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Tour durch die Wittgensteiner Dörfer in Oberndorf
Historischer Dorfbrunnen bald in der Ortsmitte

Nachdem die Oberndorfer vor einigen Jahren ihre Dorfmitte verschönert hatten, soll im Herbst ein Dorfbrunnen mit Schwengelpumpe gebaut werden. Das Bachwasser wird ausschließlich zum Blumengießen genutzt.
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  • Nachdem die Oberndorfer vor einigen Jahren ihre Dorfmitte verschönert hatten, soll im Herbst ein Dorfbrunnen mit Schwengelpumpe gebaut werden. Das Bachwasser wird ausschließlich zum Blumengießen genutzt.
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lh Oberndorf. Seit November ist Dietmar Stiller in Oberndorf als Ortsvorsteher für die Koordination zwischen den Bürgern und der Stadt Bad Laasphe zuständig – und tritt damit in die Fußstapfen seines Sohnes Sebastian. Aus beruflichen Gründen gab der zuletzt dieses Amt ab. „So richtig beworben habe ich mich nicht. Ich wurde gefragt, weil ich bald Rentner bin und damit eine Tätigkeit für meinen Ruhestand habe, mit der ich mich auch um das Dorf verdient machen kann“, betont Dietmar Stiller. „Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich fühle mich sehr wohl hier“, erklärt er.
Corona-bedingt gab es keine Bürgerversammlung
Ganz bewusst hat er das Amt parteilos übernommen, weil er sich auf keine Seite stellen will.

lh Oberndorf. Seit November ist Dietmar Stiller in Oberndorf als Ortsvorsteher für die Koordination zwischen den Bürgern und der Stadt Bad Laasphe zuständig – und tritt damit in die Fußstapfen seines Sohnes Sebastian. Aus beruflichen Gründen gab der zuletzt dieses Amt ab. „So richtig beworben habe ich mich nicht. Ich wurde gefragt, weil ich bald Rentner bin und damit eine Tätigkeit für meinen Ruhestand habe, mit der ich mich auch um das Dorf verdient machen kann“, betont Dietmar Stiller. „Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich fühle mich sehr wohl hier“, erklärt er.

Corona-bedingt gab es keine Bürgerversammlung

Ganz bewusst hat er das Amt parteilos übernommen, weil er sich auf keine Seite stellen will. Leider gab es aufgrund von Corona noch keine Gelegenheit, eine Bürgerversammlung zu organisieren. Als Ersatz hat Dietmar Stiller zwei Rundbriefe im Dorf verteilt, in denen er sich und seine Ziele vorgestellt hat und die Einwohner dazu aufruft, sich bei Problemen und Anregungen im Dorf bei ihm zu melden. „Das wird richtig gut angenommen“, freut sich der Oberndorfer Ortsvorsteher.

Das Backhaus neben dem „Leanne-Haus“ in der Ortsmitte, wurde der Dorfgemeinschaft zum gemeinsamen Backen zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug kümmern sich die Bürger ehrenamtlich um die Pflege der Grünanlage.
  • Das Backhaus neben dem „Leanne-Haus“ in der Ortsmitte, wurde der Dorfgemeinschaft zum gemeinsamen Backen zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug kümmern sich die Bürger ehrenamtlich um die Pflege der Grünanlage.
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Gängige Probleme seien dabei besonders die Zustände der Straßen. Die Oberndorfer Straße sei zwar erst vor sieben Jahren vollständig erneuert worden und weise aber schon wieder erhebliche Mängel auf. Erfreulich sei es daher, dass die Stadt sehr kooperativ und hilfsbereit bei Fragen und Problemen handelt. „Ich bin neu im Geschäft und löchere die Stadt mit Fragen, die ganz selbstverständlich erscheinen“, lacht Dietmar Stiller und lobt die unkomplizierte Kommunikation sowohl mit dem Bauamt als auch mit dem Ordnungsamt. Wichtig sei es, bei Mäharbeiten oder dem Winterdienst Rücksicht zu nehmen, weil die städtischen Bediensteten nicht überall gleichzeitig sein können und deshalb Prioritäten gesetzt werden müssen.

Eigene Schützenfeste im Garten

Die benachbarten Dörfer haben einen sehr respektvollen Umgang untereinander und nehmen vor allem Rücksicht aufeinander, wenn es um Termine für Feste und Veranstaltungen geht. Nachdem die Corona-Pandemie auch das Vereinsleben in Oberndorf stark ausgebremst hat, nehmen die meisten Gruppen ihren Betrieb langsam wieder auf. Der Männergesangverein Oberndorf-Rüppershausen probt wieder in der Festhalle „Alte Brache“, der Dorfgemeinschaftsverein plant bereits weitere Projekte und pflegt ehrenamtlich die Gemeinschaftsanlagen, und auch der Schützenverein wird wieder aktiv. Zurzeit laufen beispielsweise noch Pflasterarbeiten vor dem Schützenhaus. Nachdem das Schützenfest bereits zum zweiten Mal abgesagt wurde, möchte der SSV Oberndorf alle Bürger ermutigen, ein kleines Schützenfest im eigenen Garten zu feiern.

Frisch gebackenes Brot aus dem Backhaus in Oberndorf.
  • Frisch gebackenes Brot aus dem Backhaus in Oberndorf.
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Wasserbehörde genehmigt den Dorfbrunnen

Besonders dankbar ist die Dorfgemeinschaft, dass sie das Backhaus neben dem „Leanne-Haus“ zum Brotbacken nutzen darf. Im Gegenzug wird die Grünanlage rund um das Haus durch die Bürger gemäht. Als größtes Projekt im Ort steht momentan der Bau eines historischen Dorfbrunnens mit Schwengelpumpe in der Ortsmitte an. Die Idee dafür kam von den ehrenamtlichen Helfern, die regelmäßig die Blumenkästen am Dorfplatz gießen und dafür Wasser aus dem Bach holen. „Egal wie, man bekommt immer nasse Füße“, betont Dietmar Stiller. Eigentlich ist es verboten, Wasser mit einer Pumpe aus einem Bach zu entnehmen. „Wir hatten dazu ein Gespräch mit der unteren Wasserbehörde die uns gesagt hat: ,Wenn das Wasser nur zum Blumengießen genutzt wird, dürft ihr das machen´“, erklärt Dietmar Stiller.

Dietmar Stiller ist Ortsvorsteher in Oberndorf.
  • Dietmar Stiller ist Ortsvorsteher in Oberndorf.
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Es fehlen Bauplätze in Oberndorf

Das Geld für das Projekt wird durch die Kleinprojektförderung der Leader-Region Wittgenstein gesponsert. „Auf einmal hieß es, für Wittgenstein sind noch einmal Gelder beantragt worden“, erinnert sich der Ortsvorsteher. „Da haben wir uns schnell Gedanken gemacht, Angebote eingeholt und den Antrag gestellt.“ Für die nächste Zeit seien noch weitere Projekte in der Dorfmitte in Planung, „die allerdings noch nicht spruchreif sind, sagt Dietmar Stiller.

Die größten Fortschritte sind der starken Eigeninitiative im Dorf zu verdanken: Besonders der Ortsteil „O da Ecke“ sei immer in Bewegung und leiste viel ehrenamtliche Arbeit im Dorf. Damit die Dorfgemeinschaft weiterhin so stark bleibt, müssen langfristig weitere Bauplätze beantragt werden, weil es bisher nur noch privates Bauland oder unerschlossene städtische Plätze gibt. „Diese Sache müssen wir dringend mal in Angriff nehmen“, plant Dietmar Stiller für die Zukunft.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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