Freibäder in Kernstadt und Feudingen können öffnen

Geklärt mit Gesundheitsamt / Rat diskutierte über Tourismus

JG Bad Laasphe. Zuerst die gute Nachricht: Am Samstag, 24. Mai, öffnen die Laaspher Freibäder in der Kernstadt und in Feudingen ihre Pforten. Das teilte gestern Abend in der Ratssitzung Dezernent Rainer Schmalz auf Anfrage mit. Bedenken, dass es hier Schwierigkeiten geben könnte (die Siegener Zeitung berichtete), wurden in einem Gespräch mit dem Gesundheitsamt ausgeräumt. Schlecht sieht es lediglich für die Nutzung des Laaspher Drei-Meter-Turms aus. Nichtsdestotrotz hat sich der frisch gegründete Arbeitskreis, der die weiteren Schritte zur nötigen Renovierung der Anlagen austüfteln soll, bereits im April einmal getroffen. Morgen wird er das frisch sanierte Biedenkopfer Bad begutachten.

Ebenfalls auf Anfrage gab es eine zweite gute Nachricht: Die Siegener Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau hat als gewünschte Trasse für die Laaspher Ortsumgehung die Variante mit drei Tunneln nach Berlin weitergemeldet. In jüngster Zeit war es hier zur Irritationen gekommen, weil trotz Zusagen für diese etwas teurere Lösung ein paar Millionen e in den Planungsansätzen fehlten. Wo die jetzt gefunden werden, ist damit nicht mehr Sache der Laaspher.

Und mit dem lieben Geld hatte auch eine andere Diskussion zu tun. Nachdem Dr. Frank Müller einige Ansätze zur Belebung des Fremdenverkehrs im südlichen Wittgensteiner Raum im jüngsten Wirtschaftsförderungs-Ausschuss vorgetragen hatte, sollte der Laaspher gestern Abend eigentlich mit der Umsetzung seines Konzeptes beauftragt werden. Ein schwieriges Unterfangen bei einem Kostenvoranschlag von gut 70000 e und der notorisch klammen Finanzsituation der Stadt. Insbesondere, weil nach Abklopfen der Verwaltung weder beim Kreis noch beim Land eine Fördermöglichkeit für das Gesamtpaket aufgetan werden konnte.

Jürgen Borchert räumte als Vorsitzender der CDU-Fraktion zwar ein, dass die Idee gut sei, brachte es dann aber folgendermaßen auf den Punkt: »Wenn wir kein Geld haben, können wir es nicht machen.« Damit wollte sich sein Gegenüber bei den Genossen, Arno Vomhof, allerdings nicht zufrieden geben. Er unterstrich zunächst, dass solch ein Konzept, »was wir schon 20 Jahre brauchen könnten«, längst hätte erstellt werden müssen. Aber weder Kurverwaltung früher, noch TKS heute seien dem nachgegangen. Deshalb müsse man nun wenigstens einen Maßnahmen-Katalog erstellen, um die Aufgaben Stück für Stück abzuarbeiten.

Auf erbitterten Widerstand stieß das Konzept in der FDP. Hans-Hermann Gütting als deren Chef wetterte: »Ich weiß nicht, das wievielte Konzept das ist, das wir finanzieren sollen.« Es gebe im touristischen Bereich schon so viele Flyer und Informationsbroschüren, an denen sich Bad Laasphe beteilige. Außerdem wollte er, dass solche Schritte abgestimmt werden müssten mit Markus Hoßfeld, der im Herbst die Nachfolge von Evelyn Benner als TKS-Geschäftsführer antritt.

Und Birgit Becker (CDU) wunderte sich darüber, dass die Konzept-Erarbeitung überhaupt nach außen vergeben werden sollte. Genau für so etwas habe man doch eigentlich die TKS. Karl-Ludwig Bade von den Grünen begrüßte hingegen eben diesen Ansatz, dass für den Entwurf eines Gesamtkonzeptes Kompetenz von außen einfließen sollte. Man müsse auf jeden Fall eine Entscheidung treffen.

Abgestimmt wurde schließlich über: »Vorbehaltlich der Sicherung der Finanzierung wird Herr Dr. Frank Müller aus Bad Laasphe mit der Umsetzung seines Konzepte zur Belebung des Fremdenverkehrs im südlichen Wittgenstein beauftragt. Gegebenenfalls sind Teilleistungen mit der TKS abzustimmen und zu beauftragen.« Das wurde bei einer Enthaltung und trotz neun Gegenstimmen – aus FDP, CDU sowie SPD und vornehmlich aus dem Oberen Lahntal – beschlossen. Jedenfalls vorbehaltlich der Finanzierung.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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