Friedrich-Kiel-Gesellschaft möchte bald ins Internet

Mitglieder warfen am Wochenende Blick in die Zukunft

Bad Laasphe. Die Friedrich-Kiel-Gesellschaft (FKG) hatte in das Haus des Gastes in Bad Laasphe zur Mitgliederversammlung geladen. Vorsitzender Dr. Hartmut Wecker begrüßte als Gast Christoph Dohr. Dohr ist Besitzer des Verlags, in dem die Werke Friedrich Kiels erscheinen.

FKG muss Eigentümer bleiben

Erste Diskussionen gab es um die Einrichtung eines Friedrich-Kiel-Archivs im Hessischen Musikarchiv in Marburg. Zu diesem Zweck muss ein Depositarvertrag geschlossen werden. Dohr wies eindrücklich darauf hin, dass die FKG Eigentümer der Sammlung bleiben müsse, mit Kontrollmöglichleiten und einem vollen Zugangsrecht. Hier konnte ihn Wecker beruhigen, entsprechende Kontrollen seien schon im vorliegenden Vertragsentwurf vorhanden. Bisher lagert Peter Pfeil das gesamte Archiv bei sich zu Hause, da aber die Menge an zusammengetragenen Fundstücken zum Leben und Wirken des Puderbacher Komponisten immer größer wird, ist eine Auslagerung nötig geworden.

Keine Gedenkstätte in Puderbach?

Besonders will der Verein darauf achten, dass die Sammlung in Marburg nicht einschläft, sondern am Leben erhalten wird. Die Kiel-Gesellschaft hat sich entschlossen, sich und den Komponisten, dem sie sich verschrieben hat, im Internet zu platzieren. Damit will man einer möglichen Provinzialisierung der Arbeit entgegen wirken. Da die Gesellschaft über keine Reichtümer verfügt, stellt sich natürlich die Frage nach den Kosten einer Internetpräsenz. Christoph Dohr machte zu diesem Problem einige Vorschläge. Vor allem wies er darauf hin, dass eine Internetpräsenz ständiger Pflege bedarf. Schließlich einigte man sich auf die Möglichkeit, dass sich die Friedrich-Kiel-Gesellschaft auf der Homepage des Dohr-Verlages zur Untermiete einquartieren kann, um den sinnvollen Aufbau einer eigenen Site zu testen. Auch um Kosten zu sparen, wird viel privates Engagement zu leisten sein, darüber waren sich die Anwesenden einig. Um den Komponisten auch in seiner Heimat bekannter zu machen, gibt es Überlegungen, eine Gedenkstätte einzurichten. Nach der Aussage von Schriftführer Peter Pfeil haben die Puderbacher wenig Interesse an einer solchen Einrichtung. Auch die hohen Kosten stellen ein Hindernis dar.

2004 steht 25-jähriges Bestehen an

Ein Vorschlag, der auf breite Akzeptanz stieß, war, die Klavierecke im Fürstlichen Schloss zu Bad Berleburg stärker zu nutzen. Berleburg war eine der Hauptwirkungsstätten von Friedrich Kiel. Auch über die Anbringung einfacher Gedenktafeln wurde diskutiert und auch dieser Vorschlag als Möglichkeit in Betracht gezogen. Im Jahre 2004 feiert die FKG ihr 25-jähriges Bestehen. Schon seit längerem wird für diesen Anlass die Aufführung des Werkes »Christus« ins Auge gefasst. Doch um eine solche Veranstaltung in einem angemessenen Rahmen durchziehen zu können, würden der Gesellschaft Kosten von rund 40000 Euro entstehen. Also stellt sich auch hier die Frage nach der Finanzierung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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