Einstimmiges Votum für die Laaspher Tourismus-GmbH

Wirtschaftsförderungs-Ausschuss befand über Pläne

Bad Laasphe. Die Lahnstadt ist ihrer Tourismus-GmbH ein großes Stück nähergekommen. Schon lange sind sich eigentlich alle Kräfte vor Ort einig, dass sich Bad Laasphe zukünftig besser und professioneller vermarkten muss. Vor vier Monaten rief deshalb der Rat der Stadt sowohl den Kur- und Verkehrsverein als auch das Stadtmarketing auf, der Verwaltung mitzuteilen, wie sich die beiden – bis dato eher rivalisierenden Gruppierungen – eine Bündelung ihrer Kräfte vorstellen könnten (die Siegener Zeitung berichtete).

Die von den beiden Institutionen eingereichten Gedanken flossen in eine Beschlussvorlage ein, über die in der vergangenen Sitzung des im Wirtschaftsförderungs-Ausschusses gesprochen wurde. Wobei es in dem Dokument deutlich hieß: Die Verwaltung sei zu dem Ergebnis gekommen, die GmbH-Gründung solle »auf der Grundlage des vom Verein Stadtmarketing erarbeiteten Konzeptes« erfolgen.

Nach einer gesitteten und kurzen Diskussion empfahl das Gremium dem Rat bei einer Enthaltung einstimmig die Gründung einer Tourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad Laasphe GmbH. Diese soll ab 2002 ihre Arbeit aufnehmen. Vom Stammkapital in Höhe von 45000 Euro übernimmt die Stadt im Gründungsakt eine Stammeinlage von 25000 Euro, ihre Mindesteinlage liegt bei 23000 Euro.

Das besprochene Konzept geht davon aus, dass für die neue Gesellschaft mit fünf Stellen – dabei ein Geschäftsführer und unter ihm eine weitere hervorgehobene Position – Personalkosten in Höhe von etwa 450000 DM entstehen werden. Außerdem taxiert es die Sachkosten auf etwa 170000 DM. Rechnet man alle Zuschüsse von Stadt und Arbeitsamt an die beiden bisher bestehenden Vereine zusammen und addiert zudem die bisher üblichen Einnahmen hinzu, dann bleibt trotz allem ein Finanzierungsloch.

Doch da die GmbH auch ganz neue Aufgaben angehen wird, etwa im Bereich der bisher stark vernachlässigten Wirtschaftsförderung, stellt ihr die Stadt im Gründungsjahr weitere 70000 DM zur Verfügung. Und statt des Kurtaxe-Anteils, der naturgemäß Schwankungen unterlegen ist, wird es aus dem Bad Laaspher Haushalt künftig auch einen Festbetrag geben, der sich an den zuletzt überwiesenen rund 100000 DM orientiert. Wobei die Verwaltungsvorlage eindeutig sagt: »In diesem Zusammenhang ist drauf hinzuweisen, dass mittel- bis langfristig eine Verringerung des Mitteleinsatzes aus dem städtischen Haushalt angestrebt wird, weil die GmbH eigene, ertragbringende Geschäftsfelder aufbauen und sich zusätzlich aus verstärktem Engagement der Wirtschaft vor Ort finanzieren wird.«

Auf milde Kritik stieß der etwas sperrige Name der neuen Gesellschaft, außerdem wurde parteiübergreifend angeregt, dass auch möglichst bald das Radiomuseum einen Platz in dieser GmbH finden solle. Ähnlich wie das Pilzmuseum, das künftig von der GmbH betrieben wird. Ein Ansinnen, das Robert Gravemeier verstand, wobei der Bürgermeister aber warnte: Wenn man ein Kind in die Welt setzen wolle, dann solle man es nicht mit völlig strittigen Dingen auf die Reise schicken. Allerdings sagte er dem Wirtschaftsförderungs-Ausschuss auch zu, dass die Verwaltung in der nächsten Sitzung einen Sachstandsbericht zum Radiomuseum abgebe.

JG

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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