Gute und schlechte Nachrichten

Laaspher Ausschuss hörte vom Sport gestern Abend beides

JG Bad Laasphe. Der Titel des Laaspher Ausschusses für Freizeit, Jugend, Soziales und Sport ist lang. Dementsprechend vielfältig sind die Themen, mit denen sich Kommunalpolitiker hier auseindersetzen müssen, auch gestern Abend. Zunächst mal zog Jugendpfleger Hartmut Birkelbach sehr kurz und schmerzlos seine Bilanz der Kinderferienspiele. Diese seien für eine Stadt in der Größe von Bad Laasphe ausreichend, lediglich für das Obere Lahntal wünschte er sich eine größere Akzeptanz bei den Vereinen und dadurch mehr Unterstützung. Der Ausschuss sah das offensichtlich genauso und beschloss einstimmig auch im kommenden Jahr wieder 3700 e dafür im Haushaltsplan bereitzustellen.

Nach der ersten Saison bekamen die Ausschuss-Mitglieder gestern auch einen Bericht aus dem völlig neugestalteten Laaspher Freibad. Schwimmmeister Gerhard Mainka konnte von hohen Besucherzahlen berichten, den Tagesrekord erzielte der 19. Juli mit 1632 Gästen. Auch ein anderes Detail war wichtig: »Die Privatisierung des Rothaarbades in Bad Berleburg kam uns zugute. Die Eintrittspreis dort erhöhten sich enorm, so dass viele Berleburger den Weg ins Wabachbad nicht scheuten. Regelmäßig konnten wir Besucher aus Berleburg, Winterberg, Siegerland und aus Hessen begrüßen.« Insgesamt zählte man 42230 Gäste in 2006, in den fünf einzelnen Jahren zuvor waren es bestenfalls halb so viele. Lediglich einen Kritikpunkt hatte der Schwimmmeister: Die Toilettenanlage habe sich als zu klein erwiesen, aber hier werde an einer dauerhaften Lösung gearbeitet.

Kritik kam auch aus Reihen der Politik wegen deutlich erhöhter Stromkosten. Während Dezernent Rainer Schmalz darauf verwies, dass hier noch Stromkosten der Baufirmen zu Buche schlügen, sah Sozialamtsleiter Volker Kohlberger aber auch, dass die neuen Attraktionen im Wabachbad ganz einfach zu höheren Energiekosten führten. Man einigte sich darauf, im kommenden Jahr über das Thema erneut zu sprechen, wenn man wirklich vergleichbare Verbrauchskosten vorliegen habe. Einstimmig schloss sich der Ausschuss anschließend einem SPD-Antrag an, der für die nächste Sitzung einen Zustandsbericht für alle städtischen Sport- und Freizeitstätten erstellt haben wollte. Wobei Volker Kohlberger nach einer Sportplatz-Besichtigung im Herbst gestern wenig Hoffung auf gute Nachrichten machen konnte: In der Kernstadt selbst und in Feudingen seien sowohl Laufbahn als auch Sportplatzdecke schlecht, in Hesselbach sei nur die Sportplatzdecke schlecht und in Banfe sei sie noch am besten – »erhebliche Mängel« seien dennoch für all diese Sportplätze festzuhalten. Es habe bereits Gespräche mit dem Stadtsportverband und den Vereinen gegeben. Im Augenblick gehe er davon aus, dass bis zum Sommer eine Prioritätenliste erstellt sei und in 2008 mit den Sportplatzsanierung begonnen werden könne. Wenn man hier dann Kunstrasen anstrebe, dann müssten sich die Vereine wohl mit einem Finanzierungsanteil von einem Drittel der Kosten beteiligen.

Und der Sozialamtsleiter hatte für einen anderen Tagesordnungspunkt ebenfalls einen Zeitplan, als er den Sachstandsbericht zur Entwicklung des Gemeindemodells im Rahmen der Zukunftsinitiative »2020 – Leben und Wohnen im Alter« gab. Bis Februar oder März habe der Ausschuss eine Vorlage, in der zum einen das Ergebnis der Repräsentativ-Umfrage zum Thema dargestellt, zum anderen die konkrete Projektplanung mit einzelnen Schritten für das kommende Jahr vorgestellt werde. Dazu gehöre eine Kompetenzrunde, bei der sich alle Beteiligten mit ihrem unterschiedlichen Fachwissen an einen Tisch setzen sollen. Das hörte sich gut an, aber Hans-Jürgen Zampich von den Grünen hatte dennoch ein Problem damit. Er habe es sehr bedauert, dass der kreisweit angedachte Seniorentag im Herbst abgesagt worden sei. Aus diesem Forum habe er sich nämlich das erhofft, was er bisher vermisse: die Beteiligung der Betroffenen. Diese Stimme fehle, selbst wenn es die Repräsentativ-Umfrage gegeben habe. Hans-Jürgen Zampich ging nämlich nicht davon aus, dass sich diejenigen, die davon wirklich betroffen seien, geantwortet hätten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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