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Rüppershausen kommuniziert via WhatsApp
Dorfplatz zunächst hinten angestellt

Nach der Ablehnung des Antrags für eine Aufwertung des
Spielplatzes im Ort zum Dorf- und Grillplatz, möchten die Rüppershäuser jetzt in Eigeninitiative die Spielgeräte neu streichen und mit den Kindern gemeinsam Ideen entwickeln.
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  • Nach der Ablehnung des Antrags für eine Aufwertung des
    Spielplatzes im Ort zum Dorf- und Grillplatz, möchten die Rüppershäuser jetzt in Eigeninitiative die Spielgeräte neu streichen und mit den Kindern gemeinsam Ideen entwickeln.

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lh Rüppershausen. Mit Mitte 20 ist sie zurück in die Heimat gezogen, seit Sommer 2017 hält sie für rund 280 Einwohner die Fäden in Rüppershausen in der Hand: „Ich bin irgendwie mittendrin, aber habe trotzdem eine gewisse Distanz zu alten Familiengeschichten im Ort“, betont Daniela Rupprecht. Sie versteht sich als „Mittelsfrau“: Die Dorfbewohner geben ihre Anliegen an sie weiter und berichten, was ihnen auffällt – von Mäharbeiten über Straßenschäden bis hin zu vollen Glascontainern.

„Ich finde es sehr praktisch, denn ich kann nicht überall gleichzeitig sein“, lobt die junge Ortsvorsteherin. Die Absprachen im Dorf laufen überwiegend in der WhatsApp-Gruppe „Rüppershausen Aktiv“, die bereits rund 40 Teilnehmer fasst.

lh Rüppershausen. Mit Mitte 20 ist sie zurück in die Heimat gezogen, seit Sommer 2017 hält sie für rund 280 Einwohner die Fäden in Rüppershausen in der Hand: „Ich bin irgendwie mittendrin, aber habe trotzdem eine gewisse Distanz zu alten Familiengeschichten im Ort“, betont Daniela Rupprecht. Sie versteht sich als „Mittelsfrau“: Die Dorfbewohner geben ihre Anliegen an sie weiter und berichten, was ihnen auffällt – von Mäharbeiten über Straßenschäden bis hin zu vollen Glascontainern.

„Ich finde es sehr praktisch, denn ich kann nicht überall gleichzeitig sein“, lobt die junge Ortsvorsteherin. Die Absprachen im Dorf laufen überwiegend in der WhatsApp-Gruppe „Rüppershausen Aktiv“, die bereits rund 40 Teilnehmer fasst. Häufig werden Meldungen auch gesammelt, um zu prüfen, was wirklich relevant für den Ort ist. Große Sprünge gelten in den Dörfern weiterhin als schwierig, weil die finanzielle Situation der Stadt nur wenig zulässt. Doch für Straßenschäden und bauliche Mängel stellte die Kommune vor wenigen Wochen einen neuen Mitarbeiter vor, der als Ansprechpartner für Planen, Bauen und Tiefbau zuständig ist. Eine Abfrage über bauliche Mängel kam bereits per E-Mail bei den Ortsvorstehern an. „Es motiviert mich sehr, wenn ich Sachen weitergebe und diese Früchte tragen“, freut sich Daniela Rupprecht.

Ansprechpartner für alle

Gerade jetzt brauchen auch die Vereine einen vernünftigen Ansprechpartner, der sich darum kümmert, dass die Kommune aktiver wird und vorhandene Fördertöpfe besser nutzt. Das betrifft in Rüppershausen primär die Gestaltung der Wanderwege oberhalb der „Alten Brache“ sowie die Erneuerung des Radweges nach Bad Laasphe. Grundsätzlich sei ja der Kontakt zur Stadt sehr gut und regelmäßig, einzig die Umsetzung könne etwas schneller erfolgen, findet Daniela Rupprecht im SZ-Gespräch. Viele Ortsvorsteher wünschen sich ebenfalls eine baldige Dienstbesprechung mit dem Bürgermeister, die wegen Corona schon mehrmals verschoben werden musste. „Dass bisher keinerlei Rückmeldung kam, finde ich sehr schade. Es wäre wünschenswert, in Kontakt zu treten, um wahrgenommen zu werden.“

IKEK-Antrag nicht genehmigt

Im Normalfall versammelt sich das Dorf mindestens zwei Mal im Jahr, um akute Themen zu besprechen. Für die letzten beiden Projektideen hatte sich Rüppershausen für die Förderung durch ein „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“ beworben. Das IKEK ist zentral durch die Stadt gesteuert und soll die Lebensqualität auf allen Ebenen in den Dörfern verbessern.

Die Festhalle „Alte Brache“ in Rüppershausen ist eine urige Kultstätte im Wald. „Sie hat einen großen Stellenwert und jeder Rüppershäuser ist stolz darauf“, sagt Daniela Rupprecht.
  • Die Festhalle „Alte Brache“ in Rüppershausen ist eine urige Kultstätte im Wald. „Sie hat einen großen Stellenwert und jeder Rüppershäuser ist stolz darauf“, sagt Daniela Rupprecht.
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Rüppershausen plante, auf dem Gelände des Spielplatzes zusätzlich einen Rast- und Dorfplatz mit kleiner Überdachung, Grill und Sitzmöglichkeiten zu errichten und damit den Spielplatz aufzuwerten. Leider ist dieser Antrag vorerst nicht genehmigt worden und das Projekt ist somit vertagt. Was die Zukunft ihres Bolzplatzes betrifft, überlegen die Rüppershäuser zurzeit, die Fußballtore zu entfernen und die Wiese wieder landwirtschaftlich zu nutzen. „Wir möchten nicht, dass in jedem Ort immer dasselbe angeboten wird“, sagt Daniela Rupprecht und verweist darauf, dass die Nachbarorte ja noch viele Bolzplätze haben.

Bei dem zweiten Projekt ging es dagegen um den Bau von barrierefreien Toiletten in der Festhalle „Alte Brache“. Der äußere Zugang zu den alten Toiletten verhinderte bisher eine Nutzung ohne Hindernisse. In Eigenregie haben zahlreiche Mitglieder des Männergesangvereins Oberndorf-Rüppershausen im Sommer 2020 nun eine barrierefreie Toilettenanlage in der Festhalle neben dem Eingang installiert.

"Es motiviert mich sehr, wenn ich Sachen weitergebe und diese Früchte tragen."
Daniela Rupprecht
Ortsvorsteherin in Rüppershausen

Ortsvorsteherin Daniela Rupprecht.

Auch die anderen Vereine im Ort nehmen langsam wieder Fahrt auf: „Die Kinderfeuerwehr darf endlich wieder starten, wir sind sehr froh darüber“, freut sich Daniela Rupprecht, die als Kinderfeuerwehrwartin ehrenamtlich mitarbeitet. Auch die Zusammenarbeit mit der Burschenschaft Steinbach-Rüppershausen läuft vorbildlich. Ein großes Problem ist nach wie vor, dass es im Ort keinen Jugendraum gibt, wo sich die Gruppe treffen kann. Bei gemeinsamen Einsätzen im Dorf kann man außerdem auch auf die Freunde alter Krafträder, den Kaninchenzuchtverein und den Männerchor zählen.

Und: Um Rüppershausen noch besser vorstellen zu können, will Gerhard Braun eine Internetseite für das Dorf ins Leben rufen und mit allen Neuigkeiten, Vereinen, Terminen und Bildern füllen.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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