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Arzt aus Feudingen verimpfte Reste
Frank Leyener im Visier der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft Siegen prüft einen Anfangsverdacht gegen Frank Leyener aus Feudingen.
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  • Die Staatsanwaltschaft Siegen prüft einen Anfangsverdacht gegen Frank Leyener aus Feudingen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö Siegen/Feudingen. Nächster Akt im Drama um Frank Leyener. Der Arzt aus Feudingen, der bekanntlich Corona-Impfstoff-Reste aus Alten- und Seniorenheimen an seine Patienten verimpft hatte, rückt jetzt ins Visier der Staatsanwaltschaft Siegen. Es gehe um den Anfangsverdacht einer Straftat, erklärte Oberstaatswanwalt Patrick Baron von Grotthuss auf Anfrage der Siegener Zeitung. Frank Leyener war nach Bekanntwerden seines Vorgehens durch die Kassenärztliche Vereinigung die Impflizenz entzogen worden - das zog einen öffentlichen Aufschrei und eine kontrovers geführte Debatte nach sich.

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Siegen/Feudingen. Nächster Akt im Drama um Frank Leyener. Der Arzt aus Feudingen, der bekanntlich Corona-Impfstoff-Reste aus Alten- und Seniorenheimen an seine Patienten verimpft hatte, rückt jetzt ins Visier der Staatsanwaltschaft Siegen. Es gehe um den Anfangsverdacht einer Straftat, erklärte Oberstaatswanwalt Patrick Baron von Grotthuss auf Anfrage der Siegener Zeitung. Frank Leyener war nach Bekanntwerden seines Vorgehens durch die Kassenärztliche Vereinigung die Impflizenz entzogen worden - das zog einen öffentlichen Aufschrei und eine kontrovers geführte Debatte nach sich.

Diebstahl von Corona-Impfdosen?

Der Feudinger Arzt Frank Leyener, der Impfstoff-Reste aus Alten- und Seniorenheimen an Patienten seiner Praxis verimpft hatte (SZ berichtete), ist offenbar in den Fokus der Staatsanwaltschaft Siegen gerückt. Nach der öffentlichen Berichterstattung sei ein Prüfverfahren eingeleitet worden, in dem es um den Anfangsverdacht einer Straftat gehe, erklärte Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss auf Anfrage. „Es geht um den Tatbestand des Diebstahls von Impfdosen.“

Frank Leyener.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft machte aber deutlich, „dass wir weitere Informationen benötigen und auch beiziehen werden“. Dabei gehe es um Unterlagen des Kreises und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), wie die Impf-Erlaubnis für die Ärzte definiert sei und wie die Reste des Impfstoffes zu verwenden seien. Patrick Baron von Grotthuss erläuterte, dass sich das Prüfverfahren auch an zwei weitere Mediziner aus Bad Berleburg und Burbach richte, denen die KV nach eigener Darstellung ebenfalls die Impf-Erlaubnis entzogen hatte: „Wie prüfen grundsätzlich mehrere Verdachtsfälle.“

Vorgehen von Frank Leyener aus Feudingen wurde via Facebook öffentlich

Die SZ-Berichterstattung über Frank Leyener hatte in der Region große Wellen geschlagen und wurde in der Bevölkerung intensiv diskutiert. Der Feudinger Allgemeinmediziner hatte im Auftrag der KV Bewohner von Seniorenzentren im Raum Wittgenstein geimpft – und aus einem Fläschchen sieben statt fünf Dosen herausgeholt. Die übrigen Einheiten verimpfte Frank Leyener dann an Patienten seiner Praxis in Feudingen – dieses Vorgehen wurde durch einen Facebook-Post öffentlich. Heftige Kritik erntete der Oberlahntaler von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und auch vom Kreis Siegen-Wittgenstein, der das Impfzentrum in Eiserfeld betreibt.

Paukenschlag: Drei Hausärzte im Kreis verlieren ihre Impf-Lizenz

Die Argumentation: Leyeners Vorgehen entspreche nicht der vereinbarten Impf-Ordnung, die von der Gesellschaft getragen werde. Wenn Impfstoff übrig bleibe und es sich um geschlossene Flaschen handele, werde der von einem Spezialfahrzeug abgeholt und nach Eiserfeld gefahren. Angebrochene Einheiten könnten vor Ort verimpft werden – aber nach Absprache mit dem Impfzentrum. Das sei „die gelebte Praxis“, hieß es dazu aus dem Siegener Kreishaus.

Die Staatsanwaltschaft Siegen prüft einen Anfangsverdacht gegen Frank Leyener aus Feudingen.
Frank Leyener.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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