Gemeinsam gegen den Krieg

24 Laaspher Gymnasiasten demonstrierten in Orléans mit ihren französischen Gastgebern

sz Bad Laasphe. »Frankreich ist bestimmt auch im Vorfrühling schön« – mit dieser Erwartung machten sich vor einigen Tagen 24 Schüler der Klassen Acht und Neun des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe auf den Weg zur französischen Partnerschule, dem Collège Jean Joudiou in Châteauneuf-sur-Loire. Begleitet wurden sie von Christine van der Wijst-Althaus und Martin Beine. Schon vom Wetter her wurden die Hoffnungen erfüllt: an jedem der sieben Aufenthaltstage schien die Sonne.

Gute Kooperation in schweren Zeiten

Auch der Empfang in der Loire-Stadt war herzlich und beeindruckend. Zu dem Willkommenstrunk im Festzentrum Châteauneufs erschienen der Bürgermeister Gérard David sowie der Vorstand des Partnerschaftsvereins und neue Direktor der Partnerschule, Jean-Pierre Ingold. In seiner Begrüßungsansprache wies Bürgermeister David auf die enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland »in diesen schwierigen Zeiten« hin. Der Irak-Krieg beunruhigte deutsche und französische Schüler. Am Tag des Kriegsbeginns kam es in Orléans, wo die älteren Jugendlichen aus Châteauneuf zur Schule gehen, zu einer spontanen Schülerdemo gegen den Krieg.

Keine Schnecken, keine Meeresfrüchte

Das an die Ankunft anschließende Wochenende verbrachten die Teilnehmer in den Gastfamilien. Bei den Mahlzeiten nahmen die Gasteltern viel Rücksicht auf die Essgewohnheiten ihrer deutschen Gäste. So wurden zum Beispiel keine Meeresfrüchte oder Schnecken serviert. Die Vielzahl der Gänge konnten aber selbst die hungrigsten Neuntklässler nur mit Mühe bis zu Ende durchhalten.

Schüler-Stress ist gleich zweimal kürzer

Am Montag lernte die Gruppe die französische Schulwirklichkeit kennen und erfuhr aus eigener Anschauung, dass das deutsche System für die Schüler auch erhebliche Vorteile besitzt. So sind deutsche Schulstunden – 45 Minuten – und deutscher Schultag – in der Regel bis Mittag – erheblich kürzer als in Frankreich – 55 Minuten und bis 17 Uhr. Und nach der oft langen Rückfahrt in die Wohnorte müssen noch die häufig recht umfangreichen Hausaufgaben angefertigt werden. Diese Leiden der jungen Franzosen blieben den Laaspher Schülern aber erspart.

Wunsch: möglichst bald wieder Austausch

Die französischen Betreuungs-Lehrerinnen Edith Rose und Régine Mouchel hatten für die folgenden Tage ein sehr umfangreiches und interessantes Programm zusammengestellt: den Besuch des Parfüm-Schlosses Chamerolles, eine Stadtrallye um Châteauneuf, die Partnerschule und die Loire besser kennenzulernen und einen Einkaufsbummel in Orléans. Highlight des Programms war ein Ausflug nach Paris mit einer Fahrstuhlfahrt auf den Eiffelturm und einer Bootsfahrt auf der Seine. Nach dem bewegenden Abschied von den französischen Partnerschülern und Gasteltern gab es einen allgemeinen Wunsch: möglichst bald wieder einen Austausch mit dem Collège Jean Joudiou zu organisieren.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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