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Städtisches Gymnasium Bad Laasphe
Festakt zur Einführung der neuen Schulleiterin

Corie Hahn hat seit April den „Chefsessel“ am Städtischen Gymnasium inne – mit einem gebührenden Festakt in der Aula wurde das nun gefeiert. Foto: Sarah Benscheidt
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  • Corie Hahn hat seit April den „Chefsessel“ am Städtischen Gymnasium inne – mit einem gebührenden Festakt in der Aula wurde das nun gefeiert. Foto: Sarah Benscheidt
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sabe Bad Laasphe. Seit dem 12. April ist sie bereits im Dienst – und am Dienstagvormittag wurde sie beim Festakt in der Aula des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe ganz offiziell ins Amt eingeführt: Corie Hahn ist die neue Schulleiterin am „GymBaLa“. 255 Tage sei der Chefsessel am „Städtischen“ unbesetzt geblieben, untermauerte der stellvertretende Schulleiter Steffen Roth die (mittlerweile der Vergangenheit angehörige) vakante Situation mit Zahlen – den Festakt am Dienstag betitelte er daher mit feierlich erhobener Stimme gen Publikum als einen „Meilenstein der Schulgeschichte“.

sabe Bad Laasphe. Seit dem 12. April ist sie bereits im Dienst – und am Dienstagvormittag wurde sie beim Festakt in der Aula des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe ganz offiziell ins Amt eingeführt: Corie Hahn ist die neue Schulleiterin am „GymBaLa“. 255 Tage sei der Chefsessel am „Städtischen“ unbesetzt geblieben, untermauerte der stellvertretende Schulleiter Steffen Roth die (mittlerweile der Vergangenheit angehörige) vakante Situation mit Zahlen – den Festakt am Dienstag betitelte er daher mit feierlich erhobener Stimme gen Publikum als einen „Meilenstein der Schulgeschichte“.

Ein Bild setzt sich zusammen

„Zielorientiert“, „aktiv“, „modisch anders“, „anpassungsfähig“, „tonangebend“, „hilfsbereit“, „konsequent“, „wertschätzend“, „interessiert“, „offen“ und „verständnisvoll“ – die Adjektive, die während der zahlreichen Grußworte fielen, sie klangen wohltuend, sie setzten sich zu einem Bild zusammen, zeichneten eine Biographie, die, lauschte man den Laudatoren und Rednern, sich seit der Ernennung Corie Hahns durch die Bezirksregierung im Frühling, zu verfestigen scheinen.

Der Sonne entgegen

Corie Hahn, geboren in Kredenbach, das Abitur bestanden am Friedrich-Flick-Gymnasium, Kunst und Sozialwissenschaften an der Universität Siegen studiert, nach dem Referendariat in Olpe dann lange Jahre Lehrerin und ab 2011 sogar Schulleiterin an der Clara-Schumann-Gesamtschule in Kreuztal – sie scheint (schon jetzt) angekommen „überm Berg“, wie sie mit erfülltem Lächeln den alltäglichen Arbeitsweg aus dem Siegerländer Nenkersdorf ins Wittgensteiner Bad Laasphe formulierte. „Ich fahre jeden Morgen der Sonne entgegen und abends auch“, sagte sie ganz ohne Augenzwinkern. Gemünzt auf das Siegen-Wittgensteiner Wetter war diese Aussage wohl nicht, viel eher ging es Corie Hahn hierbei um den Ausdruck von Glück, von Zufriedenheit und Dankbarkeit – im Privat- wie im Berufsleben. „Dieser Tag heute, er erfüllt mich mit sehr viel Lebensfreude, ich habe von Anfang an gemerkt, dass hier die Chemie stimmt – ich fühle mich ausgezeichnet und ich hoffe, Sie sich auch!“

"Schön, dass Sie da sind"

Es waren Worte voll Gehalt, voll Authentizität (und das nicht nur von der Schulleiterin), die gekonnt das manchmal so formschwere Prozedere solcher Feierlichkeiten zu durchbrechen wussten und eine Stimmung im Saal kreierten, die sich nach „Herzlich Willkommen“ anfühlte. „Schön, dass Sie da sind“, fasste Oberstudienrat Sven Sendfeld im Namen des Lehrerrats die Atmosphäre so einfach wie ehrlich zusammen und freute sich auf eine gute und kollegiale Zusammenarbeit. Die wünschte sich auch Dr. Ralph Hellmig von der Elternpflegschaft, indem er die Schülerschaft am „Städtischen“ mit einem bunten Orchester verglich, das „zwar auch ohne Dirigenten toll weiterspielen konnte“, jetzt aber mit einer neuen Dirigentin moderne, ja herrliche Musik spielen könne, „die Leute anlockt und es hoffentlich auch vermag, durch die ganze Stadt zu klingen.“ Zukunftsmusik? Nicht unbedingt – bei der Schülerschaft ist die nämlich schon auf offene Ohren getroffen: „Wir waren am Anfang skeptisch, wie man das bei jedem neuen Menschen erst einmal ist“, meinte Schülersprecherin Cassandra Hage. „Aber das hätten wir gar nicht sein müssen, Sie haben sich so schnell eingefunden und konnten uns bei allen Fragen immer helfen.“

Ein Signalhorn für die Lehrerkonferenz

Noch mehr Vergleiche gab es im Grußwort von Winfried Damm, ehemals langjähriger Direktor des Städtischen Gymnasiums: „Mit dem Segelschiff ,GymBaLa‘ haben Sie ein segeltüchtiges Schiff mit moderner Ausstattung und einer gut aufgestellten Mannschaft – auf dass die Reise gut wird und Sie hier stets einen sicheren Heimathafen finden werden!“ Das dürfte gelingen, hatte der langjährige Rektor doch eben dafür genau den richtigen Gegenstand dabei – ein Signalhorn. Das probierte Corie Hahn denn sogar vor versammelter „Mannschaft“ aus – „funktioniert!“ und: „Das ist gut für die Lehrerkonferenz“, lachte sie. Ein Signalhorn – ja, in so mancher prekären Situation kann es helfen. In Verbindung mit einem „derart guten Verständnis von Schule und Menschen“, wie Günter Kiefer, Dienstältester und Sprecher für das Lehrerkollegium, es formulierte, kann die nun beginnende Schulfahrt für Corie Hahn wohl nur gelingen – die Ausrüstung scheint in jedem Fall vollständig. „Ein Blick mit Weitsicht, eine hervorragende Vernetzung, schneller Handlungswille, eine (wörtlich zu nehmende) stets offene Tür und eine handlungsfähige Schule“, fasste Günter Kiefer zusammen.

Überraschungskonzert und Wittgensteiner Heimatlied

Das, so ließ es Volker Gerhardt, Vorsitzender des Fördervereins, durch seine Rede freudig vermelden, komme vor allen Dingen der Schülerschaft zugute. Gerade auch der Teamgedanke, der Geist der Gemeinschaft sei es, den er so sehr an Corie Hahn und an der bisherigen Zusammenarbeit schätze: „Gemeinschaftlich kann man viel erreichen.“ Wohl auch einen spontanen Projektchor auf die Beine stellen: Einige Eltern, Schüler, Lehrer und Ehemalige hatten sich nämlich nach alter Tradition und unter der Leitung von Günter Gerhardt zu einer „Brass-Band“ zusammengeschlossen und überraschten die Schulleiterin mit einem ganz besonderen Ständchen: das Wittgensteiner Heimatlied (und andere Stücke), dargeboten mit Blasinstrumenten.

"Mein Gott, ist das Kind groß geworden"

Und nicht nur da zeigte sich das „GymBaLa“ von der musikalischen Seite – die zahlreichen Liedbeiträge, sei es von der Schulband unter der Leitung von Daniel Treude oder dem Duo Joshua und Noemi Sindermann, hatten richtig Qualität. So blieb denn die Veranstaltung eine kurzweilige – die Zeit verflog. Davon konnte auch Herbert Hoß, Sprecher der Gymnasien in Siegen-Wittgenstein, ein Lied singen. Corie Hahn, die Hoß selbst noch aus dem Lehrer-Schüler-Verhältnis und aus der Nachbarschaft kennt, dachte sich (mit Erinnerung an den Spruch einer seiner Tanten) nämlich eben genau das: „Mein Gott, ist das Kind groß geworden – und jetzt ist sie hier die neue Schulleiterin.“

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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