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Mit drei Generationen zusammengearbeitet
Ein Leben lang Fotofachverkäuferin

Martin, Susanne und Peter Achatzi kennen Ulrike Roth (v. l.) schon seit Ewigkeiten. Die Banferin hat vor über 45 Jahren ihre Ausbildung bei Seniorchef Jakob Achatzi in Bad Laasphe begonnen.
  • Martin, Susanne und Peter Achatzi kennen Ulrike Roth (v. l.) schon seit Ewigkeiten. Die Banferin hat vor über 45 Jahren ihre Ausbildung bei Seniorchef Jakob Achatzi in Bad Laasphe begonnen.
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howe Bad Laasphe. Ulrike Roth ist aus dem Laden an der Lahnstraße beim Wilhelmsplatz nicht mehr wegzudenken. Die Banferin hat als 16-jähriges Mädchen ihre Lehre als Fotofachverkäuferin bei Jakob Achatzi – damals noch an der Königstraße – in Bad Laasphe begonnen. Heute steht sie immer noch hinter der Verkaufstheke. Das sind sage und schreibe 45 Jahre, die Ulrike Roth dem Familienbetrieb schon treu ist. „Sie gehört zum Inventar“, sagt Geschäftsführer Peter Achatzi. Ohne Ulrike – unmöglich. 1976 beendete sie ihre Schule. „Mein Vater sagte, er hätte schon eine Stelle für mich. In einer Metzgerei. Ich habe ’Nein’ gesagt. Das war nicht mein Ding.“
Ich bin gerne unter Leuten, mir macht der Kundenkontakt Spaß. Das ist etwas anderes als in einem riesigen Betrieb. Hier das ist wie eine Familie.

howe Bad Laasphe. Ulrike Roth ist aus dem Laden an der Lahnstraße beim Wilhelmsplatz nicht mehr wegzudenken. Die Banferin hat als 16-jähriges Mädchen ihre Lehre als Fotofachverkäuferin bei Jakob Achatzi – damals noch an der Königstraße – in Bad Laasphe begonnen. Heute steht sie immer noch hinter der Verkaufstheke. Das sind sage und schreibe 45 Jahre, die Ulrike Roth dem Familienbetrieb schon treu ist. „Sie gehört zum Inventar“, sagt Geschäftsführer Peter Achatzi. Ohne Ulrike – unmöglich. 1976 beendete sie ihre Schule. „Mein Vater sagte, er hätte schon eine Stelle für mich. In einer Metzgerei. Ich habe ’Nein’ gesagt. Das war nicht mein Ding.“

Ich bin gerne unter Leuten, mir macht der Kundenkontakt Spaß. Das ist etwas anderes als in einem riesigen Betrieb. Hier das ist wie eine Familie.
Ulrike Roth
Fotofachverkäuferin

Heute ist High-Tech angesagt

Gut, dann sollte sich Ulrike eben selbst um ihren Ausbildungsplatz kümmern. Tat sie auch. In der Zeitung entdeckte die junge Frau ein Inserat von Jakob Achatzi. Sofort meldete sie sich dort, Jakob Achatzi führte sie überall herum und zeigte ihr alles. „Wann kannst du anfangen?“, fragte der Seniorchef damals. „Sofort“, lautete die Antwort. Die Chemie stimmte von Beginn an zwischen dem Fotografenmeister-Ehepaar Jakob und Friedel Achatzi und dem Lehrmädchen Ulrike.

Heute blickt Ulrike Roth sehr zufrieden zurück auf ihre lange Arbeitszeit. „Ich bin gerne unter Leuten, mir macht der Kundenkontakt Spaß“, sagt sie. „Das ist etwas anderes als in einem riesigen Betrieb. Hier das ist wie eine Familie.“ In 45 Jahren hat die Banferin natürlich alle Entwicklungen miterlebt – vom einfachen Filme einlegen in den Fotoapparat bis hin zur Digitalkamera. „Jakob Achatzi arbeitete im Labor und entwickelte die Filme selbst“, so Ulrike Roth. Damals musste sie an der Registrierkasse den langen Hebel ziehen. „Bis 99 Mark 99 ging die Kasse, irgendwann wurde dann auf Computer umgestellt.“ Heute ist High-Tech angesagt.

Beschäftigt in einem Familienbetrieb

„Das sind zwei völlig verschiedene Welten.“ Seit ihrer Zeit bei Familie Achatzi pflegt die 61-Jährige unzählige Kundenkontakte. „Viele Kunden kenne ich von Anfang an.“ Vielleicht könnte man sagen: Ulrike kennt hier jeden, ob aus der Stadt oder den umliegenden Ortschaften. Auf Jakob Achatzi folgte dessen Sohn Martin. Mit ihm kam das Internet ins Haus. Seit 2018 ist Jakobs Enkel Peter der Chef.

Das sind zwei völlig verschiedene Welten.
Ulrike Roth
Jubilarin bei Achatzi

Drei Generationen sind das, die den Familienbetrieb geprägt haben und immer noch prägen. Und wenn man die Uhr einfach mal 45 Jahre zurückdrehen könnte? „Dann würde ich hier auf jeden Fall nochmal anfangen“, ist sich Ulrike Roth sicher. „Die Fotografie, der Verkauf, das ist für mich interessant und abwechslungsreich. Und ich bin in einem Familienbetrieb beschäftigt.“

Wie alle Arbeitnehmer freut sich auch Ulrike Roth auf ihren Ruhestand. Mit 63 wäre das der Fall. Weit entfernt ist die Banferin davon nicht mehr. Und doch juckt es ein wenig in den Fingern, die Jubiläumszahl 50 rund zu machen. „Mal sehen“, sagt Ulrike Roth lachend.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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