Neuer Radweg und Umbau des Vereinsheims
Gute Dorfgemeinschaft in Puderbach

Der Um- und Anbau des Vereinsheims in Puderbach ist momentan in vollem Gange. Neben zwei neuen Duschen und einer behindertengerechten Toilette wird hier ein kleiner Küchenraum eingebaut.
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  • Der Um- und Anbau des Vereinsheims in Puderbach ist momentan in vollem Gange. Neben zwei neuen Duschen und einer behindertengerechten Toilette wird hier ein kleiner Küchenraum eingebaut.

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joge Puderbach. „Ich will was bewegen im Dorf, ich bin ja schon ewig ein Vereinsmensch“, erklärt Klaus Schäfer seine Motivation, als Ortsvorsteher in Puderbach tätig zu sein. Seit 2014 ist der 73-jährige Rentner jetzt im Amt und kennt sich in der Vereinswelt des Dorfes bestens aus. Politisch hätte der Ortsvorsteher gerne früher etwas bewegt: „Ich wäre auch gerne vorher politisch aktiv gewesen, das war allerdings arbeitstechnisch und aufgrund von eigener Landwirtschaft nicht möglich“, erklärt der Ortsvorsteher im SZ-Gespräch.

Drei Arbeitsgruppen entstanden nach Bürgerbefragung

Seit 2010 befindet sich Klaus Schäfer jetzt im Ruhestand. Die Grundsteine für das heute große Engagement im Dorf wurden sechs Jahre später gelegt – vor allem durch eine ganz entscheidende Bürgerbefragung und durch den Gemeinschaftsverein, in dem der Ortsvorsteher zusammen mit dem Vertreter im Rat den Vorsitz übernommen hat: „2016 führten wir eine Befragung bezüglich Arbeitsgruppen durch. Wir haben die Bürger gefragt, was sie wollen“, erinnert sich Klaus Schäfer zurück. Dabei entstanden drei Gruppen: Fahrradwege, Wanderwege sowie Umbau/Anbau Vereinsheim – das sind auch heute noch die bestimmenden Projekte im Dorf.

Ortsvorsteher Klaus Schäfer ist seit 2014 im Amt.
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Besonders wichtig ist dem Ortsvorsteher momentan das Thema Radwege: „Wir wollen gerne eine Verbindungsroute vom Lahntalradweg zum Edertalradweg schaffen, der von Puderbach über das Didoll bis nach Beddelhausen führen soll. Wie alles genau vonstatten gehen soll, weiß man noch nicht genau. Es wird schon teuer und schwierig – wir geben die Hoffnung aber nicht auf“, verrät Klaus Schäfer.
Als sinnvoll erachtet der 73-Jährige das Projekt allemal: „Es fahren einige von hier mit dem Rad zur Arbeit, aber auch für Touristen und Freizeitsportler wäre die Strecke ein Pluspunkt.“

Umbau des Vereinsheims erfordert Eigenleistung

Ebenfalls ganz weit oben auf der Prioritätenliste der Puderbacher steht der Um- und Anbau des Vereinsheims, der derzeit in vollem Gange ist. Neben zwei neuen Duschen und einer behindertengerechten Toilette soll auch ein kleiner Küchenraum eingebaut werden. „Die finanzielle Lage ist nicht so berauschend, da wir das Vereinsheim wegen der Corona-Pandemie nicht vermieten konnten. Über das Programm Dorferneuerung erhalten wir allerdings 58.000 Euro vom Land, wobei wir 1300 Stunden und circa 13.000 bis 14.000 Euro an Eigenleistung erbringen müssen“, konstatierte Klaus Schäfer.

Ob es bei der einst angepeilten Summe bleibt, ist aufgrund der Erhöhung der Baustoffkosten mehr als unklar. Fertig werden soll der Umbau zum Ende des Jahres. Der Festplatz der Burschenschaft direkt neben dem Vereinsheim wird momentan noch als Holzlager und als Verladeplatz genutzt. „Das soll eigentlich bis Ende August beendet sein. Wir brauchen den Platz auch als Parkplatz für Mieter. Es sind schon mehrere Anfragen da und ich glaube, wir kriegen das alles dank der vielen Helfer zeitnah hin“, erläutert der Puderbacher Ortsvorsteher optimistisch.

Der neue Märchenweg ist fertig

Ein bereits abgeschlossenes Vorhaben durch die Arbeitsgruppe Wanderwege ist die Gestaltung eines Märchenwegs durch Elke Marczoch. Fast 20 Tafeln mit verschiedensten Märchen-Motiven begleiten Jung und Alt auf dem Wittgensteiner Wanderpfad. „Ich kann davor nur den Hut ziehen, das wurde super gemacht“, freut sich der Ortsvorsteher über die Umsetzung der Route.

Ein bereits abgeschlossenes Vorhaben durch die Arbeitsgruppe „Wanderwege“ ist die Gestaltung eines Märchenwegs in Puderbach. Nächstes Ziel ist ein Radweg über das Didoll bis ins Edertal.
  • Ein bereits abgeschlossenes Vorhaben durch die Arbeitsgruppe „Wanderwege“ ist die Gestaltung eines Märchenwegs in Puderbach. Nächstes Ziel ist ein Radweg über das Didoll bis ins Edertal.
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Über das Verhältnis zum Rathaus, Bauhof und Bürgermeister kann sich Klaus Schäfer nicht beschweren. In seinem eigenen Job sieht sich der Puderbacher Ortsvorsteher viel mehr als Ansprechpartner denn als Direktor: „Ohne Leute drumherum kann ich das alles hier nicht machen. Man findet immer Leute, die helfen. Wir haben eine gute Dorfgemeinschaft.“

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Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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