DRK Bad Laasphe: Anklage gegen Schatzmeister steht

Untreue: Langjähriger Mitarbeiter muss sich verantworten

Bad Laasphe. Diese Information wird man in der Lahnstadt mit großem Interesse zur Kenntnis nehmen: Die Anklage gegen den ehemaligen Schatzmeister des DRK-Ortsvereins Bad Laasphe steht. Der langjährige Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes muss sich vor dem Bad Berleburger Amtsgericht wegen Untreue und Vermögensgefährdung verantworten. Hans-Werner Münker von der Siegener Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage der Siegener Zeitung, »dass es sich um stattliche Beträge handelt, von denen die Rede ist«. Immerhin sei das Geld aber komplett in die DRK-Kasse zurück geflossen. Nach SZ-Informationen soll es sich um Beträge im satten fünfstelligen Bereich handeln.

Der Verhandlungstermin wird vom Bad Berleburger Amtsgericht angesetzt. Für das Rote Kreuz in der Lahnstadt würde damit ein Schlussstrich unter ein leidiges Dauerthema gezogen, das viel Unruhe und Unsicherheit in die Organisation gebracht hat. Rückblick: Im Februar 2000 wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den DRK-Schatzmeister öffentlich. Unter anderem im Blickfeld der Ermittler: Unregelmäßigkeiten in der Buchführung und eine möglicherweise veräußerte Münzsammlung. Mit Hilfe des DRK-Kreisverbandes versprach der Ortsverein eine umfassende Aufklärung der Geschehnisse, sicherte eine offensive Öffentlichkeitsarbeit zu. Insbesondere die ehrenamtlichen Helfer forderten Informationen ein, schließlich war das DRK ins Gerede kommen. Die Folge: Bei Straßensammlungen oder öffentlichen Aktionen mussten sich die DRK-Aktivisten immer wieder rechtfertigen und standen – das betonte die Vorsitzende Änni Schmidt unlängst bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes – oft auf verlorenem Posten. Daher kündigte auch die juristische Beraterin des DRK-Ortsvereins Bad Laasphe, Kirsten Klöer-Wahle, an, bei der Staatsanwaltschaft auf einen Abschluss der Ermittlungen zu drängen.

Die Bemühungen der Juristin scheinen Wirkung gezeigt zu haben, wie die fertige Anklageschrift zeigt. Das freut auch den DRK-Kreisvorstand. »Es war das erklärte Ziel des Kreisvorstandes, die Anklage endlich hinzubekommen«, betonte der zweite Vorsitzende Robert Gravemeier auf SZ-Anfrage. Unabhängig davon, wie der Prozess letztlich ausgehe, sei es wichtig, dass Ergebnisse vorlägen, so der Laaspher Bürgermeister. Es gehe darum, den guten Ruf des Roten Kreuzes in Bad Laasphe wieder herzustellen, »es stehen immer noch Dinge im Raum, die die Arbeit der Mitarbeiter erschweren«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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