rathausspitze, Politik, Bürgerschaft und Unternehmen. Der Dialog mit den Ortsvorstehern stehe ebenso auf seiner Agenda, um den Interessen der Dörfer gerecht zu werden. Dirk Terlinden versicherte, dass er das Gespräch mit der Bad Laaspher Unternehmerschaft und dem Einzelhandel suchen wolle. Der kritischen Frage von Volker Gautsch nach den weitaus niedrigeren Steuerhebesätzen im benachbarten Hessen begegnete Dirk Terlinden mit Ehrlichkeit. „Ja, das ist so. Aber ein Unternehmen kann nicht einfach nur wegen der Gewerbesteuer den Standort verlegen.“ Da spielten viele Faktoren eine Rolle, die es im persönlichen Gespräch zu erörtern gelte.

Der Bürgermeisterkandidat nannte die schrittweise Senkung der Hebesätze als Ziel, die Stärkung der lokalen Wirtschaft. Regionale Kooperationen mit Regierungspräsidium, Landesregierung, Bund und Kreis seien wichtige Bausteine für eine Nachhaltigkeit. Sparen nur des Sparens Willen sei keine Zukunftsstrategie. „Ziel muss sein, die kommunale Handlungsfähigkeit wieder herzustellen und den dann gewonnenen Gestaltungsspielraum positiv für die Stadt zu nutzen.“ Bad Laaspher müssten wieder stolz auf ihre Heimat sein und weiterhin zurecht den Zusatz „Bad“ im Namen tragen. Die Marke „Bad Laasphe“ müsse wieder erkennbar werden. Dirk Terlinden machte keinen Hehl daraus: „Der von mir skizzierte Weg wird anstrengend, aber er ist notwendig und es wird sich lohnen, ihn zu gehen. Bad Laasphe wird davon profitieren.“

In der anschließenden Fragerunde überzeugte Dirk Terlinden mit klaren Aussagen – etwa zum Siegquelle-Ausbau, zur interkommunalen Zusammenarbeit oder zum „Ladensterben“ in der Bad Laaspher Altstadt, um nur einige Beispiele zu nennen. An der Diskussion beteiligt war auch die heimische CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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