Raum für Photovoltaik
Energiegenossenschaft Wittgenstein sieht Potenzial nicht ausgereizt

Für 2020 prognostiziert die Energiegenossenschaft ein weiteres deutliches Wachstum – auch dank der neuen Anlage Nummer 7 auf dem Sportheim des VfB Banfe, die in Eigenleistung errichtet wurde.
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  • Für 2020 prognostiziert die Energiegenossenschaft ein weiteres deutliches Wachstum – auch dank der neuen Anlage Nummer 7 auf dem Sportheim des VfB Banfe, die in Eigenleistung errichtet wurde.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Bad Laasphe. Die Energiegenossenschaft Wittgenstein hat kürzlich ihre jährliche Generalversammlung für die Mitglieder durchgeführt. Corona-bedingt fand die Versammlung virtuell statt, heißt es in einer Pressemitteilung. Den etwa 20 Teilnehmern wurden die umgesetzten und geplanten Projekte sowie die Geschäftszahlen vorgestellt. Insbesondere die aktuellen Projekte in der Inbetriebsetzungsphase waren dabei ein großes Thema – hier vor allem die Anlage auf dem Erndtebrücker Schwimmbad- und Turnhallen-Komplex (die Siegener Zeitung berichtete). Diese Anlage ist mit 247 Kilowatt die größte der Energiegenossenschaft ab dem Jahr 2021 und soll maßgeblich zum weiteren Wachstum beitragen. In Erndtebrück laufen zurzeit die letzten Arbeiten an der komplexen Elektrik.

Gute Aussichten für die Energiegenossenschaft Wittgenstein

Für das betrachtete Geschäftsjahr 2019 hat die Genossenschaft ihre Stromproduktion und die damit verbundenen Einnahmen um 40 Prozent steigern können. Dies war dank neuer Anlagen auf der Aula des Städtischen Gymnasiums in Bad Laasphe und einer Anlage in Oberndorf möglich. Auch für 2020 wird ein weiteres deutliches Wachstum prognostiziert – auch dank der neuen Anlage Nummer 7 auf dem Sportheim des VfB Banfe.
Insgesamt sind die Aussichten der Genossenschaft für die Geschäftsjahre 2021 und später sehr positiv, wenn die Erndtebrücker Photovoltaik-Anlage Strom produzieren wird. Für 2019 und 2020 hingegen sind die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der Anlage jeweils zu beklagen. Denn vom Bau bis zur Inbetriebnahme der Anlage erzeugen die Anlagen Vorlaufkosten, die negativ für die Bilanz sind. Vor allem der Austausch mit dem Stromnetzbetreiber gestaltet sich hier stets etwas schwierig.

Genossenschaft setzt verstärkt auf die Öffentlichkeitsarbeit

Jedoch konnte die Genossenschaft mit dem Photovoltaik-Anlagenpark einiges bewirken. Mit über 20.000 Euro an lokalen Pachtzahlungen für Vereine, über 60.000 Euro an lokaler Wertschöpfung und über 600.000 Euro an Investitionen wurde bereits viel bewirkt. 850.000 Kilowattstunden sauberer Solarstrom wurden bislang erzeugt und hätten für 4,25 Millionen Kilometer in einem Elektroauto gesorgt. Aktuell plant die Genossenschaft die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf einem Wittgensteiner Sportheim und einem Wohnbauprojekt. „Die Corona-Pandemie macht sich – neben den genannten Verzögerungen bei aktuellen Projekten – auch durch ein gescheitertes Projekt mit einem Hotel sowie fehlender Austauschmöglichkeiten bemerkbar“, erklärt der Vorstand in der Pressemitteilung. Personell hat die Generalversammlung Marco Pitz einstimmig als Aufsichtsratsmitglied bestätigt. Zusammen mit Ulrich Krüger und Daniel Lirio Weyler wirkt der Aufsichtsrat zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Erich Horchler, Alexander Blecher und Frank Leyener in der Genossenschaft. In Zukunft möchten sich die Genossenschaftsmitglieder vermehrt auch in die Öffentlichkeitsarbeit einbringen und dafür einen Arbeitskreis bilden.

Kritik an der Umsetzung der Energiewende

Gründe dafür gibt es laut Energiegenossenschaft genug: „Die Eingangsworte der Generalversammlung diskutierten auch die problematische Umsetzung der Energiewende. Diese ist politisch nicht gewollt. Und das, obwohl in Deutschland nach dem dritten Dürresommer in Folge die Notwendigkeit offensichtlich geworden ist.“ Die Borkenkäferplage zeige die große Bedrohung vom Klimawandel für den Menschen und sei Zeuge der Klimaveränderung in der Region. Während die Politik bei der Corona-Pandemie auf Expertenmeinungen höre, würden diese bei der Energiewende missachtet. Und das, obwohl selbst im „dunklen Wittgenstein“ Photovoltaik-Strom für günstige 8 Cent je Kilowattstunde erzeugt werden könne.

Für 2020 prognostiziert die Energiegenossenschaft ein weiteres deutliches Wachstum – auch dank der neuen Anlage Nummer 7 auf dem Sportheim des VfB Banfe, die in Eigenleistung errichtet wurde.
In Erndtebrück geht die bislang größte Photovoltaik-Anlage der Energiegenossenschaft ans Netz.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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