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Fachgruppe aus Siegen in Hesselbach im Einsatz
Höhenrettung am Windrad

Fertig für die Waschküche? Dichter Nebel herrschte am Windrad.

howe Hesselbach. Was ein Szenario für eine Abschlussübung. Da wollte die Fachgruppe „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ der Siegener Feuerwehr die Woche in Bad Laasphe abschließen und bekam gleich noch mal eine echte Herausforderung. Von oben, versteht sich. Denn an der Windenergieanlage 1 am Spreitzkopf zwischen Bad Laasphe und Hesselbach war die reinste „Waschküche“. Dichter Nebel, wohin man schaute. Da staunten sogar die Spezialisten aus Siegen nicht schlecht, dass Windkraft-Projektleiter Cliff Reppel im strömenden Regen verriet, man könne von hier oben am Standort eigentlich rundherum die anderen Windräder sehen.
Nebel und Regen rundherumVon wegen: Am Donnerstagmorgen war rund um den „Armen Mann“ gar nichts außer „Suppe“.

howe Hesselbach. Was ein Szenario für eine Abschlussübung. Da wollte die Fachgruppe „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ der Siegener Feuerwehr die Woche in Bad Laasphe abschließen und bekam gleich noch mal eine echte Herausforderung. Von oben, versteht sich. Denn an der Windenergieanlage 1 am Spreitzkopf zwischen Bad Laasphe und Hesselbach war die reinste „Waschküche“. Dichter Nebel, wohin man schaute. Da staunten sogar die Spezialisten aus Siegen nicht schlecht, dass Windkraft-Projektleiter Cliff Reppel im strömenden Regen verriet, man könne von hier oben am Standort eigentlich rundherum die anderen Windräder sehen.

Nebel und Regen rundherum

Von wegen: Am Donnerstagmorgen war rund um den „Armen Mann“ gar nichts außer „Suppe“. Doch, daneben regnete es wie aus Kübeln, dazu pfiff der Wind wie im schönen Westerwald. Bei gerade einmal 6 Grad herrschten ordentlich kalte Temperaturen, wobei die Höhenretter ganz oben noch mal eine andere Überraschung erlebten: muckelig warme 43 Grad – wegen der Turbine. „Wir wussten das gar nicht, dass es euch gibt“, verriet Cliff Reppel gleich zu Beginn. Bislang hatte die Wittgenstein New Energy (WNE) von Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg nämlich die Höhenrettung aus Dortmund zugewiesen bekommen. Da sei die Kontaktaufnahme mit den Fachleuten aus Siegen durchaus überraschend gewesen. „Wir sind froh, dass wir diesen Kontakt jetzt haben. Das bereichert unser Unternehmen ungemein“, so Cliff Reppel.

Gemütlich abhängen ist nicht drin

Siegener im Notfall schnell am Einsatzort

In der Tat kann die WNE ihr Niveau in Sachen Sicherheit noch mal heben. Die Kollegen aus Siegen wären relativ schnell am Einsatzort, wenn sich denn ein entsprechendes Szenario ergeben würde. Das beschrieb Hauptbrandmeister Klaus Schulz als Leiter der Fachgruppe so: Wenn denn an der Windkraftanlage ein Monteur oder Arbeiter tätig sei, könne es ein internistisches Problem geben oder ein chirurgisches, eine Beinverletzung etwa. Gefahren lauern im Maschinenraum der Anlage, Stromschläge sind denkbar. Da gibt es einiges zu beachten.

Jeder hat seiner Besonderheiten

Die Männer aus Siegen haben schon am Windrad geübt und erkannt, dass jeder Hersteller – ob Enercon oder Vestas – seine technischen Besonderheiten hat. „Eine 30-KV-Leitung ist hier vorhanden“, so Klaus Schulz, „spannungsführende Teile und beengte Verhältnisse“. Neben der Gefahr der Elektrizität findet man in luftiger Höhe von sage und schreibe 140 Metern heiße Schmierstoffe, drehende und bewegende Teile und hat natürlich immer eine ständige Absturzgefahr.

Erschwerte Bedingungen am Windrad

Am Donnerstag übrigens sogar sehr real, denn wegen der ungemütlichen, überaus nassen Witterung war Vorsicht geboten. Klaus Schulz und sein Team übten unter erschwerten Bedingungen, zumal neben der üblen Sicht auch die nassen Seile als Gefahren-Faktoren hinzukamen. Am Ende stellten die zehn Mann erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass auf sie mit ihrem Können und ihrer fundierten Ausbildung hundertprozentig Verlass ist.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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