Drei Neue senken den Altersschnitt im Rathaus

Der Verwaltungsvorstand mit Torsten Spillmann, Rainer Schmalz und Dieter Kasper freute sich gestern über die drei neuen Auszubildenden im Laaspher Rathaus: Lisa Werthenbach, Alwin Rothenpieler und Bianca Keller. Foto: jg
  • Der Verwaltungsvorstand mit Torsten Spillmann, Rainer Schmalz und Dieter Kasper freute sich gestern über die drei neuen Auszubildenden im Laaspher Rathaus: Lisa Werthenbach, Alwin Rothenpieler und Bianca Keller. Foto: jg
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jg Bad Laasphe. Vor dreieinhalb Monten stellte Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann der Siegener Zeitung das langfristige Personalkonzept vor, das den Laasphern wieder die Ausbildung von jungen Menschen im Rathaus ermöglichen sollte: „Zwei Auszubildende im Sommer, sieben bis 2018“ lautete die Überschrift. Die Nachfrage gestern Morgen in der Laaspher Stadtverwaltung ergab, dass man nicht nur Wort gehalten hat, sondern das eigentliche Ziel sogar übererfüllt.

Es waren nämlich nicht nur zwei, sondern sogar drei Leute, die gestern ihren ersten Tag als Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten im Laaspher Rathaus verbrachten. Neben der 16-jährigen Lisa Werthenbach aus Ewersbach und der zwei Jahre älteren Bianca Keller aus Saßmannshausen ist der 35-jährige Rückershauser Alwin Rothenpieler der Dritte im Bunde. Er ist nicht nur relativ alt für einen Lehrling, sondern auch der Grund dafür, dass es nun ein Trio ist. Gesundheitliche Probleme machten für den früheren Mitarbeiter des Laasphers Bauhofs eine Umschulung nötig, diese werde von extern finanziert, erläuterte Torsten Spillmann, damit entstehe durch die dritte Ausbildungsstelle keine finanzielle Belastung der Stadt. Kleinere Anpassungen waren im Personalkonzept erforderlich: Der bereits für dieses Jahr angedachte IT-Angestellte soll nun erst im kommenden Jahr seine Ausbildung im Laaspher Rathaus antreten.

Die Drei, die gestern Morgen mit dem Verwaltungs-Chef erst einmal einen Rundgang durchs ganze Rathaus machten, werden dann auch in den nächsten drei Jahren noch einmal in jede Abteilung der Verwaltung hineinschnuppern. Außerdem gebe es für die neuen Mitarbeiter Spezialprojekte, um die sie sich kümmern würden. Beispielhaft nannte der Bürgermeister die Homepage der Stadt, denn Projektarbeit werde immer wichtiger. Deshalb wollte Alwin Rothenpieler auch gar nichts von dem Vorurteil des langweiligen Schreibtisch-Jobs wissen, er hob hingegen die Bandbreite der Aufgaben im Rathaus hervor.

Dezernent Rainer Schmalz unterstrich, wie wichtig es nach den langen Jahren ohne Auszubildende sei, dass jetzt wieder frisches Blut ins örtliche Rathaus komme. Die bis dato letzte Auszubildende wurde 2005 nicht übernommen. Weitere fünf Jahre vorher gab es die davor letzte Ausbildungsstelle. Das Nothaushaltsrecht habe zu dem Beförderungs-, Wiedereinstellungs- und Ausbildungsstopp geführt, das Durchschnittsalter der Rathaus-Mitarbeiter lag - vor den Neuen - bei immerhin 51 Jahren. Erst durch das - mit der Bezirksregierung abgestimmte - Personalkonzept konnten die Laaspher aus dieser schlechten Situation herauskommen. Er sei dankbar, so Rainer Schmalz, dass die Laaspher Verwaltung Anfang 2010 diese neue, andere Richtung eingeschlagen habe.

So gibt es nun drei neue Mitarbeiter, die den Altersschnitt im Rathaus deutlich senken, und außerdem ist der 36-jährige Bürgermeister jetzt nicht mehr der Zweitjüngste, sondern seit gestern nur noch der Fünftjüngste im Rathaus der Lahnstadt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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