Großalarm im Sozialwerk St. Georg in Bad Laasphe (Update)
Feuerwehr löscht Zimmerbrand

Der Löschzug I der Stadt Bad Laasphe brachte am Donnerstag gegen 11 Uhr die Drehleiter im ersten Obergeschoss in Stellung.
  • Der Löschzug I der Stadt Bad Laasphe brachte am Donnerstag gegen 11 Uhr die Drehleiter im ersten Obergeschoss in Stellung.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Martin Völkel (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Da hielten die Einsatzkräfte am Donnerstagmittag zunächst die Luft an, denn wenn ein Brand im Haupthaus des Sozialwerks St. Georg am Max-Präger-Weg in Bad Laasphe gemeldet wird, ist automatisch alles in Alarmbereitschaft versetzt. Massenanfall von Verletzten, Stufe 2, und Feuer 6 – lautete die Alarmierung um 11.04 Uhr. In dem Wohnheim für Menschen mit Hilfebedarf brannte es in einem kleinen Klientenzimmer. Ein Mann lebt dort, er wurde vor Ort in einem Rettungswagen untersucht, später aber wieder zurück in das Wohnheim geschickt. Die Verantwortlichen von St. Georg evakuierten nach Plan die 48 Klienten in dem Haus – das sind Abläufe, die mehrfach geübt wurden und sitzen.

Wäschekorb brennt im Sozialwerk St. Georg in Bad Laasphe

Derweil löschte die Feuerwehr das Feuer. Ein Wäschekorb hatte gebrannt, allerdings musste die Brandursache vor Ort erst noch durch die Kriminalpolizei ermittelt werden, die das Zimmer untersuchte. SZ-Informationen zufolge könnte ein zugeklappter und zugestellter aber laufender, vielleicht überhitzter Laptop ursächlich für den Brand gewesen sein. Die Siegener Zeitung erfuhr auch, dass es sich bei dem Raum um ein Nichtraucherzimmer gehandelt habe.
Gottlob wurden keine Menschen verletzt, auch dem betroffenen Bewohner ging es nach erfolgter Untersuchung gut. Die Feuerwehr unter Leitung von Wehrführer Dirk Höbener hatte das Feuer im ersten Obergeschoss rasch unter Kontrolle. Der Löschzug I Bad Laasphe brachte die Drehleiter in Stellung, zugleich verschafften sich die Kameraden Zutritt über die Fluchttreppe, sodass die ersten Löschmaßnahmen sehr schnell durchgeführt werden konnten. „Wir kamen so direkt ins erste Obergeschoss und konnten das Feuer sofort löschen“, so Dirk Höbener. 35 Kameraden des Löschzugs I Bad Laasphe, des Löschzugs II Banfetal sowie der Löschgruppen Feudingen und Rüppershausen waren im Einsatz oder hielten sich im eigens eingerichteten Bereitschaftsraum in der Gartenstraße auf.

Auch benachbarte Einsatzkräfte rückten an

Wegen der Art der Alarmierung hatten neben der Bad Laaspher Feuerwehr auch benachbarte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst den Marschbefehl nach Bad Laasphe erhalten – unter anderem aus Bad Berleburg, Erndtebrück und aus dem Siegerland. Sie alle mussten zum Glück nicht eingreifen. Dennoch blieb vor Ort zumindest ein durchaus gefährliches Geschmäckle, an dem in Zukunft sicherlich seitens des St. Georg-Werks gearbeitet werden muss. Denn der Einsatz am Donnerstag war nicht der erste in letzter Zeit. Zuletzt rückte die Feuerwehr vor zwei Wochen an. Und vornehmlich treten nach SZ-Informationen kleinere Brände in den Klientenzimmern auf. Sollten die einmal heftig entfachen, könnte das einer Katastrophe gleichkommen. So verlief der Einsatz diesmal glimpflich. Die Brandmeldeanlage hat funktioniert, die Flucht- und Rettungswege waren frei.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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