Einstimmige Voten

Während es bei der Ortsbesichtigung zeitweise hitzig war, ging es im Laaspher Rathaus ganz gesittet zu. Die Dachneigung am Galgenberg soll freigegeben werden. Foto: jg
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jg Bad Laasphe. Auch wenn die Ortsbesichtigung des örtlichen Bauausschusses am Laaspher Galgenberg keine zehn Minuten dauerte, so wurde doch schon in dieser kurzen Zeit klar, dass hier oben die Stimmung zwischen Anwohnern und Nachbarn in spe nicht die beste ist. Hier gibt es genaue Vorschriften, wie ein Dach auszusehen hat, doch daran hat sich über die Jahre hinweg wohl niemand gehalten. Als jetzt zwei künftige Anwohner, den Bebauungsplan geändert haben wollten, damit sie ihr Haus rechtmäßig so bauen können, wie sie wollen, da brach ein Sturm der Entrüstung los. Mehrfach hatte sich der Ausschuss mit der Thematik befasst, gestern sollte er sein Votum abgegeben, damit der Rat in der kommenden Woche seine Entscheidung fällen kann, ob die Dachneigung nicht mehr zwischen 30 und 38 Grad betragen muss, sondern künftig nur noch mindestens 30 Grad betragen soll.

Waren vor Ort die Emotionen hochgeschlagen, so kamen ins Rathaus nur noch die beiden bauwilligen Ehepaare. Eine von ihnen veranlasste Aufschüttung auf ihrem Gelände, die zwischenzeitlich auch für Irritationen sorgte, war gestern nicht mehr von Belang, diese wahr mittlerweile vom Kreis als Genehmigungsbehörde gebilligt worden. Klaus Preis (FDP) erinnerte daran, dass er hier schon manch bestehende Abweichung vom eigentliche Erlaubten gesehen habe, Claudia Hengst (CDU) mahnte, man möge nicht zu sehr in der Sache rühren, nachdem im Sauerland bei vergleichbaren Fällen der Abriss bereits bestehender Häuser drohe. Beide plädierten für die Annahme der Druckdache. D as machte auch der Ausschuss-Vorsitzende Jürgen Borchert. Die zwei Baukräne, die hier demnächste stehen sollten, seien ihm Grund genug. So so wurde die Dachneigungs-Freigabe bei einer grünen Enthaltung einstimmig dem Rat empfohlen.

Auch dei andere Sache hätte brisant werden können, ging es doch ums Reizthema „Windräder“ . Nachdem die SPD für eine Besichtigung der Hilchenbacher Windräder schon einmal die Vertagung der Drucksache beantragte, tat der Genosse Maik Horath gestern erneut das Gleiche. Diesmal wollte er den potentiellen Investor - Louis Ferdinand zu Sayn-Wittgenstein - in den Ausschuss eingeladen haben, damit er mehr über das Projekte erzählen könne, schließlich könne die Stadt möglicherweise bei den Windrädern mitverdienen. Jürgen Borchert befürchtete, dass schon ein Einladen zuviel Hoffnungen beim Investor wecken könne. Er wollte indes geklärt haben, ob die Standorte bei Hesselbach und Bernshausen überhaupt von den generellen Voraussetzungen her taugten. Werner Dieckhoff als zuständiger Mann im Laaspher Rathaus sagte, schon dafür brauche man einen Gutachter, hier gehe es einfach um die Entscheidung, ob man eine Vorrangfläche ausweisen wolle oder nicht. Ängste, dass ohne Vorrangflächen überall Windräder aufgestellt werden könnten, teilte er nicht: Für Einzelräder sei die Sache ja offenkundig nicht so lukrativ. Auch Hesselbachs Ortsvorsteher Jürgen Tang (CDU) stellte sich eine größere Verantaltung vor. Nicht nur mit dem Investor, sondern auch mit den betroffenen Bürgern. Die entsprechedne Bauausschuss-Sitzung könne problemlos in Banfe stattfinden, sagte Jürgen Borchert. So wurde die Drucksache gestern erneut vertagt, Genauso einstimmig wurde das Straßeninstandsetzungsprogramm 2010 gebilligt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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