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Bahnhof Feudingen
Eine Busbucht für 260.000 Euro

Die Busbucht in Feudingen beim Bahnhof ist beschlossene Sache. Frühestens Ende Oktober dieses Jahres soll mit dem Bau der umstrittenen „Haltestelle“ auf dem städtischen Grün-Grundstück begonnen werden.
  • Die Busbucht in Feudingen beim Bahnhof ist beschlossene Sache. Frühestens Ende Oktober dieses Jahres soll mit dem Bau der umstrittenen „Haltestelle“ auf dem städtischen Grün-Grundstück begonnen werden.
  • Foto: Stadt
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

howe Feudingen. Sie war lange Zeit heiß umstrittenes Thema – die geplante Busbucht auf dem städtischen Gelände beim Feudinger Bahnhof. Auf dem park-ähnlichen Grundstück sollte eine Art Halb-Ellipse entstehen, in der die Busse ein- und ausfahren, um hier vornehmlich die Schulkinder möglichst sicher zu befördern. Zum Hintergrund: Seit Jahrzehnten steigen die Schüler direkt an der Sieg-Lahn-Straße bei der Volksbank und gegenüber bei Knoches sowie am Hainberg aus – ein gefährliches Unterfangen. Es sei zum Glück noch nichts passiert, hieß es, dennoch müsse hier Abhilfe geschaffen werden. Die Bucht jedoch stellte sich innerhalb der Politik – zuvorderst bei FDP und Grünen – als genauso wenig geeignet heraus.

howe Feudingen. Sie war lange Zeit heiß umstrittenes Thema – die geplante Busbucht auf dem städtischen Gelände beim Feudinger Bahnhof. Auf dem park-ähnlichen Grundstück sollte eine Art Halb-Ellipse entstehen, in der die Busse ein- und ausfahren, um hier vornehmlich die Schulkinder möglichst sicher zu befördern. Zum Hintergrund: Seit Jahrzehnten steigen die Schüler direkt an der Sieg-Lahn-Straße bei der Volksbank und gegenüber bei Knoches sowie am Hainberg aus – ein gefährliches Unterfangen. Es sei zum Glück noch nichts passiert, hieß es, dennoch müsse hier Abhilfe geschaffen werden. Die Bucht jedoch stellte sich innerhalb der Politik – zuvorderst bei FDP und Grünen – als genauso wenig geeignet heraus.
Busunternehmer Eberhard Wied warnte eindringlich vor dieser für Busse völlig unpraktischen Lösung. Stimmen wurden laut, die Kinder hätten bis in die Dorfmitte einen mindestens genauso gefährlichen Weg. Eine Lösung bahnte sich mit dem Angebot von Zweckverbands-Geschäftsführer Günter Padt an. Der schlug vor, ähnlich wie etwa in Gernsdorf, sogenannte Bus-Kaps einzurichten.

Sondersitzung für Busbucht im Oktober?

Dann bleibe der Bus eben einen Moment auf der Straße stehen und könne die Schüler leicht befördern. Die Autos dahinter müssten eben warten. Dafür stünden Fördermittel zur Verfügung und das städtische Grün-Grundstück werde nicht zerstört. Auch ein Anwohner unterbreitete das Angebot, seine Hofeinfahrt an der Hauptstraße zu verlegen, um die Kaps locker umsetzen zu können. Die Politik jedoch entschied sich mehrheitlich für die Busbucht, die eigentlich im Sommer gebaut werden sollte. Und was ist draus geworden?
„Die Stadtverwaltung Bad Laasphe musste erst die Haushaltsgenehmigung abwarten, bevor die Maßnahme ausgeschrieben werden konnte“, teilt Stadt-Pressesprecherin Ann Kathrin Müsse auf Anfrage der SZ mit. Aufgrund der Höhe der Auftragssumme müsse die Maßnahme über das Vergabeportal des Kreises Siegen-Wittgenstein ausgeschrieben werden. Dies sei auch inzwischen geschehen. Die weitere Vorgehensweise: Nach Rücksprache mit dem Kreis soll nun die Submission am 29. September 2021 stattfinden, ein früherer Termin war nach Auskunft des Kreises nicht möglich. Nach erfolgter Submittierung, muss das Ganze nochmals geprüft werden. Möglicherweise schließen sich auch noch Bietergespräche an. Anschließend muss der Auftrag durch einen Beschluss des Umwelt-, Bau- und Denkmalausschusses vergeben werden.

Kostensteigerung am Bau führen zu teurerer Busbucht

„Aufgrund der Bedeutung der Maßnahme ist derzeit angedacht, hierfür eine Sondersitzung des Ausschusses im Oktober anzuberaumen. Somit rechnet die Stadtverwaltung nach derzeitigem Stand mit einem Baubeginn frühestens Ende Oktober diesen Jahres“, heißt es aus dem Rathaus. Dass die Bucht definitiv so gebaut werden soll wie geplant, bekräftigt Ann Kathrin Müsse auch nochmal: Nachdem mehrere Alternativen diskutiert worden seien, solle der ursprüngliche Plan umgesetzt werden. Das bedeutet: Die ins Auge gefasste Grünfläche an der Sieg-Lahn-Straße schräg gegenüber vom Landhotel Doerr soll verkehrstechnisch erschlossen werden. Vorgesehen ist die Installation zweier zentraler Bushaltestellen mit einer Wendemöglichkeit für Busse an dieser Stelle.
Der Plan sieht eine 6,5 Meter breite Fahrbahn mit zwei Buskapsteinen bzw. zwei 1,5 Meter breiten, gepflasterten Gehwegen vor. „Die der Ausschreibung zugrundeliegende, aktuelle Kostenberechnung beläuft sich auf rund 260.000 Euro. Die höhere Summe ist ein Resultat der allgemeinen Kostensteigerung im Bausektor. Die Fördermittel fließen wie geplant: 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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