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Reihe ,,Hinter der Fassade''
Festhalle Banfe zieht den Vorhang auf

Die Banfer Festhalle ist der große Stolz der Dorfbevölkerung. Der Verein für Kultur, Sport und Freizeitgestaltung kümmert sich um das Bauwerk und um die Planung der Veranstaltungen.
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  • Die Banfer Festhalle ist der große Stolz der Dorfbevölkerung. Der Verein für Kultur, Sport und Freizeitgestaltung kümmert sich um das Bauwerk und um die Planung der Veranstaltungen.

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howe Banfe. Im Verein für Kultur, Sport und Freizeitgestaltung Banfe bildet sich das wahre Ehrenamt ab. Denn der „Trägerverein“, wie er gemeinhin genannt wird, beherbergt nicht nur alle Banfer Vereine, sondern unter seinem Dach wird die große Festhalle am Alertsberg verwaltet. Sie befindet sich eben nicht im Eigentum der Stadt, sondern gehört dem Trägerverein. Und weil Eigentum verpflichtet, steckt hier eine ganze Menge Arbeit hinter. Nicht umsonst erhielt der Trägerverein unlängst den mit 2500 Euro dotierten Heimatpreis der Stadt Bad Laasphe – eben wegen der enormen ehrenamtlichen Leistungen.

Die Siegener Zeitung nutzte dieser Tage die Gelegenheit und wagte für die Serie einen Blick hinter die Kulissen der Festhalle.

howe Banfe. Im Verein für Kultur, Sport und Freizeitgestaltung Banfe bildet sich das wahre Ehrenamt ab. Denn der „Trägerverein“, wie er gemeinhin genannt wird, beherbergt nicht nur alle Banfer Vereine, sondern unter seinem Dach wird die große Festhalle am Alertsberg verwaltet. Sie befindet sich eben nicht im Eigentum der Stadt, sondern gehört dem Trägerverein. Und weil Eigentum verpflichtet, steckt hier eine ganze Menge Arbeit hinter. Nicht umsonst erhielt der Trägerverein unlängst den mit 2500 Euro dotierten Heimatpreis der Stadt Bad Laasphe – eben wegen der enormen ehrenamtlichen Leistungen.

Die Siegener Zeitung schaut für die Serie hinter die Kulissen der Festhalle Banfe.
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Die Siegener Zeitung nutzte dieser Tage die Gelegenheit und wagte für die Serie einen Blick hinter die Kulissen der Festhalle. Während vor der Fassade die Halle in ihrer Funktion als Veranstaltungsort steht, ergibt sich dahinter ein weitaus differenzierteres Bild.

Vorsitzender Bernd Kleikamp und Geschäftsführer Helmut Schmidt investieren viel Zeit in ihre ehrenamtliche Aufgabe.
  • Vorsitzender Bernd Kleikamp und Geschäftsführer Helmut Schmidt investieren viel Zeit in ihre ehrenamtliche Aufgabe.
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Keine Veranstalltungen, keine Einnahmen

Das beginnt schon damit, dass die 2500 Euro Heimatpreis-Geld zu einem Drittel in die Ausgaben für Steuern und Versicherungen fließen. Die betragen insgesamt rund 7000 Euro. „Wir könnten sonst den finanziellen Verpflichtungen bei den aktuell fehlenden Einnahmen ja gar nicht nachkommen“, beklagt Vorsitzender Bernd Kleikamp. „Der Heimatpreis steht normalerweise für das Ehrenamt. Durch ihn können wir jetzt einen Teil unserer hohen Kosten stemmen.“ 36 Vermietungen standen in 2019 auf der Haben-Seite: Hochzeiten, Geburtstage, Konfirmationen, Veranstaltungen von Firmen oder Vereinen.

Küche, Zapfanlage: Alles muss gepflegt und erhalten werden.
  • Küche, Zapfanlage: Alles muss gepflegt und erhalten werden.
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Mit Corona brach das alles zusammen. In 2020 zählte der Trägerverein gerade einmal neun Events – bis Anfang März, als Schicht im Schacht mit allen Veranstaltungen war. Wenn die Halle läuft, sind alle acht Vorstandsmitglieder gefordert – wenngleich Bernd Kleikamp und Geschäftsführer Helmut Schmidt als Rentner etwas mehr Zeit mit ihrem Ehrenamt verbringen können. Los geht es mit der Koordination der Halle, mit Terminen und den Planungen. Im Auge behalten muss die Hallentruppe zum einen die innere Grundfläche, zum anderen den Außenbereich. „Du brauchst Gerätschaften dafür. Wir haben eine Kehrmaschine, Rasenmäher, Aufsitzmäher. Und das nur für die Pflege“, sagt Helmut Schmidt. Rasen, das Pflaster, der Parkplatz oder die Bäume rundherum müssen instand gehalten werden.

Halle bietet Platz für 300 Leute

Was die Veranstaltungen anbetrifft, so werden die eigenen Veranstaltungen geplant, inklusive Gestattung der Stadt, wenn Bierausschank und Verkauf erfolgen. Der Trägerverein hat inzwischen ein ordentliches Geräte- und Maschinensortiment, angefangen vom Bräter über Warmhaltebehälter, Wasserkocher bis hin zu Fritteusen und Kaffeemaschinen auf Industrieniveau. Nicht fehlen dürfen Kühlschränke für Getränke, Truhen, Spülmaschinen und Küchengeräte. Die große Halle bietet Platz für 300 Leute, in die kleine, die man von der großen trennen kann, passen 130 Personen. Dafür steht auch Geschirr zur Verfügung. Stets müssen die Hallen-Leute das Verbrauchsmaterial im Blick haben: Toilettenpapier, Hygienetücher, Servietten, Bierdeckel oder auch Desinfektionsmittel und Seife.

In die Toiletten ist viel Geld in die Corona-bedingten Hygienevorschriften gesteckt worden: Handpapier-Boxen oder Seifenspender und Desinfektionsmittelbehälter.
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,,Nichts ist unmöglich''

„Mit Corona ist der Arbeitsaufwand noch größer geworden“, so Bernd Kleikamp. Für jede Veranstaltung muss die Halle Corona-konform übergeben werden. Dafür hat der Verein zuletzt in Hygienespender und Reinigungsmittelboxen investiert. Jede einzelne Toilette entspricht den Vorgaben. Überhaupt sind auch die Ansprüche der Mieter gestiegen. Der Trägerverein wird mehr und mehr zum Dienstleister und kann, wenn gewünscht, sogar ein Helferteam für die Küche oder die Zapfanlagen stellen. „Nichts ist unmöglich“, stellt Helmut Schmidt fest. Wer so eine Halle betreibt, der muss sich ständig um deren Aufwertung kümmern. „Für Vor- und Nachbereitung einer Veranstaltung brauchen wir zwei bis vier Arbeitsstunden für zwei bis drei Mann“, weiß Bernd Kleikamp. 170 neue Stühle hat der Verein gekauft, 50 weitere stehen als Reserve bereit. Über 30 Bierzeltgarnituren verfügt der Verein für Kultur, Sport und Freizeitgestaltung Banfe.

Geschäftsführer Helmut Schmidt.

Für 2022 steht einiges auf der Agenda: Die Zapfanlage braucht einen neuen Kühlautomaten, die Heizung für die große Halle muss neu „justiert“ werden. Die Dachrinne ist fällig, ebenso der Sanierungsanstrich für das Gebäude. Hinter der Halle soll noch Pflaster verlegt werden. „Das sind Summen, die sich addieren“, so Bernd Kleikamp.

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Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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