SZ

Stadt legt Nutzungsplan vor
Drei Zonen für die Windkraft in Bad Laasphe - mit klarem Schwerpunkt

Die Stadt Bad Laasphe präsentiert dem Bauausschuss einen neuen sachlichen Teilflächennutzungsplan mit neuen Festlegungen zu den „weichen“ Kriterien.
  • Die Stadt Bad Laasphe präsentiert dem Bauausschuss einen neuen sachlichen Teilflächennutzungsplan mit neuen Festlegungen zu den „weichen“ Kriterien.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Jahrelang doktern Politik und Verwaltung in Bad Laasphe an einem Flächennutzungsplan für die Windenergie herum. Jetzt will man endlich den Stein der Weisen entdeckt haben. Denn in der kommenden Sitzung des Umwelt-, Bau- und Denkmalausschusses präsentiert die Verwaltung dem Gremium eine mehrseitige Vorlage, die eine Aufhebung des Ratsbeschlusses vom 24. Juli 2018 zum Inhalt hat. Damals hatte das zuständige Planungsbüro detailliert sogenannte harte und weiche Ausschlusskriterien erarbeitet und sozusagen über die Landkarte des Stadtgebiets gelegt.
Geld für Windkraftanlagen bitte ins Banfetal
Nun sollen diese Festlegungen gekippt werden, aus denen drei Vorrangzonen resultierten.

howe Bad Laasphe. Jahrelang doktern Politik und Verwaltung in Bad Laasphe an einem Flächennutzungsplan für die Windenergie herum. Jetzt will man endlich den Stein der Weisen entdeckt haben. Denn in der kommenden Sitzung des Umwelt-, Bau- und Denkmalausschusses präsentiert die Verwaltung dem Gremium eine mehrseitige Vorlage, die eine Aufhebung des Ratsbeschlusses vom 24. Juli 2018 zum Inhalt hat. Damals hatte das zuständige Planungsbüro detailliert sogenannte harte und weiche Ausschlusskriterien erarbeitet und sozusagen über die Landkarte des Stadtgebiets gelegt.

Geld für Windkraftanlagen bitte ins Banfetal

Nun sollen diese Festlegungen gekippt werden, aus denen drei Vorrangzonen resultierten. „Aufgrund von Änderungen der Rechtsprechung zu den Anforderungen an die städtebauliche Begründung von weichen Tabuzonen“, wie die Verwaltung erläutert. Der nun vorliegende Entwurf berücksichtigt alle Kriterien, die Gesetzesänderungen sollen „keinen wesentlichen Einfluss“ auf das gesamträumliche Planungskonzept, auf die Potentialflächen und die Konzentrationszonen haben. Mit dem neuen Entwurf ergeben sich weiterhin drei Zonen:

  • Nördlich Gonderbachtal mit einer Größe von 268 Hektar
  • Großer Ahlertsberg mit einer Größe von 267,4 Hektar
  • Görtzberg und Wolfskammer mit einer Größe von 54,7 Hektar.

Flächen um Feudingen dürften für Windkraft wegfallen

Die vorgesehenen Konzentrationszonen für Windenergienutzung liegen südlich der Ortslagen von Bernshausen, Banfe, Laaspherhütte und Bad Laasphe sowie nördlich der Ortslage Hesselbach und westlich der Ortslage Fischelbach und „sollen im Sinne einer räumlichen Steuerung die gewünschte Ausschlusswirkung an allen anderen Standorten im Stadtgebiet entfalten“, heißt es. Damit dürften die im Regionalplan dargestellten Flächen um Feudingen oder Richtung Niederlaasphe und Puderbach wegfallen. Das Banfetal bleibt einziger Konzentrationsschwerpunkt für Windkraftanlagen.

Eine „Farce“

Mehr noch: Der Beschluss hat zur Folge, dass weitere Anlagen auf besagten Flächen errichtet werden können. Das Planungskonzept gibt vor, dass ein Windpark mit mindestens drei Anlagen der Referenzhöhe von 200 Meter eine Größe von mindestens 17 bis 19 Hektar erreicht. Die Stadt legt nun eine Mindestgröße für Konzentrationszonen von 20 Hektar fest. Aus städtebaulichen und planerischen Grünen sollen bestimmte Gemeinbedarfs- und Siedlungsflächen von der Windkraft ferngehalten werden. Hierbei handelt es sich um besagte weiche Kriterien. Die Stadt legt einen Abstand zu Siedlungsflächen von 920 Meter fest, zu gemischten Bauflächen von 550 Meter. Vorsorglich sollen Abstände von 550 Meter zu Schulen, Kindergärten und Kirchen gelten, 310 Meter zu Sportanlagen, gewerblichen Bauflächen oder der Post und der Feuerwehr.

Keine Beteiligung der Öffentlichkeit mehr für Windkraft in Bad Laasphe

Die Luftverteidigungsanlage Ebschloh ist mit 5000 Meter Abstand tabu. Parkanlagen und Friedhöfe sollen vor Windrädern mit einem Abstand von 270 Meter geschützt werden. Auch Kulturgüter sind soweit tabu: mit 300 Meter zur Wallburg Hesselbach oder zur Alten Burg. Wobei es sich hier um die weichen Kriterien handelt. Will heißen: Während harte Ausschlusskriterien die Windkraft aus rechtlichen Gründen auch wirklich ausschließen, erfolgt bei den weichen eine Abwägung zwischen den Belangen der Windenergie und anderen „widerstreitenden Belangen“. Was die Bürger wissen sollten: Von einer erneuten frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit soll abgesehen werden, „da Unterrichtung und Erörterung bereits zuvor – in der Zeit vom 2. Mai bis 2. Juni 2017 – auf anderer Grundlage erfolgt sind.“
Für den Entwurf des sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ stehe die Durchführung der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange aus.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen