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Grundstück am St.-Michael-Weg
Es kommt Bewegung in das Bauprojekt Wohnanlage

Im Auslauf des St.-Michael-Wegs in Feudingen will Bauunternehmer Volker Bernshausen eine barrierefreie Wohnanlage errichten. Der Bau-, Denkmal- und Umweltausschuss der Stadt Bad Laasphe befasst sich nochmals mit dem Thema. Foto: Björn Weyand
  • Im Auslauf des St.-Michael-Wegs in Feudingen will Bauunternehmer Volker Bernshausen eine barrierefreie Wohnanlage errichten. Der Bau-, Denkmal- und Umweltausschuss der Stadt Bad Laasphe befasst sich nochmals mit dem Thema. Foto: Björn Weyand
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howe Feudingen. Es ist schon eine Weile her, dass Volker Bernshausen im Gespräch mit der Siegener Zeitung sein Vorhaben erläuterte: Auf einem Grundstück am St.-Michael-Weg in Feudingen wollte der heimische Bauunternehmer in eine barrierefreie, altersgerechte Wohnanlage investieren. Dabei sollte besonders der demografischen Entwicklung und dem Älter-Werden der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Volker Bernshausen sah da einen durchaus hohen Bedarf. Der Charme an dem Projekt: Es könnte in unmittelbarer Nachbarschaft zum ambulanten Pflegedienst Engedi errichtet werden. Mehr noch: Hieraus sollten sich Synergien ergeben, wenn pflegebedürftige Bewohner der neuen Anlage von den Leistungen per Pflegevertrag profitieren würden.

Der Baukörper soll, so die Planungen des Büros Groß &

howe Feudingen. Es ist schon eine Weile her, dass Volker Bernshausen im Gespräch mit der Siegener Zeitung sein Vorhaben erläuterte: Auf einem Grundstück am St.-Michael-Weg in Feudingen wollte der heimische Bauunternehmer in eine barrierefreie, altersgerechte Wohnanlage investieren. Dabei sollte besonders der demografischen Entwicklung und dem Älter-Werden der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Volker Bernshausen sah da einen durchaus hohen Bedarf. Der Charme an dem Projekt: Es könnte in unmittelbarer Nachbarschaft zum ambulanten Pflegedienst Engedi errichtet werden. Mehr noch: Hieraus sollten sich Synergien ergeben, wenn pflegebedürftige Bewohner der neuen Anlage von den Leistungen per Pflegevertrag profitieren würden.

Der Baukörper soll, so die Planungen des Büros Groß & Hausmann aus Weimar, in offener Bauweise mit zwei Vollgeschossen realisiert werden. Sechs bis acht Wohneinheiten sollen vorgehalten werden, alle mit Wohnflächen von rund 75 Quadratmeter und einer Erschließung der Geschosse über eine Aufzugsanlage. Die Außenanlagen will der Investor gemeinsam mit den Bewohnern gestalten, ebenso die Erschließungsflächen wie Stellplätze für Bewohner, Besucher und das Personal. Der Planentwurf zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan musste angepasst werden. Das Gelände liegt grundsätzlich im Außenbereich und stellt eigentlich ein nicht-privilegiertes Vorhaben dar. Die Stadt hatte die Fläche in ihrem Flächennutzungsplan als „Fläche für den Gemeinbedarf“ dargestellt. Hier ergab sich insofern eine erste Hürde, weil der Investor mit seinem privatwirtschaftlichen Vorhaben und der damit verbundenen Gewinnerzielung keinen Gemeinbedarf bedient. Also musste der Bebauungsplan angepasst werden.

In 2018 erfolgte das gesetzlich erforderliche Beteiligungsverfahren, bei dem die Bezirksregierung Arnsberg ihr Veto einlegte. Sie stellte fest, dass Bad Laasphe einen „massiven Überhang an Wohnbauflächenreserven“ habe. Und – so der Tenor – bevor weiter auf der grünen Wiese gebaut werde, müsse die Stadt hier erst einmal einige Bereinigungen vornehmen. Zur Lösung des Konflikts in Feudingen stimmten sich die Stadt Bad Laasphe und die Bezirksregierung ab. Das aktuelle Plangebiet wird demnach auf die Hälfte der bisherigen Planfläche reduziert. Außerdem stimmte der Rat in seiner Sitzung im November 2019 zu, einige Wohnbauflächen in Feudingen in Flächen für die Landwirtschaft umzuwandeln.

Konkret erfolgte eine Flächenrücknahme auf der Ammelshelle (0,42 Hektar), auf der Schlenke (0,25 Hektar) und am Ehrenmal (0,29 Hektar). Somit nahm die Stadt rund ein Hektar Wohnbaufläche zugunsten des Vorhabens im St.-Michael-Weg zurück. Genau diese Planänderung erfordert gemäß Baugesetzbuch die erneute Offenlegung. Einwände seitens der Bezirksregierung dürften jetzt keine mehr kommen. Auch natur- und artenschutz-technisch dürfte der Investor auf der sicheren Seite sein. Sein Planungsbüro hat einen detaillierten Fachbeitrag zum Arten- und Biotopschutz erstellt.

Demnach geht aus den Erhebungen und Analysen zur biologischen Vielfalt hervor, dass daraus „keine spezifischen Anforderungen an das Bauleitplanverfahren ableitbar“ seien. Artenschutzrechtliche Verbote stünden einer Umsetzung nicht entgegen, heißt es. Der Bau-, Denkmal- und Umweltausschuss der Stadt Bad Laasphe befasst sich mit dem Thema in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. Februar (17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses).

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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