Abschied vom Bad Laaspher Schlossberg
GSW verabschiedet zwei Lehrkräfte

Zum Abschied gab es Blumen für Petra Stellmacher-Wagner (l.) – aus den Händen der Vorsitzenden des Schulvereins, Gudrun Kämmerling (r.).
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sz Bad Laasphe. Zum Schuljahresende hieß es Abschied nehmen: Nach über drei Jahrzehnten im Schuldienst verlassen die Oberstudienräte Petra Stellmacher-Wagner und Klaus Hofmann ihre Wirkungsstätte am Gymnasium Schloss Wittgenstein (GSW) in Bad Laasphe und treten den Ruhestand an. Corona-bedingt wurden die scheidenden GSW-Lehrkräfte nur mit wenigen Gästen, aber dennoch im feierlichen Rahmen in der Schlosskapelle der Schule verabschiedet.
Petra Stellmacher, die in Wetter/Ruhr geboren wurde und aus Bochum nach Laasphe kam, unterrichtete seit 1990 sowohl am Gymnasium als auch an der Realschule die Fächer Erdkunde und Chemie und war viele Jahre als Gefahrgutbeauftragte des GSW tätig. Jahrzehntelang organisierte sie für das GSW den weit über die Region bekannten, jährlich stattfindenden weihnachtlichen Schlossmarkt. Gefragt waren ihre kreativen Talente vor allem immer dann, wenn es darum ging, Räume anlässlich von Schulveranstaltungen festlich zu dekorieren.
Noch ein paar Jahre mehr ist der aus Crailsheim in Baden-Württemberg stammende Klaus Hofmann am GSW tätig gewesen. Bereits seit 1981 unterrichtete er an der Schlossschule die Fächer Physik, Mathematik und Informatik. Darüber hinaus leitete er seit 2001 die Lehrerfortbildung für Kollegen des Fachbereichs Physik im Altkreis Wittgenstein. Die Vorsitzende des Schulvereins, Gudrun Kämmerling, bezeichnete Klaus Hofmann als wahren „Jäger und Sammler von unstillbarer Sammelwut“, der in seiner Technikbegeisterung alles zusammentrug, was sich für die Schule nutzen ließ. Legendär wurde laut Pressemitteilung seine Technik-AG, eine AG für technikbegeisterte Schüler, die bei allen Schulveranstaltungen für Licht und Ton verantwortliche zeichnete. „Feste und Schulveranstaltungen waren ohne Klaus Hofmann nicht denkbar“, heißt es in der Mitteilung. Als gelernter Organist waren seine musikalischen Fähigkeiten auch als Chorleiter und Musiker gefragt. Beide Lehrkräfte gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Personalrates am GSW und verbindet zudem eine jahrzehntelange Freundschaft.
„Zwei Urgesteine verlassen das GSW“, stellte Schulleiter Christian Tang augenzwinkernd fest. Er dankte für den unermüdlichen Einsatz der beiden Pädagogen und die Qualität ihrer Arbeit sowie für die vielen Jahre kollegialer Zusammenarbeit und des freundschaftlichen Miteinanders. „Ihr habt die Schule mit entwickelt und es war nie langweilig mit euch“, betonte Christian Tang. Für den Personal- und Lehrerrat überbrachte im Anschluss Karin Leser die Grüße des Kollegiums und wünschte für die „schulfreie Zeit“ alles erdenklich Liebe und Gute. Sie griff das Bild von den „Urgesteinen“ auf und sprach zugleich als Vertreterin der Fachschaft Geografie von einer besonderen Form der „Migration“. Jahrzehntelang seien beide Kollegen am Berg GSW „verankert“ gewesen und seien nun „Rolling Stones“, die jetzt ihre Freizeit auch außerhalb der Schulferien nutzen könnten.
Als Vertreterin der Fachschaft Chemie dankte Chemie- und Mathematiklehrerin Heike Ringler ihren Kollegen in einer sehr emotionalen Rede für jahrelange Freundschaft und Unterstützung. Physik- und Mathematiklehrer Ottmar Wagner überbrachte die Grußworte der Fachschaft Physik. Ottmar Wagner, selbst ein begeisterter Musiker, begleitete die Feierstunde am Klavier und erinnerte mit einem virtuosen Potpourri auf der Basis des Liedes „My Way“ an Lieder, die er zusammen mit Klaus Hofmann mit dem Unterstufenchor einstudiert hatte.
Zum Schluss der kleinen Feierstunde ergriffen die beiden scheidenden Pädagogen selbst das Wort. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange in der Region bleiben würde, nachdem ich aus der Großstadt Bochum hierherkam. Die Schule ist mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Nette Schüler, ein tolles Kollegium. Vor allem die menschliche Nähe hat mir an unserer Schule so gefallen. Bad Laasphe ist meine Heimat geworden“, bekannte Petra Stellmacher-Wagner bewegt. „Ich wollte eigentlich nur für zwei Jahre bleiben, als ich aus Baden-Württemberg hierherkam, nun sind es 39 Jahre geworden“, so Klaus Hofmann. „Das Schöne war: Man konnte sich hier entwickeln und etwas gestalten, sei es beim Musizieren mit dem Chor oder bei diversen Theaterveranstaltungen mit der Technik-AG.“
Während Klaus Hofmann nun seine Zelte in Bad Laasphe abbrechen und wieder ins heimatliche Crailsheim zurückkehren wird, bleibt Petra Stellmacher-Wagner in Bad Laasphe verwurzelt und wird zusammen mit ihrem Mann den Ruhestand genießen.

Zum Abschied gab es Blumen für Petra Stellmacher-Wagner (l.) – aus den Händen der Vorsitzenden des Schulvereins, Gudrun Kämmerling (r.).
Oberstudienrat Klaus Hofmann verabschiedete sich in den Ruhestand.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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