Es geht um Respekt und Toleranz

Puderbacher füllten das Wort »Heimat« durch Sketche, Lieder und einen Vortag mit Inhalt

tk Puderbach. Gute Stimmung herrschte am Samstagabend im Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus. Dort veranstaltete der örtliche Heimatverein seinen zwölften Heimatabend. Eröffnet wurde das Programm durch den Männergesangverein »Liederkranz« Puderbach, der unter Leitung von Siegfried Schade das »Puderbacher Heimatlied«, »Rauschende Quellen im Talesgrund« und »Heimat, du bist schön« zum Besten gab. Anschließend begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins, Adolf Schäfer, die Anwesenden. Nicht nur hier, sondern überall in der Gesellschaft sei festzustellen, dass das Bewusstsein für die Bedeutung der Heimat gewachsen sei. Dass die Vereine dabei eine wichtige Rolle einnehmen, ließ er nicht unerwähnt. »Respekt und Toleranz im Umgang miteinander ist die Botschaft der Heimatvereine«, so Schäfer. Auch würden sie Wege beschreiten, lokale und regionale Geschichte zu vermitteln.

»Das Korsett« – im Dialekt und in Reimen

Damit übergab er das Wort an den Moderator des Abends, Jürgen Pospichal. Der kündigte umgehend die Laienspielgruppe Volkholz an, die mit den Sketchen »Ottochen auf Brautschau«, »Die Ehescheidung« und »Die Putzfrauen« für gute Laune sorgte. Gleiches gelang Gisela Duchardt, die das Mundartgedicht »Das Korsett« vortrug. Es folgte ein Referat zum Thema »Reformation in Wittgenstein«. Als Referent hatte der Heimatverein Ulf Lückel, seines Zeichens wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg, gewinnen können. Lückel schaffte es, seinen Zuhörern in relativ kurzer Zeit umfangreiche Informationen zu geben. Dabei spannte er den Bogen von allgemeinen Angaben zur Lage Deutschlands hin zu den Wittgensteiner Verhältnissen. Zunächst skizzierte er die Lage zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Reformation in Wittgenstein beleuchtet

Das in circa 350 Territorien gegliederte Gebiet war zu 90 Prozent Agrarland. Gekonnt schilderte er, wie die kath. Grafschaft Wittgenstein reformiert wurde. Nach jahrelanger Entwicklung wurde im August 1555 die neue Wittgensteiner Kirchenordnung verfasst und im November des gleichen Jahres veröffentlicht. Ulf Lückel bewies, dass er es versteht, umfangreiches Wissen zu vermitteln. Wer sich davon überzeugen möchte, sollte sich Mittwoch, 27. April, vormerken. Dann wird er im Laaspher Haus des Gastes einen VHS-Vortrag zu seinem Spezialgebiet, der Berleburger Bibel, halten.

Landfrauen ließen die Besucher raten

In Puderbach folgten seinem Vortrag die Grußworte der Ehrengäste. Dies waren die stellvertretende Landrätin und Ortsvorsteherin von Niederlaasphe, Waltraud Schäfer und Pfarrer Dieter Kuhli. Anschließend führten die Puderbacher Landfrauen ein Ratespiel durch, bevor der Männergesangverein erneut in Stellung ging und die Veranstaltung ausklingen ließ. Das offizielle Schlusswort sprach der Vorsitzende des Wittgensteiner Heimatvereins, Gerhard Karpf. Adolf Schäfer bedankte sich noch mal bei den Mitwirkenden Der Puderbacher Heimatabend wurde mit einem gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank beendet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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