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Stromausfall hat nachhaltige Auswirkungen (Update)
Ein Marder legte Laasphe lahm

In der Hude in Berghausen tanzte ein Marder auf einem 110 000-Volt-Trafo herum. Das führte am Mittwochabend zu einem kurzen Stromausfall in Bad Laasphe. Und der wiederum bewirkte einen Defekt in der Steuerung des Freibads.
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  • In der Hude in Berghausen tanzte ein Marder auf einem 110 000-Volt-Trafo herum. Das führte am Mittwochabend zu einem kurzen Stromausfall in Bad Laasphe. Und der wiederum bewirkte einen Defekt in der Steuerung des Freibads.
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howe Bad Laasphe/Berghausen. Ärger machte sich am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr im Raum Bad Laasphe breit. Für 15 Minuten war der Strom ausgefallen – aber komplett. „Habt ihr Strom?“, lautete denn auch die meistgestellte Frage in den WhatsApp-Chats. Wobei auch hier teilweise die Internetverbindung für eine Weile lahmgelegt war. Selbst bei den Windkraftanlagen der Wittgenstein New Energy von Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg drehte sich zwischen Hesselbach und Banfe kein Rad mehr.

Am Donnerstagmorgen stieß die SZ-Redaktion durch Zufall auf die Nachricht am Eingangstor des Bad Laaspher Freibads. Da hing nämlich ein Hinweis, dass wegen des Stromausfalls am Mittwoch technische Störungen aufgetreten seien.

howe Bad Laasphe/Berghausen. Ärger machte sich am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr im Raum Bad Laasphe breit. Für 15 Minuten war der Strom ausgefallen – aber komplett. „Habt ihr Strom?“, lautete denn auch die meistgestellte Frage in den WhatsApp-Chats. Wobei auch hier teilweise die Internetverbindung für eine Weile lahmgelegt war. Selbst bei den Windkraftanlagen der Wittgenstein New Energy von Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg drehte sich zwischen Hesselbach und Banfe kein Rad mehr.

Am Donnerstagmorgen stieß die SZ-Redaktion durch Zufall auf die Nachricht am Eingangstor des Bad Laaspher Freibads. Da hing nämlich ein Hinweis, dass wegen des Stromausfalls am Mittwoch technische Störungen aufgetreten seien. Inzwischen ist klar, wann das Bad wieder öffnet: an diesem Freitag, 23. August, ab 17 Uhr. "Schwimmbegeisterte können somit das vorhergesagte, gute Wetter für einen Badeaufenthalt in der Lahnstadt nutzen. Vorerst steht den Besuchern allerdings nur das große (Nicht-)Schwimmerbecken zur Verfügung. Das Planschbecken bleibt zunächst leer und auch die Wasserattraktionen werden vorübergehend nicht wieder in Betrieb genommen. Das Team des Wabach-Bades bittet um Verständnis", erklärte die Stadt Bad Laasphe am Freitag in einer Pressemitteilung.

Für die Ursache des Stromausfalls entschuldigte sich Westnetz-Pressesprecher Christoph Brombach gegenüber der Siegener Zeitung. „Ein Marder auf dem Trafo der Umspannanlage in Berghausen hat den Stromausfall ausgelöst“, wusste Christoph Brombach. Gegen 20.45 Uhr sei das Tier offenbar über zwei von drei Stromschienen gesprungen. Das habe an dem 110 000-Volt-Trafo einen Kurzschluss ausgelöst. Per Computer habe man dann die Anlage gegen 20.05 Uhr auf einen anderen Trafo umgeschaltet.

Der Strom für Bad Laasphe wird übrigens von der Hude in Berghausen aus auf 30 000 Volt transformiert und dann in Bad Laasphe nochmal auf 10 000 Volt heruntergeschraubt. Prinz Wittgenstein nahm den kurzfristigen Ausfall der Windkraftanlagen mit Humor. „Ich habe mir sagen lassen, man hätte das Tier nicht mehr identifizieren können.“

Aber Spaß beiseite: Sofort habe die technische Betriebsführung reagiert, auch Westnetz habe versprochen, – wie vereinbart – für solche Notfälle immer bereit zu stehen. „Das hat sofort geklappt.“ Die Anlagen seien dann nach kurzer Zeit wieder angelaufen, allerdings nur mit halbierter Leistung. „Hätten wir weiter voll produziert, hätte das Probleme mit dem Laaspher Trafo gegeben.“ Also habe man mit Westnetz besprochen, mit geringerer Leistung weiterzumachen. Nach einer Stunde sei alles wieder normalisiert gewesen. „Für mich war das wie ein Test“, formulierte Prinz Wittgenstein. „Es hat funktioniert, wie es mit allen Beteiligten im Vorfeld abgesprochen war. Christoph Brombach lieferte im SZ-Gespräch noch eine weitere Information: Mit dem Stromausfall gehe natürlich auch der Ausfall zahlreicher Router einher. Deshalb seien auch WLAN bzw. Internet vielfach nicht mehr verfügbar gewesen.

In der Hude in Berghausen tanzte ein Marder auf einem 110 000-Volt-Trafo herum. Das führte am Mittwochabend zu einem kurzen Stromausfall in Bad Laasphe. Und der wiederum bewirkte einen Defekt in der Steuerung des Freibads.
Das Bad Laaspher Wabach-Bad hat bis auf Weiteres geschlossen. Die Steuerung hat bei dem Stromausfall einen mitbekommen.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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