Erst: kein Raum, aber Geld Jetzt: kein Geld, aber Raum

Unendliche Geschichte Jugendraum Banfe weiter ohne Happy End

JG Bad Laasphe. Nachdem die Laaspher im vergangenen Jahr noch das Geld, aber keinen Raum hatten, haben sie nun einen Raum, aber kein Geld mehr. Die Sache mit dem Banfer Jugendraum bleibt damit genau das, was sie schon lange ist: eine unendliche Geschichte ohne Happy End. Die Banfer Grundschule als Asyl ist längst wieder aus der Diskussion, die Vertreter der Vereine haben bei einem eigens einberufenen Treffen keine Lösung gefunden. Ortsvorsteherin Elvira Haßler sieht das Fehlen eines Jugendraums weiterhin als nicht so gravierend an.

Bedarf an offener Jugendarbeit besteht

Und doch hat sich jetzt noch eine Lösung gefunden. Der Besitzer des früheren Spritzenhauses an der Hauptstraße in der Dorfmitte bei der Alten Eiche könnte sich vorstellen, das Objekt an die Laaspher zu vermieten, um dort einen Jugendraum unterzubringen. Aber die Finanzen waren nun die Schwierigkeiten. In der Sitzung des Jugendausschusses am Donnerstagabend machte Beigeordneter Dieter Kasper deutlich, dass es der Stadt nicht möglich sei, zusätzliche freiwillige Leistungen zu finanzieren – und das wäre ein Jugendraum für Banfe. Es seien höchstens Umschichtungen innerhalb der freiwilligen Leistungen möglich, aber hier sehe er keine Möglichkeit, wo man sparen könne. Da half es auch nichts, dass eigentlich alle Ausschussmitglieder dem Jugendpfleger Hartmut Birkelbach zustimmten, der unterstrich: »In Banfe besteht ein Bedarf an offener Jugendarbeit.« Der Jugendpfleger zog in der Bilanz seiner Tätigkeit ein durchwachsenes Fazit. Besucherzahlen und -struktur konnten sich zwar weiterhin sehen lassen, doch nachdem Hartmut Birkelbach der einzig verbliebene Jugendpfleger in Laasphe ist, räumte er ein: »Die Arbeit im Haus der Jugend hat gelitten.« Und deshalb unterstrich er seine Forderung: »Ich sag's noch mal, ich brauche eine zweite Kraft.« Ansonsten sehe er gewaltige Probleme, nicht nur in der eigenen Arbeitsbelastung, sondern auch bei Haftungsrecht und Aufsichtspflicht.

Wieso funktioniert neues Konzept nicht?

Hans-Jürgen Zampich, für die Grünen im Ausschuss, verlangte aufgeschreckt durch diese Ausführungen nach einem neuen Konzept für die Jugendarbeit in der Lahnstadt, zugeschnitten auf nur eine Stelle. Worauf Sozialamtsleiter Volker Kohlberger jedoch klar stellte, dass diese Anpassung anhand eines Hartmut-Birkelbach-Konzepts im vergangenen Jahr vollzogen worden sei. Und Hans-Jürgen Zampichs Schluss-Frage, woran die Überlastung dann noch liegen könne, blieb unbeantwortet im Raum stehen.

Haushaltskonsolidierung hat Vorrang

In jedem Fall wird man sich nun mit der Situation arrangieren müssen, es fehlt einfach am Geld. Wobei Dieter Kasper ausführte, die Stadt lasse sich die Jugendarbeit über 100000 e kosten. und nun habe erst einmal die Haushaltskonsolidierung Vorrang. Erst danach könne man wieder über solche Dinge reden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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