August-Hermann-Francke-Haus
Einzug für Juli geplant

Der Rohbau des neuen August-Hermann-Francke-Hauses ist bereits fertig. Nun wird im Innenbereich gebaut.
  • Der Rohbau des neuen August-Hermann-Francke-Hauses ist bereits fertig. Nun wird im Innenbereich gebaut.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

ako Bad Laasphe. Die gesetzlichen Anforderungen haben sich geändert – und aus diesem Anlass baut die Diakonie in Südwestfalen gegenwärtig das neue August-Hermann-Francke-Haus in Bad Laasphe. Das neue Gebäude soll künftig die alte Immobilie der seit 1996 in der Lahnstadt bestehenden Einrichtung der Eingliederungshilfe des Sozialen Dienstes für Menschen mit psychischen Erkrankungen ersetzen. Direkt unterhalb des Altbaus entsteht in der Sebastian-Kneipp-Straße das neue barrierefreie August-Hermann-Francke-Haus mit 24 Wohnheimplätzen und zwei Krisenplätzen. Der Einzug ist im Juli geplant, die Baumaßnahmen liegen voll und ganz im Zeitplan.
„Insgesamt läuft alles nach Plan“, erklärte Margit Haars. Die Einrichtungsleiterin des August-Hermann-Francke-Hauses war im Gespräch mit der SZ entsprechend zufrieden über den planmäßigen Fortschritt der Maßnahme – auch weil es trotz Corona und dem kalten Wetter in den vergangenen Wochen keine Unterbrechung der Bauarbeiten gegeben hat: „Es gab keine Verzögerungen, worüber ich sehr froh bin.“ Der Rohbau sei weitestgehend fertiggestellt, derzeit finden umfangreiche Arbeiten im Innenbereich statt. „Im Moment sind die Verputzer am Werk“, sagte Margit Haars, die an dem im Sommer geplanten Umzug ins neue Gebäude festhielt: „Der letzte Stand war Mitte Juli.“

Wohnbereich soll warm und wohnlich werden

Im Inneren des Objektes sei der Tagesstrukturbereich schon fertiggestellt worden. Auch der Eingangsbereich – in der Mitte des Gebäudes gelegen – samt Treppen und neuem Aufzug sei bereits vorhanden. „Jetzt sind die Arbeiten im Wohnbereich in vollem Gange“, betonte die Einrichtungsleiterin. Als Nächstes folge dann der Estrich sowie das Tapezieren der Wände. „Wir sind gerade dabei, den passenden Boden auszusuchen“, erklärte die Einrichtungsleiterin. Es werde wohl auf einen Vinylboden in Holzoptik hinauslaufen. Sowohl im Flur als auch in den Gemeinschaftsräumen sowie den Zimmern soll der Boden „warm und wohnlich“ wirken.

Schon Anfang Februar wurde auf dem Dach des Neubaus eine neue Photovoltaik-Anlage installiert – 88 Modulen mit einer Leistung von bis zu 35 Kilowatt: „Die wurden noch vor dem großen Schnee angebracht. Auch das hat wunderbar geklappt“, freute sich Margit Haars. Wasser- und Stromleitungen wurden ebenfalls erfolgreich verlegt. Die Installation der sanitären Anlagen soll in den kommenden Wochen folgen.

In dem neuen Gebäude stehen 1300 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche zur Verfügung. Um die 3,5 Millionen Euro investiert die Diakonie in Südwestfalen für den Neubau. Die 24 Einzelzimmer verfügen über ein eigenes Bad, sechs werden rollstuhlgerecht ausgebaut. Zusätzlich wird es im Haus ein Pflegebad geben. Die drei Wohngruppen bekommen im neuen Haus jeweils eine eigene Etage. Für jede einzelne Gruppe wird eine eigene Küche sowie ein separater Wohn- und Essbereich eingerichtet.
Der Hintergrund der Baumaßnahme ist die Barrierefreiheit und die komplette Umsetzung des Wohn- und Teilhabegesetzes: „Was die gesetzlichen Vorgaben angeht, sind wir auf dem neuesten Stand“, betonte Margit Haars. Allerdings stehen den Verantwortlichen beim Umzug in das neue Gebäude nur noch 24 Plätze zur Verfügung, im Altbau sind jedoch 26 Bewohner untergebracht: „Unsere Wirtschaftlichkeit richtet sich auch auf 26 Bewohner aus.“ Bis auf Weiteres sollen die eigentlich als Krisenzimmer vorgesehenen Räume daher für zwei Klienten als gewöhnliche Zimmer dienen. „Das ist eigentlich kein Problem, die Zimmer sind aber nicht für die dauerhafte Belegung vorgesehen und nicht so gut vergütet wie die Einzelzimmer“, berichtete die Einrichtungsleiterin.

Corona hat das Heim nach wie vor im Griff

Die Corona-Pandemie schränkt derweil die Tages- und Arbeitsabläufe der Bewohner und der 33 Mitarbeiter im Altbau etwas ein: „Wir sind nur mit Maske unterwegs“, sagte Margit Haars. Das Hygienekonzept werde immer an die aktuelle Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW angepasst und auch regelmäßig von der Heimaufsicht kontrolliert – „ein konstruktiver Austausch“.

Alle Bewohner und auch alle Mitarbeiter der Diakonie Soziale Dienste wurden bereits geimpft. Sehr zur Freude der Einrichtungsleiterin, mit dem Impfstoff des Unternehmens „Biontech“: „Die Impfung war sehr wichtig, weil die meisten Bewohner schon älter sind und Vorerkrankungen haben.“ Die Erstimpfung erfolgte am 21. und 22. Januar, die zweite Dosis gab es am 18. und 19. Februar. Trotz Impfungen werden die Mitarbeiter der Einrichtung alle zwei Tage und die Bewohner einmal in der Woche auf das Coronavirus getestet.

Autor:

Alexander Kollek

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