Für Stimmungen wird Präzision verlassen

Gabriele Lauterbach zeigt ihre naturalistischen Werke im Bad Laaspher Rathaus

G.B. Bad Laasphe. Trotz brütender Hitze war die Vernissage der Künstlerin Gabriele Lauterbach im Bad Laaspher Rathaus jetzt gut besucht. Der Vorsitzende der Ateliergemeinschaft Bad Laasphe, Wolfgang Schulze, begrüßte die zahlreichen Gäste und führte in die Ausstellung ein. Ihm schloss sich Niederlaasphes Ortsvorsteherin Waltraud Schäfer an. Sie beschäftigte sich mit der allgemeinen Situation unbekannter Gegenwarts-Künstler. Mit dem Adolf-Sack-Zitat »Der Genuss des Schönsten vermag nicht zu befriedigen, wenn ich ihn allein für mich lieben soll«, zielte Waltraud Schäfer auf die begabte Malerin, Zeichnerin und Fotografin, die in Laasphe im Mittelpunkt stand.

Was hätte die Künstlerin Gabriele Lauterbach davon, wenn ihre Werke weiterhin in einem verschlossenen Kämmerlein dahin dämmerten? Waltraud Schäfer wies auf die »wunderschönen Kohlezeichnungen« hin, die zuvor schon im Industriemuseum Amalienhütte ausgestellt waren. Landschaftsaquarelle sowie Licht- und Schattenspiegelungen sind aus Lebenssituationen entstanden. Doch woher stammt dieses Talent? Gabriele Lauterbach fließt gewissermaßen das Künstlerblut in den Adern: Der Onkel malte in Öl, die Cousine zeichnete in Kohle. Sie selbst startete ihre ersten Versuche in den 80er Jahren zunächst in schwarz-weiß, zum Ende des Jahrzehnts kam dann die Farbe in ihre Werke. Der Rundgang durch die Ausstellung zeigt eine individuelle Künstlerin, die sich in Stil und Themenwahl nicht festlegt. Beschäftigten sich die ersten Malversuche mit Heimat und Kirche, so zeigt sie hier Offenheit zur Natur, wie auch zum Naturalistischen. Die Farbigkeit hat zwar mit Natürlichkeit etwas zu tun, trägt aber manchen Stempel eigener seelischer Empfindungen. Um Stimmungen habhaft zu werden, verlässt die Künstlerin die Präzision. Die lohnende Ausstellung ist für Jung und Alt empfehlenswert.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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