Eine Eins in Jägerlatein

Zwei Laaspher Schüler nahmen als Jüngste an Jagdkurs teil

awe Puderbach. Den Jagdschein hat er schon mal in der Tasche, diese Prüfungen erledigte Kevin Dietrich lieber noch vor seinem Abitur. Gerade alt genug waren er und sein Mitschüler Elias von Kanitz, um in diesem Jahr als Jäger freigesprochen zu werden. Diese Wittgensteiner Zeremonie fand vor einigen Wochen statt und der 16-Jährige legte zusammen mit teils erheblich älteren Jagdkurs-Absolventen feierlich den Eid auf die Jägerehre ab.

Im vergangenen Herbst begann für Kevin Dietrich, Elias von Kanitz und die übrigen Jagdschein-Anwärter der Jagdkurs, den der Raumländer Wilhelm Pickhan organisierte. Im Frühjahr fanden die Prüfungen statt. Jagdrecht, Wildbiologie, Waldbau, Tierkrankheiten, Hunde-Kunde: Das zählt Kevin Dietrich auf als einige Prüfungsbereiche. »Eben alles rund um Wald und Wild«, erklärt er. Was kein geringes Pensum bildet, für die Schülerfreizeit. Schießen lernen gehört natürlich auch zum Jäger werden dazu. Etwas mulmig werde einem schon zumute, wenn man erstmals eine Waffe in den Händen halte, erinnert sich der junge Jäger. Allerdings gilt sein Interesse in erster Linie eher dem Waldleben, als der Jagd.

Das sei schon immer so gewesen: Er und sein Vater kennen sich aus in den Wittgensteiner Wäldern. Und als sich ihm in der siebten Klasse die Chance bot, an der Jagd-AG teilzunehmen, die an seiner Schule, dem Gymnasium Schloss Wittgenstein, angeboten wird, stand für ihn fest: Das will ich machen.

Die Aussicht, teils fünfmal wöchtenlich an den theoretischen und praktischen Vorbereitungs-Stunden für den Jagdschein teilzunehmen, schreckte ihn und seinen Mitschüler Elias dann keineswegs ab. Im Gegenteil: Kevin Dietrich könnte sich gut vorstellen, später einen Beruf zu erlernen, der ihn täglich mit Wild und Wald in Berührung bringt. Dafür bietet der Jagdschein für den Jugendlichen eben eine gute Annäherung.

Für diesen Schein zielte er auf Tontauben und Bockscheiben. Wann und wo überhaupt auf welche Tiere geschossen werden darf, weiß Kevin Dietrich auch genau, er selbst ist noch zu jung, um allein auf die Jagd zu gehen. Bisher verfolgt er die Tiere im Wald gern mit dem Fernglas und vom Hochsitz aus, findet ihre Spuren, beobachtet sie und ihren Lebensraum. Jägerlatein bereitet ihm keinen Kummer – im Gegenteil: In einer Abschlussrunde des Jägerkurses erwies sich, dass der Puderbacher Schüler als bester abgeschlossen hatte. Für kommende Prüfungen gilt dann: Waidmannsheil!

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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