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"Railport Hinterland Breidenstein"
Güter auf die Schiene bringen

Die Pläne für einen „Railport Hinterland Breidenstein“ erscheinen alles andere als unrealistisch. Zuvor muss allerdings die Lahnbrücke bei Wallau erheblich saniert werden.
  • Die Pläne für einen „Railport Hinterland Breidenstein“ erscheinen alles andere als unrealistisch. Zuvor muss allerdings die Lahnbrücke bei Wallau erheblich saniert werden.
  • Foto: Mark Adel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö Breidenbach/Bad Laasphe. Marian Zachow, der Erste Beigeordnete des hessischen Nachbar-Landkreises Marburg-Biedenkopf, sprach am Mittwochmorgen bei der Video-Pressekonferenz davon, dass es in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren gelungen sei, die Weichen komplett umzustellen. Und diese Aussage ist wörtlich zu nehmen: Denn die Zeichen, dass aus den Plänen für einen „Railport Hinterland Breidenstein“ Realität werden könnte, stehen mittlerweile durchaus auf Grün.
Wirtschaftliche InteressenDavon würde zum einen natürlich die Wirtschaft im hessischen Hinterland profitieren, zum anderen würden die Voraussetzungen geschaffen, um auch Güter aus dem Raum Wittgenstein auf die Schiene zu bringen.

Breidenbach/Bad Laasphe. Marian Zachow, der Erste Beigeordnete des hessischen Nachbar-Landkreises Marburg-Biedenkopf, sprach am Mittwochmorgen bei der Video-Pressekonferenz davon, dass es in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren gelungen sei, die Weichen komplett umzustellen. Und diese Aussage ist wörtlich zu nehmen: Denn die Zeichen, dass aus den Plänen für einen „Railport Hinterland Breidenstein“ Realität werden könnte, stehen mittlerweile durchaus auf Grün.

Wirtschaftliche Interessen

Davon würde zum einen natürlich die Wirtschaft im hessischen Hinterland profitieren, zum anderen würden die Voraussetzungen geschaffen, um auch Güter aus dem Raum Wittgenstein auf die Schiene zu bringen. Rolf Heinecke, Geschäftsführer der Firma Christmann + Pfeifer (C+P), machte deutlich, dass hinter den Bemühungen seines Unternehmens sowie der Firmen Buderus und Mercer „handfeste wirtschaftliche Interessenslagen“ steckten. Die wiederum seien nur umzusetzen, wenn die Politik dabei mitmache. „Wir verstehen uns allerdings als Treiber, nicht als alleiniger Nutzer.“

Schiene als Alternative zur Straße

Und an dieser Stelle sendete Marian Zachow ein deutliches Signal aus: Die Zielsetzung, Güter auf die Schiene zu bringen, biete viel mehr Potenzial, als man das vielleicht erwarte: „Die Wirtschaft hat längst erkannt, dass es eine Alternative zur Straße geben muss.“ Die Zusammenarbeit in Breidenstein sei vorbildlich. Konkret bedeute dies: Aktuell werde der Bahnübergang an der Firma C+P saniert, der sich in einem sehr schwierigen Zustand befinde. Zudem sei der Auftrag für die Machbarkeitsstudie „Railport Hinterland Breidenstein“ erteilt worden, die Klarheit bringen solle, was und vor allem wie es umgesetzt werden könne. Der Förderbescheid des Landes Hessen liege vor.

Perspektiven für weitere Unternehmen

Rolf Heinecke brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, „dass in schnellstmöglicher Zeit das umgesetzt wird, was machbar ist“. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) war dankbar, dass die Kurhessenbahn die Strecke erhalten habe: „Das betrifft speziell die Abfuhr des Kalamitätenholzes – ohne die Verladestation wäre Vieles nicht möglich gewesen.“ Zudem biete ein Gleisanschluss Perspektiven für weitere Unternehmen, speziell wenn er an das interkommunale Gewerbegebiet Breidenbach/Biedenkopf denke. Marian Zachow dazu: „Das Gewerbegebiet von morgen muss einen Gleisanschluss haben, das hat nur noch nicht jeder verstanden.“

Handlungsbedarf für "Railport Hinterland"

Hans-Martin König betonte für die Kurhessenbahn, „dass wir ein großes Interesse haben, dass Güter auf die Schiene kommen“. Im Januar werde nach zwischenzeitlichen Bauarbeiten auf der Strecke der Holzverkehr in Breidenstein wieder aufgenommen. Für die Zukunft mit einem „Railport Hinterland“ müsse zum einen die Verladestelle in einen guten Zustand gebracht werden, zum anderen bestehe an der Lahnbrücke in Wallau großer Handlungsbedarf. Und an diesem Punkt sei nicht mehr viel Zeit.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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