Einzelhandel am Laaspher Bahnhof?

Ein kleines Mischgebiet auf dem Gelände des ehemaligen Schuppens soll zur Attraktivierung des Bahnhofsumfeldes in Bad Laasphe beitragen. Foto: howe
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howe?#bull;?Zugegeben: Derart fachliche Zusammenhänge haben etwas Komplexes und Kompliziertes. Bei der gestrigen Bauausschusssitzung in Bad Laasphe segneten die Mitglieder sowohl die vierte Änderung des Flächennutzungsplanes Bahnhofsbereich als auch die Änderung des Bebauungsplanes Industriegebiet Nr. 8 Bahnhof ab. Rein formal ging es um den so genannten Offenlegungsbeschluss. Was da derart fachspezifisch rüberkommt, ist nicht anderes als die weitere Attraktivierung des Bahnhofsgeländes in Bad Laasphe. Oder anders: Der Fachausschuss stellte die Weichen für die Zukunft des Bahnhofsgeländes.

Zentraler Omnibusbahnhof als Option

Während die SZ bereits vor wenigen Tagen das schmucke neue Bahnhofsgebäude in Szene setzte, wollen Politik, Verwaltung und das Kölner Planungsbüro Zimmermann nun weiter am Ball bleiben. Mehrere Teilbereiche kommen in dem Plangebiet zum Tragen, auch ihr Status ist differenziert zu betrachten. Im Kern hat die Stadt ihre Absicht nicht aus den Augen verloren, auf einem Teil der Flächen einen zentralen Omnibusbahnhof mit "Park and Ride" zu installieren. Bad Berleburg lässt grüßen, wobei die Lahnstädter wohl vom Umfang her noch einen draufsetzen wollen. Kämmerer und Beigeordneter Dieter Kasper, zugleich Geschäftsführer der Bad Laaspher Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft GmbH (BLGE), sprach von einer möglichen Realisierung in einem zweiten Planungsabschnitt. Dafür, und das machte der Planer Diplom-Ingenieur Ulrich Faßbender deutlich, müsse besagtes Gebiet aber erst einmal - quasi - aus dem Eigentum der Deutschen Bahn entwidmet werden. Die Stadt müsse also zu einem späteren Zeitpunkt an die DB herantreten, um die entsprechenden Verhandlungen aufzunehmen.

Berge Bau und Eckehard Hof in den Startlöchern

Bis dahin bleibt planungstechnisch der "Spatz in der Hand", nämlich ein kleines aber hoffentlich feines Mischgebiet im Anschluss an das Bahnhofsgebäude, wo früher der Schuppen gestanden hatte. Eben dieses Mischgebiet gilt es, zu bebauen. Und dafür steht nach SZ-Informationen das in Bad Laasphe schon mit dem Koch?schen Gelände sehr erfolgreiche Unternehmen Berge Bau in den Startlöchern. Wer die Ideen und Potenziale von Projektleiter Eckehard Hof kennt, der darf sich auf jeden Fall auf eine weitere Attraktivierung des Geländes freuen. Mischgebiet: Was das heißt, formulierte der Planer aus Köln am gestrigen Abend auch: Bei besagter Flächen handelt es sich um eine "ziemlich funktionierende Raumkante an der Bahnhofstraße." Ein zwei bis dreigeschossiges Gebäude sei denkbar - die Nutzung könne in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen erfolgen. In dem Mischgebiet sind sogar "zentrumsrelevante Sortimente" erlaubt. Hier darf sich also ein kleiner Teil des Einzelhandels ansiedeln, wobei das Thema für die übrigen Flächen tabu ist. Es geht um den Schutz der Innenstadt. Ergo: Der Verbrauchereinzelhandel ist grundsätzlich ausgeschlossen. Für die Zukunft, das verriet der Planer ebenfalls, muss sich Bad Laasphe ernsthaft Gedanken darüber machen, wie es seinen "zentralen Versorgungsbereich" zu definieren gedenkt. Inzwischen habe der Begriff eine andere Dimension erreicht, weil er das "Lebendige" der Stadt erfasse, so Ulrich Faßbender.

Wir gehen mal ausnahmsweise ins Kommentarische: Bad Laasphe dürfte da vor einem ernsthaften Problem stehen. Denn wo ist es denn am Lebendigsten? Etwa am neuen Bahnhof mit dem Nachbarn Rewe und dem Gewerbe? Oder am Koch?schen Gelände mit den großen Märkten von Aldi bis Lidl und den anderen Anbietern? Oder doch in der Altstadt bei den noch vorhandenen Geschäften und den Kneipen?

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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