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Alternative Route in Bad Laasphe
Fernab der B62 gemütlich radeln

Bisher führt in der Bad Laaspher Innenstadt an der B 62 auch für Radfahrer kein Weg vorbei. Die SPD regt jetzt aber an, eine alternative Route durch die Altstadt und die Wohngebiete auszuschildern, um gerade ortsunkundige Radtouristen umzuleiten.
  • Bisher führt in der Bad Laaspher Innenstadt an der B 62 auch für Radfahrer kein Weg vorbei. Die SPD regt jetzt aber an, eine alternative Route durch die Altstadt und die Wohngebiete auszuschildern, um gerade ortsunkundige Radtouristen umzuleiten.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Bad Laasphe. Wer mit dem Fahrrad durch die Bad Laaspher Innenstadt fahren will, der kommt – sofern er oder sie nicht ortskundig ist – bisher nicht um die viel befahrene Bundesstraße 62 herum. Ein Weg, der die Radfahrer (Einheimische wie auch Touristen) sicher durch die Kernstadt führt, steht deshalb seit vielen Jahren auf der Agenda. Und eigentlich steht die Wunschroute seit langer Zeit fest: vom Wilhelmsplatz weiter über die Zufahrt zum Kurpark, anschließend über den Hombach in die Stockwiese. Die Bad Laaspher SPD hat diesen Radweg vor vielen Jahren schon angeregt. Was jedoch fehlt, sind finanzielle Mittel und eine Genehmigung für das nötige Brückenbauwerk über die Lahn.
Das mittelfristige Ziel bleibt zwar weiter bestehen;

bw Bad Laasphe. Wer mit dem Fahrrad durch die Bad Laaspher Innenstadt fahren will, der kommt – sofern er oder sie nicht ortskundig ist – bisher nicht um die viel befahrene Bundesstraße 62 herum. Ein Weg, der die Radfahrer (Einheimische wie auch Touristen) sicher durch die Kernstadt führt, steht deshalb seit vielen Jahren auf der Agenda. Und eigentlich steht die Wunschroute seit langer Zeit fest: vom Wilhelmsplatz weiter über die Zufahrt zum Kurpark, anschließend über den Hombach in die Stockwiese. Die Bad Laaspher SPD hat diesen Radweg vor vielen Jahren schon angeregt. Was jedoch fehlt, sind finanzielle Mittel und eine Genehmigung für das nötige Brückenbauwerk über die Lahn.
Das mittelfristige Ziel bleibt zwar weiter bestehen; kurzfristige Abhilfe, um Radfahrern die B 62 zu ersparen, regt die SPD nun allerdings auch an. Ausgeklügelt haben die Sozialdemokraten mit dem Mobilitätsvordenker Otto Wunderlich an der Spitze eine Route abseits der Bundesstraße, die durch die Altstadt und die Wohngebiete führt. Es sei das Ziel, Radtouristen durch die Königstraße zu leiten, dadurch könnten die Gastronomen dort profitieren. Für die Radfahrer sei es wichtig, dass sie einerseits nicht mehr über die unsichere Hauptstraße fahren müssten, die Geschäfte und der Bahnhof andererseits schnell erreichbar seien von der Parallelstrecke aus, auf der in der Regel Tempo 30 herrscht. Die Route führt durch den Kreisel am Bachweg, anschließend geht es weiter durch das Industriegebiet am Aldi-Zentrallager vorbei.

"Mehr Sicherheit für Radfahrer"

„Wir möchten mehr Sicherheit für Radfahrer, aber auch für Schüler und Fußgänger“, betont Otto Wunderlich. Der Weg von dem Abzweig Gartenstraße bis zum Bahnhof sei aufgrund des Profils, der Verkehrsbelastung und des Zuschnitts so unsicher, dass Radfahrer allzu häufig auf den Bürgersteig ausweichen müssten, weil sie sich nicht trauen, auf der Straße zu fahren. Ziel sei ein sicherer Weg bis zur Amalienhütte in Niederlaasphe und damit auch eine Anbindung nach Hessen. Im Oberen Lahntal und im Banfetal gebe es bereits gute Radwege, notwendig sei aber eine sichere Verkehrsführung durch die Innenstadt.
Grundsätzlich sei es notwendig, für Bad Laasphe ein Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept zu erarbeiten. „Der Radverkehr durch die Stadt ist riesengroß“, weiß der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Samir Schneider. „Wir möchten gerne interfraktionell nach der Wahl an einem Verkehrskonzept arbeiten.“ Dann muss sicher auch die eigentlich geplante Sanierung der B 62 noch einmal auf den Tisch. Die SPD hat die Initiative gestartet, den geplanten Ausbau zu verschieben, um die ohnehin durch die Corona-Krise geplagten Einzelhändler an der Bahnhofstraße nicht auch noch zusätzlich zu belasten. Der Ausbau mit Vollsperrung müsse aufgeschoben werden, fordert deshalb Otto Wunderlich, „um das kleine Pflänzchen Bahnhofstraße nicht kaputt zu machen“. Hier müsse nochmal eine neue Deckschicht drauf.

Einzelhändler sprechen sich für reine Deckensanierung aus Anfang August hatte der SPD-Stadtverband Bad Laasphe bereits eine Runde zu dem Thema „Sanierung der B 62“ veranstaltet. Mit dabei waren Vertreter großer Supermärkte, Einzelhändler, Geschäftsleute und andere Anlieger, die von der Großbaustelle mit Vollsperrung betroffen wären. Die SPD hat sich zum Ziel gesetzt, mit den Bürgern und den anderen Fraktionen über eine möglichst sozialverträgliche Lösung zu sprechen. Zu den Prognosen gehört, dass Händler und Geschäftsleute mit mindestens 30 Prozent Umsatzeinbrüchen rechnen müssen – ob es nun zu einer Teil- oder zu einer Vollsperrung der Bundesstraße käme. Allerdings würde sich die Sanierungsdauer im Falle der Teilsperrung erheblich verlängern. Es werde auch zu erheblichen Problemen kommen, weil es ja keine großen Umleitungsmöglichkeiten gebe. Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann stellte den anwesenden Einzelhändlern und Dienstleistern die Frage, ob sie eine große Sanierung der B 62 denn finanziell überleben würden, wenn die Auswirkungen von Corona und die damit verbundenen Einbußen zusätzlich zu bewältigen seien. Nach einer regen Diskussion und nach einvernehmlicher Meinung der Anwesenden soll nun geprüft werden, ob die Möglichkeit einer reinen Deckensanierung bestehe, damit sich die Händlerschaft zunächst von der Corona-Krise erholen könne. Diese Maßnahme würde die Bauzeit auf ein Minimum reduzieren und den betroffenen Einzelhändlern die Chance geben, die durch Corona entstandenen Umsatzeinbrüche zu kompensieren und die Verkehrssicherheit der B 62 wäre auch für die kommenden Jahre gewährleistet.

Welche alternative Route für Radfahrer sich die SPD überlegt hat, können Interessierte am kommenden Mittwoch, 2. September, erfahren. Um 9 Uhr startet an diesem Morgen eine alternative Fahrradtour durch die Kernstadt bis Niederlaasphe. Einige Teilnehmer hätten sich schon angesagt, verrät Otto Wunderlich. Mit von der Partie ist auch Landrat Andreas Müller.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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