„Live“ vom Dachgeschoss
Hitradio Wittgenstein: Harald Roth und Gisy Meier sind seit 2017 „on Air“

Wenn Harald Roth und Gisy Meier in ihrem Dachgeschoss-Studio Platz nehmen, sind sie in ihrem Element. Auf vier Monitore haben sie sich alles verteilt: hier die Hitliste, dort die eingehenden Hörerwünsche oder Mails.
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  • Wenn Harald Roth und Gisy Meier in ihrem Dachgeschoss-Studio Platz nehmen, sind sie in ihrem Element. Auf vier Monitore haben sie sich alles verteilt: hier die Hitliste, dort die eingehenden Hörerwünsche oder Mails.
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howe Banfe. Sonntag, 19. März 2017, punkt 12 Uhr: Das war der große Moment, als Gisela „Gisy“ Meier und Harald Roth aus Banfe den Schalter umlegten für das erste eigene Internet-Radio in Wittgenstein. So schlug die Geburtsstunde von Hitradio Wittgenstein am Alertsberg. Und die gebürtige Schweizerin Gisy Meier versprach den künftigen Hörern, „mit viel schöner Musik, ob Schlager, Disco-Fox, Country oder Volksmusik, allen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ein bisschen Sonne und Freude in die Herzen und Wohnzimmer zu bringen.“ Das gelingt den Gründern von Hitradio Wittgenstein und dem 13-köpfigen Moderatoren-Team bislang sehr gut. Gisy und Harald waren schon vor Jahren bei einem anderen Internet-Radio tätig.

"Jedes Hobby kostet Geld"

„Da haben wir uns mit dem Gedanken getragen, vielleicht etwas eigenes zu machen“, berichtet Harald Roth. Und dann habe man gemeinsam überlegt, was für so ein eigenes Radio alles gebraucht werde: Kontakt herstellen zur Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) und zur Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), um ordnungsgemäß alle Gebühren zu entrichten und die Sache auf seriöse Füße zu stellen. Und nicht zuletzt die Ausrüstung mit Computer, den vier Bildschirmen, Mikros und dem üblichen technischen Schnickschnack.

Am Mittag des 19. März 2017 schlug die Geburtsstunde von Hitradio Wittgenstein am Banfer Alertsberg.
  • Am Mittag des 19. März 2017 schlug die Geburtsstunde von Hitradio Wittgenstein am Banfer Alertsberg.
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„Jedes Hobby kostet Geld“, erzählt Harald Roth. Die einen kaufen Lokomotiven für die Modelleisenbahnen, die anderen machen Internet-Radio und zahlen dafür Gebühren. „Es gibt Radios, die nehmen von ihren Moderatoren einen Modi-Beitrag. Solange wir uns das leisten können, zahlen wir das selbst.“ Wobei die Modis jedes Jahr gebeten werden, eine Kleinigkeit für einen guten Zweck zu spenden – zuletzt für den Förderverein unfallgeschädigter Kinder und für die Elterninitiative für Leukämie- und Tumor-erkrankte Kinder in Marburg.

Die Liebe zum Internet-Radio war immer schon da

„Ich habe schon immer gerne Internet-Radio gehört“, sagt Harald Roth. Irgendwann sei dann ein „Modi“ vorbeigekommen und habe „schwuppdiwupp alles am Rechner installiert.“ Heute hat der 49-jährige Banfer Routine, wenn er auf Sendung ist. „Das ist für mich kein Problem, wenn ich weiß, dass da vielleicht 10.000 Leute zuhören. Aber vor fünf Menschen, die mich angucken, würde ich das sicher nicht hinbekommen.“ Für seine Lebensgefährtin Gisela – genannt Gisy – Meier ist Hitradio Wittgenstein mehr als nur ein Hobby. Die 59-jährige Schweizerin möchte den Hörern „was Gutes tun“, ihnen ein paar angenehme Stunden mit Musik bieten. „Ich bin auch die, die da ist, wenn etwas nicht Nettes passiert“, sagt sie. Wenn Harald und Gisy in ihrem Haus ein Stockwerk höher die Treppe hinauf gehen und in ihrem Dachgeschoss-Studio Platz nehmen, sind sie in ihrem Element.
„Ja, wir haben ein bisschen was an Equipment“, lacht Harald Roth. „Was wir besitzen, ist schon Luxus. Es gibt Kollegen, die machen das alles über ein Tablet.“ Auf vier Monitore hat sich Harald Roth alles verteilt: hier die Hitliste, dort die eingehenden Hörerwünsche oder Mails. Wer ihre Hörer sind, das wissen die beiden Hitradio-Macher. Unzählige Wittgensteiner sind bekannt, die meisten hören Hitradio-Wittgenstein über Handy mit Bluetooth-Box. „Im Sommer machen sich viele beim Grillen einen Spaß, hören uns und äußern Musikwünsche“, weiß Harald Roth. Sogar Freunde in Norwegen, Österreich und der Schweiz hören Hitradio Wittgenstein.

Es gibt keine festen Sendepläne

Seine Flexibilität will sich das Duo übrigens nicht nehmen lassen. Vorgefertigte, feste Sendepläne, die bindend und verbindlich sind, gibt es nicht. „Der Modi trägt sich ein, wo er kann. Es bringt nichts, jemandem etwas aufzuzwingen. Einem Hobby geht man nach, wenn man Zeit und Lust dazu hat“, so Harald Roth. Dabei ist es keine Frage, dass Abend für Abend die Sendung läuft. Ansonsten ist „Autostream mit Seppel“ angesagt. Da gibt es auf jeden Fall Musik „non-stop“. Die Modi-Auftritte werden von den Hörern immer mit Spannung erwartet – besonders, wenn Harald samstags die „Blaue Stunde“ moderiert. „Dann läuft es“, sagt er und freut sich wieder auf die Wünsche, die er den Hörern erfüllen darf.
Einige Banfer waren auch schon Gastmoderatoren bei Hitradio Wittgenstein. Da kommt dann der Spaß sicher nicht zu kurz. Wobei Gisy Meier klarstellt: „Wir haben einerseits immer eine gute Professionalität. Andererseits dürfen die Hörer ruhig merken, dass wir live sind.“
Apropos: Mit einem Schmunzeln erinnert sich Gisy an ihre Sendung, als sie vergessen hatte, während des Titels das Mikro auszuschalten. „Ich habe mitgesungen.“

Wenn Harald Roth und Gisy Meier in ihrem Dachgeschoss-Studio Platz nehmen, sind sie in ihrem Element. Auf vier Monitore haben sie sich alles verteilt: hier die Hitliste, dort die eingehenden Hörerwünsche oder Mails.
Am Mittag des 19. März 2017 schlug die Geburtsstunde von Hitradio Wittgenstein am Banfer Alertsberg.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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