Elsbeth Guhling als Gründungsmitglied geehrt

Frauengruppe des Laaspher BdV-Ortsverbands feierte 45-Jähriges

JH Bad Laasphe. »Wir freuen uns, dass wir 45 Jahre zusammen sind« – das war jetzt einer der ersten Sätze von Ruth Schreiber, Vorsitzende der Frauengruppe des Laaspher Ortsverbands im Bund der Vertriebenen bei den Feierlichkeiten zum 45-jährigen Bestehen. Diese fand im Gasthof »Zur Sonne« statt. Da kommt die Frage auf, warum ein Verein schon das 45-jährige Bestehen groß feiert – und nicht erst in fünf Jahren das Jubiläum zum 50-Jährigen. Bedauerlicherweise sind in jüngster Zeit einige Mitglieder verstorben, so dass man beschloss, jetzt schon zusammen zu kommen. »Wer weiß, ob wir das 50-Jährige überleben«, so Schreiber. Im September 1961 gründeten acht Frauen des Laaspher BdV-Ortsverbands die Frauengruppe. Sie halfen der im Aufbau befindlichen Trachtentanzgruppe und der jungen Laienspielgruppe des BdV bei den Kostümen und durch die Übernahme kleiner Rollen.

Trachtentanz und Laienspiel unterstützt

Die Anzahl der Aufgaben nahm mit der Zeit zu. Man besuchte kranke Mitglieder und pflegte das Ehrenmal auf dem Friedhof. Sogar Einheimische traten der Frauengruppe bei. Nach wie vor steht die Kulturarbeit im Vordergrund: die Pflege der schlesischen Mundart etwa oder auch der Erhalt der Heimatlieder. Außerdem spendet man den Landsleuten in der Heimat Geld, um ihnen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Eine Freude bereiten wollte auch der Gesangverein »Liedertafel Lyra«. Sein geplanter Auftritt musste allerdings ausfallen, weil der Dirigent erkrankte. Dafür kamen einige andere Gäste, so die BdV-Ortsverbandsvorsitzenden: Heinz Krüger (Laasphe/Banfe), Karl Prietzel (Puderbach/Niederlaasphe) und Almuth Schmidt (Röspe). Auch der BdV-Kreisvorsitzende Horst Günther freute sich über das 45-jährige Bestehen: »Schön, dass sich die Frauengruppe bis zum letzten Mitglied halten wird.«

»Treue keine Selbstverständlichkeit«

Eine Ehrung stand auf dem Programm. Gründungsmitglied Elsbeth Guhling bekam von Ruth Schreiber ein Geschenk überreicht. Berta Müller ist ebenfalls seit Anfang an dabei, konnte jedoch an der Feier nicht teilnehmen. Beiden zollte Ruth Schreiber ihren Respekt. »Es ist heute nicht selbstverständlich, wenn jemand so einem kleinen Verein treu bleibt.« Im Laufe der Veranstaltung sang die Frauengruppe Lieder wie »O, du Heimat lieb und traut«, trug Gedichte vor, die von der Vertreibung von Schlesien ins Wittgensteiner Land handelten oder beschrieben, welche Probleme die Leute anfangs mit der Sprache hatten. Einige Wörter haben nämlich in Schlesien eine ganz andere Bedeutung als in Wittgenstein. Schließlich amüsierte man sich noch bei einem Sketch.

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