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Residenz-Kino: Videochat mit „Teddy“ de Beer
Dortmund-Fans schauen "Am Borsigplatz geboren"

Insgesamt 35 Zuschauer verfolgten den Film „Am Borsigplatz geboren: Franz Jacobi und die Wiege des BVB“. Im Vorfeld stand BVB-Legende „Teddy“ de Beer für ein Interview zur Verfügung.
  • Insgesamt 35 Zuschauer verfolgten den Film „Am Borsigplatz geboren: Franz Jacobi und die Wiege des BVB“. Im Vorfeld stand BVB-Legende „Teddy“ de Beer für ein Interview zur Verfügung.
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lh Bad Laasphe. Der Dienstweg war kurz, die Idee beidseitig reizvoll. „Die Zusage war nur eine kurze WhatsApp-Nachricht entfernt“, erinnerte sich Kai Winterhoff, Betreiber des Bad Laaspher Residenz-Kinos. Der BVB-Fanclub „Dorfkinder 09“ war im Mai mit seinem besonderen Programmvorschlag ihn herangetreten. Für die beiden Vorsitzenden des Fanclubs, Sven Grebe und Kevin Schneider, war derweil von Anfang an klar: „Wir wollen dem Kino nicht nur finanziell über die Crowdfunding-Kampagne helfen, sondern wieder Leute ins Kino locken.“
35 Zuschauer im Kino Insgesamt 35 Zuschauer kamen am Sonntagabend in den großen Saal, um sich gemeinsam den Film „Am Borsigplatz geboren: Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ und damit die Gründungsgeschichte des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund anzuschauen.

lh Bad Laasphe. Der Dienstweg war kurz, die Idee beidseitig reizvoll. „Die Zusage war nur eine kurze WhatsApp-Nachricht entfernt“, erinnerte sich Kai Winterhoff, Betreiber des Bad Laaspher Residenz-Kinos. Der BVB-Fanclub „Dorfkinder 09“ war im Mai mit seinem besonderen Programmvorschlag ihn herangetreten. Für die beiden Vorsitzenden des Fanclubs, Sven Grebe und Kevin Schneider, war derweil von Anfang an klar: „Wir wollen dem Kino nicht nur finanziell über die Crowdfunding-Kampagne helfen, sondern wieder Leute ins Kino locken.“

35 Zuschauer im Kino

Insgesamt 35 Zuschauer kamen am Sonntagabend in den großen Saal, um sich gemeinsam den Film „Am Borsigplatz geboren: Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ und damit die Gründungsgeschichte des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund anzuschauen. Die Geschichte von Franz Jacobi und dem BVB beginnt im Jahr 1909, als sich der Gründervater mit 17 jungen Männern aus dem Dortmunder Arbeiterviertel gegen die Werte und Interventionen der Kirche auflehnten und aus Protest den Verein Borussia Dortmund ins Leben riefen.

Franz Jacobi kämpft für den Fußball

Fußball war in dieser Zeit ein rotes Tuch für die kath. Kirche, was für den sportlich engagierten Franz Jacobi ein Grund mehr war, die englische Sportart im Ruhrgebiet zu etablieren und dafür zu kämpfen. Die Dokumentation erzählt die Anfänge des Vereins und konzentriert sich auf die Höhen und Tiefen vor, während und nach der Gründung bis in die späten 1920er-Jahre hinein. Neben gespielten Szenen und moderne Animationen werden die Zuschauer an die Orte und Momente der damaligen Zeit zurückversetzt, begleitet von Kommentaren und Einschätzungen von Experten und Nachfahren der Gründungsmitglieder.

"Pflichtprogramm für jeden Dortmund-Fan"

Der Kartenvorverkauf war zunächst den Mitgliedern des Fanclubs sowie befreundeten Vereinen vorbehalten, vor zwei Wochen startete der allgemeine, öffentliche Vorverkauf über das Kino. „Das ist ein Pflichtprogramm für jeden Dortmund-Fan“, wie Kai Winterhoff die Sondervorstellung beschrieb. Und dieses Programm rundete ein Interview der Extraklasse vor Filmbeginn ab: „Teddy“ Wolfgang de Beer, ehemaliger Torhüter, Torwarttrainer und BVB-Legende, stand per Videochat auf der großen Kino-Leinwand für Fragen zur Verfügung und plauderte aus dem Fußballer-Nähkästchen.

Höhen und Tiefen bei "Teddy" de Beer

Während seiner Hochphase von 1986 bis 1990 durchlief der ehemalige Torwart viele Höhen in Erfolgsjahren, aber auch Tiefen in schwierigen Zeiten mit seinem Verein. 1986 holte de Beer mit seiner Mannschaft den vierten Platz im UEFA-Pokal und drei Jahre später gelang den Dortmundern der Sieg beim DFB-Pokalfinale. Als Dortmunder Urgestein machte „Teddy“ de Beer immer wieder darauf aufmerksam, auch als Fangemeinde niemals sauer oder enttäuscht von der Mannschaft nach einem Spiel zu sein, sondern auf das Große und Ganze zu schauen: Der Verein habe es geschafft, zehn Jahre lang ganz oben mitzuspielen, worauf man heute stolz sein könne. Für ihn bestehe ein Kader nicht aus den „18 besten Spielern, sondern aus den besten 18 als funktionierendes Team“.

Voneinander profitieren

Auch heute setzt der langjährige Torwarttrainer aus der Erfahrung heraus auf ein konstantes Spiel und hofft, dass jüngere und ältere Spieler voneinander profitieren können. Das wichtigste für ihn ist und bleibt jedoch die Verbundenheit zur Heimat: als bester Ausbildungsverein europaweit liegt dem BVB viel daran, die Jugend im eigenen Team zu behalten und zu fördern. Besonders in diesen Zeiten sei es das höchste Gut, als Verein zusammenzuhalten und langsam wieder einige wenige Fans im Stadion begrüßen zu dürfen.

Per Videochat mit BVB-Fans in Kontakt

Bis die Zuschauerränge wieder vollständig besetzt werden können, freut sich „Teddy“ de Beer sehr über die technischen Mittel wie Videochats, um mit den Fans in Kontakt bleiben zu können. Im Anschluss an den Film hatten die Zuschauer die Gelegenheit, bei einem Dortmund-Quiz durch den Fanclub neben nützlichem Fachwissen auch einige Preise zu gewinnen. Für die kommenden Wochen plant Kai Winterhoff ein alternatives Kinoprogramm, um die großen Ausfälle in diesem Jahr weiterhin zu überbrücken. Auch wenn etwa der neue „James Bond“ auf nächstes Jahr verschoben wurde, dürfen sich die Zuschauer auf neue Veröffentlichungen freuen. Für die Weihnachtszeit plant Kai Winterhoff ebenfalls ein passendes Programm zusammenzustellen, nähere Informationen dazu werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Autor:

Lena Marie Heinrich aus Bad Laasphe

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