Gegen den Schimmel und für einen Spielplatz

Heike Schäfer-Dünhaupt zeigte als Vorsitzende des FV Niederlaasphe gestern Abend dem Ausschuss verschiedene Schwachpunkte des Sportheims auf. foto: jg
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jg Bad Laasphe. Ganz kurz entschlossen landete der Laaspher Sport- und Jugendausschuss gestern Abend auf Antrag der SPD zur Ortsbesichtigung im Sportheim am Niederlaaspher Sportplatz. Als Vorsitzende des FV Niederlaasphe hatte Heike Schäfer-Dünhaupt eine längere Mängelliste dabei. Zu abgelegen für eine vernünftige soziale Kontrolle ist das Sportheim, das von Fußballern aus Niederlaasphe und Puderbach sowie von dem Turnverein und der Grundschule Niederlaasphe genutzt wird, immer wieder Ziel von Vandalen und Einbrechern. Dabei ist es gar nicht so verlockend, in das Gebäude einzusteigen, wo man an einigen Ecken Schimmel findet.

Niederlaasphes Ortsvorsteherin Waltraud Schäfer (SPD) verwies insbesondere auf schlechte Isolierung und Dämmung, die Zielrichtung war klar: Sie hätte das Sportheim aufgrund seiner energetischen Mängel gern als Fall fürs Konjunkturpaket II eingestuft. Da bekam sie vom Beigeordneten Dieter Kasper jedoch einen Korb. Er sah aufgrund der geringen energetischen Bedeutung des Gebäudes keine Priorität für diese Maßnahme. Bad Laasphe habe 700 000 Euro für Infrastrukturmaßnahmen bekommen - aber Maßnahmen für 1,5 Mill. Euro in petto gehabt. Wobei er jedoch einräumte, dass das Sportheim ein „dringend renovierungsbedürftiges Gebäude“ sei. Bei diesem Bau der einfachsten Art aus den 60ern müsse man überlegen, ob ein Neubau nicht sinnvoller sei. Wo das Geld dafür herkommen könnte, sah der Laaspher Kämmerer jedoch nicht. Nichtsdestotrotz wollte Dr. Paul-Friedrich Metz (FDP) die gefährlichen Schimmel-Probleme geklärt sehen.

Der Ausschuss einigte sich mit der Verwaltung darauf, dass sich ein Experte das Gebäude anschauen wird, um nach einer schnellen Lösung der Zustände zu suchen. Jürgen Borchert (CDU) erinnerte indes daran, dass es auch an anderen Stellen im Stadtgebiet ähnlich gelagerte Probleme gebe, da müsse ein Konzept zur Abarbeitung aller notwendigen Sanierungen her.

So wie Ortsvorsteherin Waltraud Schäfer stets für ihr Niederlaasphe kämpft, so kämpft die ehemalige CDU-Frau Christa Schmeltzer als Ortsvorsteherin für ihr Saßmannshausen. Deshalb ärgerte sie sich offenkundig über einen lapidaren Antrag der SPD-Fraktion, die Laaspher Stadtverwaltung möge doch in Saßmannshausen einen Spielplatz schaffen.

Detailliert teilte sie dem Ausschuss mit, wie viele Mühen sie in den vergangenen zehn Jahren investiert hatte, eine solche Einrichtung für den einzigen spielplatz-losen Laaspher Ortsteil zu schaffen. Bisheriges Ende war beim neunten Grundstück. Das war ihr zur Verfügung gestellt worden, doch nachdem sich Widerstand bei zwei Nachbarn regte, habe die Stadt von der Anlage eines Spielplatzes Abstand genommen. Bestätigt wurden die Schilderungen durch Volker Kohlberger, dem zuständigen Amtsleiter im Laaspher Rathaus, der einräumte, dass man die Sache auf Eis gelegt habe, weil man befürchtete, aufgrund des Widerstands ein permanentes Ärgernis zu schaffen. Ausschuss-Vorsitzende Christel Rother (SPD) stellte daraufhin fest: „Die Kinder gehen vor.“ Und so werden Verwaltung und Christa Schmeltzer noch mal gemeinsam versuchen, den zuletzt gescheiterten Plan mit den betroffenen Anliegern zu aller Zufriedenheit wiederzubeleben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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