„Hab’ ich geschlafen?“

jg Bad Laasphe. Zum letzten Mal traf sich gestern der Laaspher Stadtrat in seiner bisherigen Zusammensetzung. In den allermeisten Fällen wurden die Drucksachen so durchgewinkt, wie es schon im Bauausschuss ausgesehen hatte. Dem war so bei der Zweckbestimmungs-Aufhebung am Bäderborn, bei einer Änderung der Innenbereichs-Satzung an der Eichwaldstraße und bei der energetischen Erneuerung des Städtischen Gymnasiums. Die Entscheidungen wurden allesamt einstimmig gefasst, bei der Rückershäuser Sache enthielten sich die Drei der Bürgerlichen Fraktion ihrer Stimme.

Eine Änderung gab es allein in Sachen „Hintere Hainstraße“. Der Bauausschuss hatte vor anderthalb Wochen mehrheitlich Ja dazu gesagt, dass hier die Innenbereichsatzung aufgrund einer Erweiterung geändert werden sollte. Jürgen Borchert (CDU) führte gestern jedoch gleich zu Beginn des Tagesordnungspunkts aus, dass alle Ratsmitglieder zum Wochenende von der Anliegergemeinschaft, die in einer ersten Stellungnahme die Satzungänderung komplett abgelehnt hatte, angeschrieben worden seien. Diesmal hätten die Anlieger vorgeschlagen, man möge nur einen Bauplatz ausweisen, für den es eine konkrete Anfrage gibt. Dieser Kompromiss überzeugte den Rat. Diesmal war es bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme aus der Bürgerlichen Fraktion ansonsten ausschließlich Zustimmung. Von der Bürgerlichen Fraktion stammte der neue Antrag, die kommunalen CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Hierzu wurde gestern kein Beschluss gefasst, er wurde an den Umweltausschuss überwiesen. In welcher Form der in der nächsten Wahlzeit noch besteht ist unklar, sicher ist allerdings, dass es die Bürgerliche Fraktion dann nicht mehr geben wird.

Ein wenig Leben kam in den Laden, als Volker Gautsch (CDU) eine Anfrage unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt formulierte. Er sei aus der Laaspher Apothekerschaft angesprochen worden, weil anscheinend eine weitere Apotheke in der Stockwiese angesiedelt werden solle, obwohl es doch in der Kernstadt vier Stück gebe. Er habe nach den Diskussionen um innenstadt-relevant oder nicht angenommen, dass solch eine Konkurrenz-Entwicklung zur Altstadt in der Stockwiese nicht entstehen könne. Deshalb die konkrete Anfrage von Volker Gautsch: „Hab’ ich geschlafen?“ Auf diese Frage ging die Verwaltung nicht ein, der komplette Themenkomplex war Bürgermeister Robert Gravemeier zu diffizil: Man werde die Rechtslage in Bezug auf Apotheken im Protokoll darlegen. Aber einen konkreten Bauantrag verneinte der Bürgermeister, wobei Bauverwaltungsamtsleiter Werner Dieckhoff klarstellte, dass Apotheken in dem eigentlichen Sinne kein Einzelhandel seien.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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