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FDP-Mann Guido Müller zu Besuch
Edmund Dornhöfer vom Jagdhof Glashütte beklagt "digitales Chaos"

Jagdhof-Chef Edmund Dornhöfer (l.) nahm am Donnerstag beim Besuch von FDP-Bundestagskandidat Guido Müller (r.) kein Blatt vor den Mund: Das Relais & Châteaux Hotel sieht sich bei Handynetz- und Breitbandausbau vernachlässigt.
  • Jagdhof-Chef Edmund Dornhöfer (l.) nahm am Donnerstag beim Besuch von FDP-Bundestagskandidat Guido Müller (r.) kein Blatt vor den Mund: Das Relais & Châteaux Hotel sieht sich bei Handynetz- und Breitbandausbau vernachlässigt.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Glashütte. Kein Blatt nahm Edmund Dornhöfer, Inhaber des Jagdhofs Glashütte, am Donnerstag vor den Mund, als er den FDP-Bundestagskandidaten Guido Müller zum Austausch begrüßte. „Wir wollen eine Genussregion sein“, meinte der Hotelier, „wir haben eine tolle Lage für Gäste aus Frankfurt, Köln, Bochum, Dortmund – aber dann muss auch alles stimmen.“ Davon ist Glashütte jedoch in Sachen Digitalisierung aktuell weit entfernt: „Bei uns gibt es keinen Handyempfang und auf den Breitbandausbau warten wir auch schon lange“, betonte der Chef des Relais & Chateaux Hotels. In der Tat: Wer im Jagdhof eincheckt, könnte sein Smartphone direkt ausschalten, denn der Empfang ist gleich null.

bw Glashütte. Kein Blatt nahm Edmund Dornhöfer, Inhaber des Jagdhofs Glashütte, am Donnerstag vor den Mund, als er den FDP-Bundestagskandidaten Guido Müller zum Austausch begrüßte. „Wir wollen eine Genussregion sein“, meinte der Hotelier, „wir haben eine tolle Lage für Gäste aus Frankfurt, Köln, Bochum, Dortmund – aber dann muss auch alles stimmen.“ Davon ist Glashütte jedoch in Sachen Digitalisierung aktuell weit entfernt: „Bei uns gibt es keinen Handyempfang und auf den Breitbandausbau warten wir auch schon lange“, betonte der Chef des Relais & Chateaux Hotels. In der Tat: Wer im Jagdhof eincheckt, könnte sein Smartphone direkt ausschalten, denn der Empfang ist gleich null.

Zwei renommierte Auszeichnungen für Jagdhof Glashütte

Edmund Dornhöfer vom Jagdhof Glashütte beklagt "digitales Chaos"

„Es ist ein reines digitales Chaos“, stellte Edmund Dornhöfer daher fest. Heutzutage sei es Standard, dass Gäste erreichbar sein oder Fotos verschicken möchten. Deshalb trifft es den Hotelier, wenn die Gäste zwar für alle Bereiche seines Hauses Top-Noten verteilen, doch dann immer das „Aber“ mit dem fehlenden Handynetz folgt. Er würde liebend gerne auf all die Preise verzichten, sagte Dornhöfer, wenn er sie gegen funktionierenden Handyempfang und schnelleres Internet eintauschen könnte. In sein Hotel hat er bereits 20.000 Euro investiert, damit überall W-LAN zur Verfügung steht – doch was nutzt das, wenn der Anschluss aus der langsamen Kupferleitung besteht? „Es ist eine Katastrophe“, ärgerte sich Edmund Dornhöfer, „da haben die Gäste kein Verständnis mehr für. Ich bin nervlich am Ende.“ Bundestagskandidat Guido Müller sicherte ihm zu, das Problem beim nächsten Treffen mit Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, anzusprechen.

Corona-Pandemie trifft auch den Jagdhof Glashütte hart

Dass die Corona-Pandemie ganz besonders Gastronomen und Hoteliers getroffen hat, ist kein Geheimnis. Auch der Jagdhof Glashütte wird seine Zeit brauchen, bis es wieder wirtschaftlich gut läuft. Bisher darf das Haus nur 50 Prozent belegen. „Allerdings sind unsere Gäste dankbar, dass sie kommen dürfen“, verriet Edmund Dornhöfer. Ein Problem sei aber auch die Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften im Hotelgewerbe: „Finden Sie mal Personal – das wird jeden Tag schlimmer.“ Zumal es auch für Mitarbeiter wenig attraktiv ist, auf Handyempfang zu verzichten. So fiel auch die grundsätzliche Einschätzung Edmund Dornhöfers recht unmissverständlich aus: „Ich sehe für die Region schwarz.“ Guido Müller hatte vor dem Besuch im Jagdhof mit seinen Parteifreunden bereits eine Stippvisite bei der Firma Weber MT in Rückershausen absolviert. „Unternehmer in Bad Laasphe zu sein, das muss man sich leisten können“, hatte der FDP-Bundestagskandidat dort erfahren.

Hotel Jagdhof Glashütte mit 16 Gault & Millau-Punkten ausgezeichnet

Trumpf für den Standort seien jedoch die Mitarbeiter, die noch ihr handwerkliches Geschick mitbrächten. Insofern sei die Firma dank sehr guter Auslastung auch bereit, vor Ort weiter zu expandieren, so Müller. Mit Blick auf die Energiewende sprach sich der Freidemokrat für einen Bau von Pumpspeicherwerken aus. Windräder seien nur sinnvoll, wo es auch Wind gibt. Und: „Wenn wir den Klimawandel ernst nehmen, brauchen wir auch eine dritte Talsperre im Kreis.“

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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