Energiegeladene Show in Laasphe

Beliebtes Bosch-Open-Air lockte am Wochenende rund 2000 Fans auf den Schützenplatz

Bad Laasphe. Blauer Himmel, grüne Wiese und dieses Flirren in der Luft, das bedeutet das besondere Flair des Bosch Festivals. Bereits zum dritten Mal in Folge fand das beliebte Bosch-Open-Air auf dem Bad Laaspher Schützenplatz statt und war gut besucht. Rund 2000 Musikbegeisterte machten sich auf den Weg, um Bands wie die Donots, Eat no fish oder Los Placebos live zu erleben.

Ein geheimer Höhepunkt des Tages

Und es sollte sich lohnen. Gerade die Donots machten mit ihrer energiegeladenen Show jedem Tanz- oder besser Springmuffel den Garaus. Oft genug waren vom größten Teil des begeisterten Publikums nur noch Beine zu sehen. Kein Wunder, denn beim Über-die-Menge-getragen-werden verdrehten sich nämlich schon hier und da Himmel und Erde. So überzeugten also die Münsterländer beim zweiten Auftritt in Bad Laasphe, nach dem ersten in 1999, wieder einmal die Zuschauer von ihren Qualitäten. Nicht verstecken hinter den mittlerweile zur bekannten Gruppe aufgestiegenen Donots, mussten sich die Hannoveraner Eat no fish. Harte Gitarren und der schizophren anmutende Gesang Maria Kochs machten den Auftritt der fünf zu einem geheimen Höhepunkt des Tages. Dabei lobte Schlagzeuger Ruben Loos vor allem das Publikum, welches schließlich so getan hätte, als würde es die Band kennen.

Von Anfang an hatten die Anwesenden keinerlei Probleme, sich auf den packenden Sound einzulassen. Viel weniger tiefgründig, eben mehr auf Party ausgerichtet, gestaltete sich das Programm der Los Placebos. Dem Ska-Freund bereiteten die zehn Oberhausener ein reines Fest der lockeren Grooves und südländischen Flairs. Da wurden die Beine und Hüften geschwungen bis zur vollständigen Erschöpfung. Dem Titel Mixed Music machte das Open Air vor allem mit seinen ersten Bands alle Ehre. Pinko Stars Sänger betrat die Bühne mit schwarzer Federboa um den Hals, und auch sonst blieb der Sound eher schwarz, düster, allerdings niemals ohne kleine »pinke« Passagen. Rockende Gitarren paarten die Jungs aus Einbeck mit aussagekräftigen Songtexten und Elektronik-Samples.

»Komm, wir bilden eine Eimerkette«

Das ganze Gegenteil zu diesen Künstlern bot dann der Automat, im wahren Leben Hanno Daniels. Seine anfängliche Aussage, nicht auf die deutschen Texte zu achten, erwies sich als guter Hinweis, denn zum Verstehen oder Nachvollziehen luden diese nicht ein. Zwar drehte es sich meist um Autos, doch auch überlebenswichtige Maßnahmen wurden in Liedern wie »Komm, wir bilden eine Eimerkette« mit leicht verdaulichen Takten aufbereitet. Basement 6 gesellten sich wieder eher zu der Gruppe der härteren Rhythmen. Bald sprangen nicht mehr allein die vier aus dem Stuttgarter Raum am Bass, Sven Hermann mit der Gitarre und Sängerin Linda Jäger. Und dieser Enthusiasmus war begründet – was gut begann wurde mit jedem Song nur noch besser. Bei dem Titel Flying High konnte sich letztendlich keiner der Anwesenden mehr dem Mitsingen und -klatschen entziehen.

Familiäre Atmosphäre bemerkenswert

Als absoluter Höhepunkt des Abends zeichnete sich das Lied »Now we can go« aus. Zu Outbreak stimmten nämlich Tax Free noch einmal ihre Instrumente, und es kam zum großen Finale. Besonders hier machte sich die familiäre Atmosphäre bemerkbar. Eins ist sicher: Nicht jedes Städtchen von der Größe Bad Laasphes kann mit solch einer Veranstaltung aufwarten. Und das sollte, neben vielen glücklichen Musiker-Herzen, auch ein Grund sein, sie am Leben zu erhalten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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