Anwohner Oberndorfer Straße wollen keinen Vollausbau
Extreme Kosten zu befürchten

Die Anlieger der Erndtebrücker Straße in Oberndorf sind gegen einen anstehenden Vollausbau ihrer Straße und fordern stattdessen eine reine Deckenerneuerung. Grund dafür ist der felsige Untergrund.
  • Die Anlieger der Erndtebrücker Straße in Oberndorf sind gegen einen anstehenden Vollausbau ihrer Straße und fordern stattdessen eine reine Deckenerneuerung. Grund dafür ist der felsige Untergrund.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw Bad Laasphe-Oberndorf. Seit mehreren Jahren liegen die Straßenausbaumaßnahmen mittlerweile auch in Bad Laasphe auf Eis, in der Lahnstadt gilt ja nach wie vor das Moratorium. Besser ist der Zustand vieler Straßen aber in dieser Zeit nicht geworden – im Gegenteil. Früher oder später dürfte es mit den Sanierungsmaßnahmen an Straßen allerdings wieder losgehen. Im Laaspher Rathaus steht auch die Erndtebrücker Straße in Oberndorf weit oben auf der Liste.

Deckenerneuerung statt Vollausbau

Das wissen auch die Anlieger, die sich daher kürzlich mit einem Brief sowohl an die Stadtverwaltung als auch an die Vorsitzenden der Ratsfraktionen gewandt haben. Tenor: Die Anlieger sind gegen einen Vollausbau ihrer Straße und fordern eine reine Deckenerneuerung. Grund dafür ist der Untergrund: „Die Straße wurde vor ca. 50 Jahren ausgebaut. Fast alle Anwohner können sich noch daran erinnern, wie dafür Sprengungen vorgenommen werden mussten, da sich in großen Teilen schwerer Fels unter der Straßendecke befindet. Vor diesem Hintergrund sind wir gegen einen Komplettausbau.“ Denn die Anlieger befürchten extrem hohe Kosten beim Vollausbau. Sie befürworten eine Ertüchtigung der Straße, indem die Decke abgefräst wird und eine neue Asphaltdecke erhält. Die Stadt sieht das etwas anders, wie eine SZ-Anfrage offenbart: „Nach Ansicht der Verwaltung ist ein qualifizierter Ausbau notwendig und eine reine Deckensanierung nicht zielführend.“ Das sei jedoch nur der technische Aspekt, es gebe sicher auch andere Gesichtspunkte. Dazu gehört die finanzielle Frage, denn beim Vollausbau werden KAG-Beiträge fällig. Für die Stadt steht die Frage von investiven oder konsumtiven Ausgaben im Raum – bei einem Ausbau steht den Kosten eine bilanzielle Wertsteigerung gegenüber.

Noch nichts beschlossen

Der Ausbau der Erndtebrücker Straße in Oberndorf findet sich im Straßenausbauprogramm der Stadt für den Zeitraum 2021 bis 2026 wieder, bisher handelt sich das Ganze aber um einen Entwurf und ist noch nicht beschlossen. Wenn der Stadtrat das Programm so beschließen würde, müssten vor einer Baumaßnahme weiterführende Bodenuntersuchungen und entsprechende Gutachten angefertigt werden. In dem Zusammenhang würde auch der Abwasserkanal einer erneuten Untersuchung unterzogen, um zu entscheiden, ob an den Abwasserleitungen ein Handlungsbedarf besteht. Was die Wasserleitungen angeht, würde das Laaspher Wasserwerk diese im Falle des Ausbaus der Straße mit erneuern, teilt die Stadt mit.
Eines stellt die Verwaltung zudem klar: Die Baumaßnahme werde nicht ohne vorherige Information der Anlieger durchgeführt. Wie bei den vergangenen Straßenausbaumaßnahmen in Bad Laasphe würden die Bürger frühzeitig in Anliegerversammlungen, die inzwischen ja auch gesetzlich verpflichtend durchgeführt werden müssen, über die Planungen und das Vorhaben in Kenntnis gesetzt.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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