Fragebogen für Menschen mit Behinderung
Für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in Bad Laasphe

Wie barrierefrei und behindertenfreundlich ist die Stadt Bad Laasphe? Das möchten Verwaltung, WiPs-Forum und Teilhabe-Beratung von Menschen mit Behinderung wissen. Über einen neuen Fragebogen können sie ihrer Heimatstadt ein Feedback geben.
  • Wie barrierefrei und behindertenfreundlich ist die Stadt Bad Laasphe? Das möchten Verwaltung, WiPs-Forum und Teilhabe-Beratung von Menschen mit Behinderung wissen. Über einen neuen Fragebogen können sie ihrer Heimatstadt ein Feedback geben.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz Bad Laasphe. Wie ist es um die Inklusion in Bad Laasphe bestellt? Was läuft gut in Sachen Teilhabe und Barrierefreiheit – und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? Wie erleben Menschen mit Behinderung die Lahnstadt? Was wünschen sie sich? Und was benötigen sie, um ihr Leben und ihren Alltag so gestalten zu können, wie sie es möchten? Antworten auf all diese Fragen suchen derzeit die städtische Behindertenbeauftragte Maike Thielmann, Margit Haars vom Wittgensteiner Psychosozialen Forum (WiPs-Forum) und Jan-Frederik Fröhlich von der ergänzenden unabhängigen Teilhabe-Beratung (EUTB).

Eigene Erfahrung einbringen

Sie möchten, dass Bad Laasphe behindertengerechter wird. Doch um adäquate Verbesserungen herbeiführen zu können, müssen sie erst einmal eruieren, wo es noch hakt. Deshalb haben sie einen Fragebogen erstellt, mit dem die Bedarfe abgeklopft werden sollen. Er richtet sich ausdrücklich an alle Menschen mit Behinderung. „Schließlich können sie uns am besten sagen, wo die Probleme liegen, denn sie haben die praktische Erfahrung. Daher sollen und müssen sie auch partizipieren können“, erklären die drei.

Resonanz bisher nicht groß

Auf Basis der Umfrageergebnisse könnten künftig beispielsweise Projekte zur Überwindung von Barrieren entstehen. Bürgermeister Dirk Terlinden geht noch einen Schritt weiter: „Die Feedbacks könnten Grundlage sein für eine generelle Inklusionsstrategie für die Stadt Bad Laasphe.“ Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits im Februar hatten das WiPs-Forum und die Stadtverwaltung anlässlich des ersten Aktionstages „Wittgensteiner Miteinander“, der damals im Haus des Gastes stattfand und zahlreiche Akteure und Klienten aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Inklusion, Selbsthilfe und Beratung zusammenbrachte, einen Fragebogen entwickelt und verteilt. „Leider war die Resonanz darauf seinerzeit nicht ganz so groß“, berichtet Margit Haars.

Fragebogen überarbeitet

Deshalb haben sie, Maike Thielmann und Jan-Frederik Fröhlich den Fragebogen nochmal grundlegend überarbeitet. Weniger und einfachere Fragen sowie ein übersichtlicheres Design sollen die Beantwortung erleichtern. Nun hoffen die Beteiligten auf mehr Rückläufe: „Je mehr Teilnehmer, desto aussagekräftiger die Ergebnisse.“ Mitmachen kann grundsätzlich jede Bürgerin und jeder Bürger von Bad Laasphe mit einer Behinderung. „Ob jung oder schon älter, ob geistig, psychisch oder körperlich behindert – all das spielt keine Rolle“, betonen Maike Thielmann, Margit Haars und Jan-Frederik Fröhlich.
Der Fragebogen kann bei Maike Thielmann unter Tel. (0 27 52) 9 09-1 53 oder per E-Mail an m.thielmann@bad-laasphe.de angefordert oder persönlich an der Rathauspforte abgeholt werden. Darüber hinaus steht er auf der städtischen Homepage (www.stadt-badlaasphe.de) zum Download zur Verfügung. Ausgefüllte Fragebögen können per E-Mail oder per Post an Maike Thielmann zurückgesendet werden (Postadresse: Stadtverwaltung Bad Laasphe, z. Hd. Behindertenbeauftragte, Mühlenstraße 20, 57 334 Bad Laasphe). „Wir bieten aber auch die Möglichkeit an, die Antworten telefonisch zu übermitteln. Dazu muss man mich nur anrufen. Gerne fülle ich den Fragebogen dann stellvertretend für die Person aus. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt“, so Maike Thielmann.

Mehr Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung

Die Befragung ist grundsätzlich anonym. Wer möchte, kann aber seine Daten angeben. Denn wie Margit Haars verrät, verfolgt die Umfrage neben der Feststellung der Bedarfe von Menschen mit Behinderung in Bad Laasphe noch einen weiteren Zweck: „Wir wünschen uns eine Veränderung bei den Mitbestimmungs-Möglichkeiten in unserer Stadt. Deshalb suchen wir Menschen mit Behinderung, die als Experten in eigener Sache bereit sind, in Arbeitskreisen oder Gremien mitzuarbeiten. Wer das möchte, kann uns das über den Fragebogen mitteilen.“

Inklusionsbeirat möglich

Finden sich genügend Interessierte, könnte sich daraus perspektivisch auch die Gründung eines Inklusionsbeirates ergeben. „Einerseits könnte solch ein Beirat als Ansprechpartner für alle Menschen mit Behinderung fungieren und ihnen helfen, ihre Anliegen, Bedürfnisse und Interessen gegenüber den städtischen Gremien und der Verwaltung zum Ausdruck zu bringen und zu vertreten. Andererseits könnte er der Politik und der Verwaltung in allen Angelegenheiten, die Menschen mit Behinderung betreffen, beratend zur Seite stehen“, so Maike Thielmann, Margit Haars und Jan-Frederik Fröhlich.
Doch erst einmal freuen sie sich auf zahlreiche ausgefüllte Fragebögen: „Letztlich geht es darum, in der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein für Menschen mit Behinderung zu schaffen und Barrieren abzubauen bzw. dafür zu sorgen, dass erst gar keine neuen aufgebaut werden. Die Feedbacks sind eine gute Basis, um zu erfahren, wo man ansetzen muss.“

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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