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Unterschiedliche Meinungen zu B 62-Sanierung in Bad Laasphe
Händler wollen Straße der Zukunft

Der Zustand der Bad Laaspher Ortsdurchfahrt hat viel Luft nach oben. Allerdings wehren sich Stadtrat und Händlerschaft gegen einen kompletten Neuaufbau der B 62 – das hätte eine monatelange Baustelle zur Folge.
  • Der Zustand der Bad Laaspher Ortsdurchfahrt hat viel Luft nach oben. Allerdings wehren sich Stadtrat und Händlerschaft gegen einen kompletten Neuaufbau der B 62 – das hätte eine monatelange Baustelle zur Folge.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

vö Bad Laasphe. Die Planer von Straßen NRW peilen einen vollständigen Neuaufbau der Straße an, Händlerschaft und Stadtrat befürchten eine langfristige Tiefbaustelle und nachhaltigen Schaden für den Einzelhandel in der Stadt: Die Meinungen über eine Sanierung der Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt von Bad Laasphe gehen weit auseinander. So weit, dass eine Lösung noch nicht mal in Ansätzen greifbar erscheint.
Volkmar Klein: Lösung zeichnet sich nicht abDie Händlerinitiative „Pro Bad Laasphe“ organisierte vor einigen Wochen nach SZ-Informationen einen Gesprächstermin mit den heimischen CDU-Vertretern im Bundes- und Landesparlament. Bundestagsabgeordneter Volkmar Klein und die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach sollten nach Möglichkeit vermitteln – so die Idee dahinter.

Bad Laasphe. Die Planer von Straßen NRW peilen einen vollständigen Neuaufbau der Straße an, Händlerschaft und Stadtrat befürchten eine langfristige Tiefbaustelle und nachhaltigen Schaden für den Einzelhandel in der Stadt: Die Meinungen über eine Sanierung der Bundesstraße 62 in der Ortsdurchfahrt von Bad Laasphe gehen weit auseinander. So weit, dass eine Lösung noch nicht mal in Ansätzen greifbar erscheint.

Volkmar Klein: Lösung zeichnet sich nicht ab

Die Händlerinitiative „Pro Bad Laasphe“ organisierte vor einigen Wochen nach SZ-Informationen einen Gesprächstermin mit den heimischen CDU-Vertretern im Bundes- und Landesparlament. Bundestagsabgeordneter Volkmar Klein und die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach sollten nach Möglichkeit vermitteln – so die Idee dahinter. Doch weitergekommen scheint man in der Sache nicht, so zumindest lässt sich die Antwort von Volkmar Klein auf eine SZ-Anfrage interpretieren:
„Mit Blick auf die Ortsdurchfahrt Bad Laasphe zeichnet sich aus meiner Sicht aktuell keine Lösung ab.“ Straßen NRW lehne die von einigen Seiten ins Spiel gebrachte oberflächige Erhaltungsmaßnahme ab, da dies nach kürzester Zeit das erneute Auftreten der derzeitigen Schäden zur Folge hätte. Ein vollständiger Neuaufbau der Straße werde wiederum von den Akteuren in Bad Laasphe abgelehnt. „Aufgrund des Ratsbeschlusses aus dem Frühjahr 2021 finden momentan keine gemeinsamen Planungsaktivitäten statt, wodurch eine zeitnahe Lösung zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich ist“, lautete das abschließende Fazit des Burbachers.

Straßenbau wie in den 70ern

Otto Wunderlich, der 1. Vorsitzende der Händlerinitiative „Pro Bad Laasphe“, trägt das Gesprächsergebnis mit Fassung. Der Austausch mit den beiden Mandatsträgern sei absolut in Ordnung gewesen, allerdings habe er zugegeben auch nicht mit einer völligen Kehrtwende in der Thematik gerechnet. Dennoch gebe er die Hoffnung nicht auf, so der Friseurmeister, „dass wir eine Lösung zum Wohle der Menschen in dieser Stadt und der Verkehrsteilnehmer finden werden“. Im Klartext: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt sei so, wie man Straßen in den 1970-er Jahren gebaut habe – heute werde Mobilität ganz anders gedacht.

Es muss eine Straße für
Bad Laasphe gestaltet werden,
auf der der Fußgänger
nicht Angst haben muss,
überfahren zu werden,
und der Radfahrer ohne
Bedenken radeln kann,
dass er vom Fahrrad geholt wird.
Otto Wunderlich
1. Vorsitzender „Pro Bad Laasphe“

Verkehrsentwicklungsplan in Laasphe gefordert

Otto Wunderlich: „Es muss eine Straße für Bad Laasphe gestaltet werden, auf der der Fußgänger nicht Angst haben muss, überfahren zu werden, und der Radfahrer ohne Bedenken radeln kann, dass er vom Fahrrad geholt wird.“ Diese Kreativität vermisse er etwas in den Überlegungen. Da wünsche ich sich auch deutlich mehr Initiative der Bad Laaspher Stadtverwaltung: „Es reicht nicht, auf einen Ratsbeschluss zu verweisen. Wir brauchen eine Straße, die Leben in die Stadt bringt und nicht das Leben fernhält.“
Der Vereinsvorsitzende macht sich im SZ-Gespräch für einen Verkehrsentwicklungsplan in Bad Laasphe stark. Es müsse der Wille zur Veränderung spürbar sein. Das gelte im Übrigen auch für die überregionalen Verkehrsflüsse. Eine Ortsumgehungskette von Kreuztal bis Leimstruth – wie angedacht – halte er für viel zu kurz gegriffen. Erforderlich sei eine Verbindung von Kreuztal bis Battenberg – das habe dann auch Einfluss auf das Verkehrsaufkommen in Bad Laasphe.
Mit einem klaren Hinweis in Sachen des von Straßen NRW geforderten Vollausbaus der B 62 will Otto Wunderlich nicht hinter dem Berg halten: „Ich habe nichts gegen die Maßnahme an sich, aber aus meiner Sicht ist es mit einer Oberflächenbehandlung getan. Bei genauer Betrachtung wurden in diesem Jahr weder die Risse verdichtet noch Schlaglöcher behandelt.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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